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Jugendarbeit künftig wieder in eigener Regie

OP-Wahltalk in Niederasphe Jugendarbeit künftig wieder in eigener Regie

Während des OP-Wahltalks zur Bürgermeisterwahl in Münchhausen nahmen die beiden Kandidaten Peter Funk und Ulrich Mengel Stellung zur Jugendarbeit in der Gemeinde.

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Diskutierten am Donnerstagabend in Niederasphe über Münchhausens Zukunft: OP-Redakteur Götz schuab (von links), Ulrich Mengel und Bürgermeister Peter Funk.

Quelle: Nadine Weigel

Niederasphe. Die Ferienspiele hatten einst 60 bis 80 Teilnehmer, als die Gemeinde sie noch selbst durchführte, auch mithilfe ehrenamtlichem Engagements. Zuletzt nahmen an den von der Jugendförderung Nordkreis organisierten Ferienspielen nur noch elf Kinder aus der Großgemeinde teil. Diese hätten auch meist in Wetter stattgefunden. Daher habe man den Vertrag gekündigt. „Wir wollen neue Wege gehen, wir müssen die Jugendpflege neu strukturieren. Die Ferienspiele sollen wieder in Münchhausen stattfinden“, sagte Funk am Donnerstagabend beim OP-Wahltalk in Niederasphe vor 200 Zuschauern.

Das unterstützt auch der Herausforderer. Der fünffache Vater Ulrich Mengel unterstrich, dass Kinder die „Pensionsversicherung einer Gemeinde“ seien. 2006 bis 2009 sei er Vorsitzender des bis 2010 bestehenden Kinder- und Jugendrings gewesen, eines Vereinszusammenschlusses aller Ortsteile. Man habe Foren in vier Ortsteilen abgehalten und Kinder und Jugendliche befragt, wie sie ihr Dorf sehen. Man habe noch eine Broschüre mit den Angeboten der Vereine für Kinder und Jugendliche herausgegeben. Danach sei nach seiner Wahrnehmung direkt aus der Gemeinde heraus nicht mehr viel für Kinder und Jugendliche gelaufen. Die Jugendförderung Nordkreis, interkommunale Zusammenarbeit mit einem Vollpfleger, sei zum damaligen Zeitpunkt möglicherweise der richtige Ansatz gewesen, aber die Vereine seien nicht mehr so einbezogen worden. Dass die Älteren sich um die Jüngeren kümmern, sei ein Teil des Generationenvertrags, da müsse man wieder hinkommen. Das könne die Gemeinde nicht allein, das Konzept müsse mit den Vereinen gemeinsam gemacht werden, betonte Mengel, der sich dezidiert als „Vereinsmensch“ bezeichnete, und erhielt Applaus dafür. Das sei auch eine Chance für die Vereine, um Nachwuchs zu werben.

Auch Funk will nicht mehr auf einen Jugendpfleger setzen, aber wies darauf hin, dass die Ferienspiele abgegeben worden seien, weil immer mehr Vereine mangels Kapazitäten abgesprungen seien. Dafür müsse man eine Lösung finden.

Jugend fördernde Vereine sollen unterstützt werden

Heidi Schneider aus Wollmar wollte wissen, was aus den Ergebnissen der damaligen Umfrage unter den Kindern und Jugendlichen geworden sei. Funk erklärte, nach der Zusammenfassung in einer Broschüre seien einige Missstände, wie die Umgestaltung des Bahnhofsgeländes in Münchhausen oder durch Bau des Spielplatzes in Niederasphe, beseitigt worden, vieles auch mit ehrenamtlicher Hilfe. Alles habe noch nicht verwirklicht werden können, aber Schritt für Schritt gehe es voran.

Jürgen Erxleben aus Münchhausen meinte, gelesen zu haben, dass die ehemals für die Ferienspiele vorgesehenen Gelder in die Seniorenbetreuung umgeleitet werden sollen.

Bürgermeister Funk fragte überrascht, wer das in die Welt gesetzt habe, auch in Zukunft soll das Geld für die Kinder- und Jugendbetreuung verwandt werden. Demnächst soll es über den Sozialausschuss eine Umfrageaktion unter Kindern und Jugendlichen zu den Ferienspielen geben, die Antworten sollen in die Erarbeitung der Konzepte für die nächsten Ferienspiele einfließen. Johannes Wagner (Wollmar, CDU-Fraktionsvorsitzender), fragte, ob man nicht lieber die Vereine, die hervorragende Jugendarbeit leisten, stärker unterstützen sollte. Dem stimmte Mengel zu, die Gemeinde müsse auf die Vereine zugehen und Absprachen treffen, mit diesen ein Konzept erstellen. Die Jugendförderung Nordkreis habe aus seiner Sicht nicht funktioniert, es sei für Münchhausen zu teuer gewesen für die Leistung, die die Gemeinde dafür bekommen habe.

Funk sagte, dass die frei werdenden Gelder umgeschichtet werden können, so dass sie in die Vereine gehen, die Jugendarbeit machen.

  • Ein weiterer Bericht zur Veranstaltung folgt.

von Manfred Schubert

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