Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Kinder erleben Natur pur

Ferienspiele in Cölbe Kinder erleben Natur pur

Schnitzen, Bogenschießen, Planschen, Wandern – zwei Wochen wurde den Kindern aus Cölbe ein abwechslungsreiches Ferienprogramm geboten.

Voriger Artikel
Zwei Kandidaten treten in den Ring
Nächster Artikel
Ein Markt wird zum „Selbstläufer“

Rein ins kühle Nass: An den ganz heißen Tagen kühlten sich die Kinder der Cölber Ferienspiele in der nahegelegenen Ohm ab.

Quelle: Ruth Korte

Cölbe. Man hört sie schon von weitem: die Kinder der Cölber Ferienspiele. Zusammen mit ihren Betreuern planschen sie im kühlen Wasser der Ohm – eine herrliche Abkühlung in der Mittagshitze. Mittendrin steht Helena. Für sie ist es ein ganz besonderer Tag: Es ist ihr achter Geburtstag. Dass sie ihn mit vielen anderen Kindern verbringt, freut sie sehr. Am meisten Spaß hat ihr aber das Spiel in der Marburger Oberstadt gemacht. Ihre Freundin Lana-May stimmt ihr zu: „Ein Dieb hat unser Auto geklaut und wir mussten es in der Stadt suchen“, erzählt die 7-Jährige aufgeregt. „Das war eine Art Schnitzeljagd, bei der die Kinder einen Diebstahl aufklären mussten“, erklärt Jannis Gerling, der die Ferienspiele mitorganisiert hat.

Insgesamt, berichtet er, haben 74 Kinder aus Cölbe an den Ferienspielen teilgenommen. Zum ersten Mal wurden diese in diesem Jahr vom Verein „Junge Entwicklung Fördern“ (JEF e.V.) organisiert. Zwei Monate hatten er und sein Team Zeit, ein Programm auf die Beine zu stellen. Letztendlich bestimmen es aber die Kinder selber. „Es ist vorgekommen, dass wir unseren Tagesplan umwerfen mussten, weil die Kinder auf was ganz anderes Lust hatten“, so Gerling. Von den Wetterschwankungen – „von Nieselregen bis Sonnenschein war alles mit dabei“ – ließen sie sich dabei nicht beeindrucken. „Das macht den Kindern in der Regel weniger aus als den Erwachsenen“, sagt Gerling.

Etwa einen Kilometer von der Ohm entfernt stapeln weitere Kinder und Jugendliche eine Menge Holz aus dem Wald auf einer Wiese – für das Lagerfeuer am Abend. Ali hackt einen dicken Baumstamm auseinander. Er ist einer der drei Flüchtlinge unter den insgesamt elf Betreuern und kommt aus Syrien. Seit zehn Monaten lebt er in einer Jugendwohngruppe in Wetter. Hier in Cölbe macht er ein Praktikum. „Es ist super“, resümiert er. „Es macht mir Spaß, mit den Kindern zu arbeiten.“ Neben ihm hält Hendrik (9) einen Holzstamm fest, den Leopold (9) versucht durchzusägen. Den ganzen Vormittag haben sie Holz aus dem Wald geholt und freuen sich nun auf das Stockbrot am Abend.

von Ruth Korte

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr