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Kai-Uwe Spanka setzt auf die „Bürgermeister-Karte“

Landratswahl Kai-Uwe Spanka setzt auf die „Bürgermeister-Karte“

Das war nicht unbedingt zu erwarten: Auch Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) wirft im Landratswahlkampf seinen Hut in den Ring und kandidiert als Nachfolger des scheidenden Amtsinhabers Robert Fischbach (CDU).

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Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka bewirbt sich bei der Wahl am 8. September um das Amt des Landrats.

Quelle: Michael Agricola

Wetter. Nach dem Rückzug von Amöneburgs Stadtoberhaupt Michael Richter-Plettenberg setzt die SPD im Kreis vermutlich auf die Marburger Sportamtsleiterin Kirsten Fründt. Sie soll am Samstag auf dem SPD-Parteitag in Roth für die Wahl am 8. September nominiert werden. Nun hat Fründt sich zu den inhaltlichen Themen ihres Wahlkampfs noch nicht ausführlich geäußert. Klar ist aber: Sie kann nicht wie Richter-Plettenberg auf die „Bürgermeister-Karte“ setzen.  Auch auf die Unterstützung der SPD im Ebsdorfergrund muss sie verzichten, wie heute bekannt wurde.

In diese Richtung zielt allerdings Kai-Uwe Spanka (49), der gewissermaßen als Vertreter der Kommunen wahrgenommen werden will. Nach dem Rückzug Richter-Plettenbergs stehe nun ja kein Bürgermeister mehr zur Wahl, sagt Spanka. Das habe ihn bewogen, den Gedanken an eine eigene Kandidatur, den er im vergangenen Jahr letztlich aus diesem Grund ad acta gelegt hatte, wieder aufzunehmen.

Einen Landratskandidaten zu stellen, war seinen Angaben nach innerhalb der Runde der parteilosen Bürgermeister auch schon vorher Thema gewesen. Die unabhängigen Bürgermeister haben in zehn Rathäusern im Kreis das Sagen - „wir stellen also die stärkste Fraktion“, wie Spanka sagt.

Und sie hatten sich in der Vergangenheit des Öfteren kritisch zum Vorgehen des Landkreises positioniert - zum Beispiel, wenn es um die Erhöhung der Kreisumlage oder um Vorgaben der Aufsichtsbehörde zur Haushaltskonsolidierung ging. Insofern sei es auch ein logischer Schritt, dass ein Bürgermeister sich zur Wahl stelle.

Kurzer knackiger Wahlkampf

Spanka hofft demzufolge auch auf Unterstützung aus den Reihen der Amtskollegen. Das Pikante dabei: Andere parteilose Bürgermeister wie Bernd Schmidt (Dautphetal) und Volker Carle (Cölbe) sind zuletzt bereits öffentlich als Unterstützer des grünen Vizelandrats Karsten McGovern aufgetreten.

Weitere Konkurrenz von Seiten anderer Bürgermeister droht Spanka offenbar nicht. Der oft gehandelte Andreas Schulz (SPD, Ebsdorfergrund) teilte jüngst in seinem Amtsblatt schwarz auf weiß mit, dass er der Gemeinde erhalten bleiben wolle.

Somit stehen neben dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern (Grüne) und dem CDU-Kandidaten Marian Zachow (bislang Pfarrer in Caldern) mindestens fünf Kandidaten zur Wahl. Auch der Vertreter der Piratenpartei im Kreistag, Jens Fricke, hat seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt.

Eingereicht hat der Wetteraner Bürgermeister seine Bewerbung bislang noch nicht. Derzeit sammelt er die von parteiunabhängigen Kandidaten geforderten Unterstützerunterschriften. Und dann bereitet er sich auf einen „kurzen, knackigen Wahlkampf“ vor, in dem er die Pflichten in der Stadt Wetter nicht vernachlässigen werde.

Wichtige Themen sieht Spanka dabei in der Infrastruktur (Verkehr, Breitband, Erneuerbare Energien), vor allem im ländlichen Raum und in der Haushaltskonsolidierung, aber auch in vernünftigen Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft. Gerüstet sieht sich Spanka für diese Aufgaben nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrung als Stadtoberhaupt und Vorsitzender der Region Burgwald-Ederbergland. In Wetter wurde er vor einem Jahr mit knapp 71 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang in seine zweite Amtszeit gewählt.

von Michael Agricola

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