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Jury sucht Ideen aus der Region - für die Region

Burgwald-Ederbergland Jury sucht Ideen aus der Region - für die Region

Am 22. Juli soll bei einer Abschlussveranstaltung das neue Regionale Entwicklungskonzept für Burgwald-Ederbergland präsentiert werden. Jetzt gilt es aber, dies schnell mit Ideen zu füllen.

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Das neue Backhaus im Generationentreff „Krafts Hof“: Das inzwischen weit über die Region hinaus bekannte Sterzhäuser Mehrgenerationen-, Kultur- und Dorfentwicklungs-Projekt war ein Vorhaben, das vom Ideenwettbewerb der Region im Jahr 2007 profitierte und später gefördert wurde.Archivfoto

Quelle: Manfred Schubert

Wetter. Der Vorstand der Region stellte gestern den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer erfolgversprechenden Bewerbung um Fördermittel aus dem Lea­der-Programm der Europäischen Union in den Jahren 2014 bis 2020 vor. Weil man 2007 schon sehr gute Erfahrungen mit einem für alle offenen Ideenwettbewerb gemacht hat, wie Regionalmanager Stefan Schulte berichtete, wolle man diese Art der direkten Bürgerbeteiligung auch für die neue Förderperiode nutzbringend einsetzen.

Bis zum 15. Juni können Privatleute, Firmen, Vereine und andere Organisationen aus den Mitgliedskommunen Vorschläge einreichen, was sie in den kommenden sieben Jahren gern umgesetzt sehen wollen. Aufgeteilt sind die künftigen Projekte wieder in Handlungsfelder: „Klimaschutz und Natur“, „Leben und Arbeit“ sowie „Tourismus und Kultur“. Um die Teilnahme noch etwas attraktiver zu machen, lobt der Regionsvorstand in jeder dieser drei Kategorien einen Geldpreis von 500 Euro für den besten Vorschlag aus. Entscheiden wird darüber eine Jury, zu der neben Mitgliedern aus dem Vorstand des Regionsvereins auch Bürgermeister und Sponsoren gehören. Kriterien für die Auswahl sind: Innovationsfreude, ob ein Projekt das Zusammenleben in der Region stärkt, ob es einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, zur regionalen Wertschöpfung beiträgt, den Tourismus stärkt oder das kulturelle Leben bereichert und nicht zuletzt, wie es mit der Umsetzbarkeit der Idee aussieht.

Vor sieben Jahren seien insgesamt 45 Vorschläge für fördernswerte Projekte eingereicht worden, von denen einige anschließend auch entsprechend gefördert wurden, berichtete Schulte. Als Beispiele nannte er „Krafts Hof“ in Sterzhausen und den „Bunker der Geschichte“ in der Gemeinde Burgwald.

Neben dem Preisgeld, das die Jury auslobt, ist das auch die größere Chance, die im Ideenwettbewerb steckt, betonen die Mitglieder des Regionsvorstands: Wenn eine Idee förderfähig ist, können Privatleute bei einem Eigenanteil von 50 Prozent der Kosten eine finanzielle Förderung von bis zu 45000 Euro erhalten, die maximale Höhe für andere Projekte liegt bei 200000 Euro.

Ein Faltblatt zum Ideenwettbewerb liegt in den kommenden Tagen in den Verwaltungen der Mitgliedskommunen aus. Einsendeschluss für den Ideenwettbewerb ist der 15. Juni, am 1. Juli sollen die Gewinner feststehen. Am 22. Juli, bei der Abschlussveranstaltung zur Vorstellung des Regionalen Entwicklungskonzeptes in der Ederberglandhalle in Frankenberg werden die Preisträger ausgezeichnet.

Und am 1. September ist schließlich der Stichtag zum Einreichen der Entwicklungskonzepte. Danach wird in Wiesbaden darüber entschieden, ob auch in den kommenden sieben Jahren bis zu 2 Millionen Euro in den ländlichen Raum zwischen Kirchhain und Bromskirchen fließen. Die Bürger, die in dieser Region wohnen, können dazu in den nächsten vier Wochen erheblich beitragen.

Der Bewerbungsbogen für den Wettbewerb ist auf der Homepage der Region im Internet abrufbar: www.region-burgwald-­ederbergland.de. Auf Anfrage verschickt ihn auch die Geschäftsstelle der Region, die im Rathaus in Wetter ihren Sitz hat und unter Telefon 06423/541007 erreichbar ist.

von Michael Agricola

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