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Junge Leser werden zu Reportern

Schüler lesen die OP Junge Leser werden zu Reportern

Am Starttag des Schülerprojekts, das in diesem Jahr zum 30. Mal statt­findet, war die OP in der Wollenbergschule in der Wetter zu Gast und gab den Schülern Einblicke in den Journalismus von heute.

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Auftakt des Zeitungsprojekts „Schüler lesen die OP“: OP-Chefredakteur Christoph Linne erklärt den Schülern der Klasse 8c der Wollenbergschule in Wetter die Grundregeln des Journalismus und des Zeitungsdrucks.

Quelle: Ruth Korte

Wetter. Es raschelt. Die Schüler der 8c der Wollenbergschule in Wetter blättern durch die Zeitungen, zeigen auf Bilder und Texte, lesen, reden und kichern. Sie sind 20 von insgesamt 1260 Schülern, die sich in diesem Jahr am Projekt „Schüler lesen die OP“ beteiligen und in den nächsten sieben Wochen die Oberhessische Presse direkt in den Klassenraum geliefert bekommen. Jeder Schüler bekommt sein eigenes Exemplar.

OP-Chefredakteur Christoph Linne erklärt den Schülern der Klasse 8c der Wollenbergschule in Wetter die Grundlagen des Journalismus.

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Vielen ist die Zeitung nicht unbekannt – zumindest den Schülern aus der 8c nicht. Als OP-Chefredakteur Christoph Linne fragt, „wer von euch hat denn eine Zeitung zu Hause?“, zeigen fast alle Finger auf.
„Unsere Zeitung wird durch die gesamte Familie gereicht“, antwortet Maren Schulz (14) und erzählt, dass sie zuerst von ihren Eltern und zum Schluss von ihren Großeltern gelesen wird. „Die füllen auch immer das Kreuzworträtsel aus.“

Meldung und Bericht basieren auf Tatsachen

Dass es die Zeitung nicht mehr nur in gedruckter Form gibt, sondern auch als App für Handy und Tablet oder im Netz auf der Homepage zu lesen ist – auch das ist ein Thema. „Facebook, Twitter, Instagram – wir sind überall dort zu finden, wo ihr euch auch bewegt“, so Linne.

„Ich lese die Zeitung nur, wenn etwas Interessantes drin steht“, antwortet ein anderer Mitschüler. Zum Beispiel der Besuch von Eintracht Frankfurts Top-Torschützen Alexander Meier bei Intersport Begro in Marburg am vergangenen Montag. „Neu“, „wichtig“ und „interessant“, hält Linne mit Kreide an der Schultafel fest, sollten die Dinge also sein, die in der Zeitung stehen.

Generell, so erklärt er, unterscheidet man zwischen Tatsachen und Meinung. „Eine Meldung oder ein Bericht beispielsweise basiert auf Tatsachen, die der Journalist recherchiert. Welche Fragen sollten darin eurer Meinung nach beantwortet werden?“. „Wer?“, „Was?“, „Wo?“ antworten die Schüler – „halt alle ‚W-Fragen‘“.

Redakteure zu Besuch in 20 Schulklassen

Die Oberhessische Presse wird auch in diesem Jahr wieder eigene Redakteure in die mehr als 20 Schulklassen schicken, die sich an dem Zeitungsprojekt beteiligen und ihnen, wie Linne an diesem Morgen, die journalistische Arbeit erklären.

Während des Projekts sollen die Schüler die Zeitung nicht nur lesen, sondern auch selbst zu Reportern werden und Berichte schreiben, Interviews führen, Fotos machen. Ihre Ergebnisse werden dann in der Print- und Onlineausgabe veröffentlicht. „Ich würde gern über Taubensport schreiben“, weiß Lukas Hoch (13) schon jetzt, der sich hobbymäßig für diesen Sport interessiert.

Maren hingegen will etwas über Politik schreiben. „Ich schreibe gern – auch, wenn ich nicht in der Schule bin“, sagt die 14-Jährige. Wer weiß – vielleicht werden in dem 30. Projekt „Schüler lesen die OP“ Journalisten geboren, deren Namen Sie in Zukunft noch öfter in unserer Zeitung lesen werden.

von Ruth Korte

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