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Jede Idee ist ein Plus für die Kernstadt

Kampagne "Wetter ist uns wichtig" Jede Idee ist ein Plus für die Kernstadt

Die ersten Schritte und Umsetzungen für eine Wiederbelebung der Kernstadt Wetter sind erledigt. Der Slogan „Wetter ist uns wichtig“ wurde von Bürgern der Stadt zu einem Erfolgsmodell gemacht.

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Rathaus und Stiftskirche dominieren die Altstadt von Wetter. Direkt drumherum ist noch wenig Leben. Anders in der Bahnhofstraße. Dort findet jetzt jeden Samstag ein Markt statt.

Quelle: Thorsten Richter

Wetter. Landrätin Kirsten Fründt warb in ihrem Wahlkampf damit, das Bürgerengagement fördern zu wollen. In Wetter findet sie fruchtbaren Nährboden, wie Bürgerengagement aussehen kann und ist deshalb gerne vor Ort, um sich über die Projekte und Ergebnisse zu informieren. Auch am kommenden Freitag, 26. September, ab 19.30 Uhr wird sie zusammen mit Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka zur Gesamtpräsentation in der Stadthalle Wetter erwartet. An diesem Tag präsentieren die Mitglieder der derzeit vier Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse und Sachstände der geneigten Wetteraner Öffentlichkeit. Alle Bürger - jung und älter - sind eingeladen, sich informieren zu lassen und darüber hinaus sich vom Enthusiasmus der aktiven Bürger anstecken zu lassen, selbst Ideen vorzutragen oder in irgendeiner Weise für die „Sache“ - die Kernstadt attraktiver, lebens- und liebenswerter zu machen - tätig zu werden.

Die Arbeitskreise sind keinesfalls geschlossene Gruppen, die Mitglieder freuen sich immer über neue Gesichter, die auch neue Impulse geben können. Um das eigene Lebensumfeld schöner zu machen, muss nicht ständig das Rad neu erfunden werden.

Es geht darum, sinnvolle und machbare Ideen umzusetzen und anzubieten. So gibt es jetzt seit Frühling jeden Samstag von 7 bis 13 Uhr einen Wochenmarkt in der Kernstadt. Es gibt die „Wettersche Kaffeerunde“, und unter dem Motto „Gemeinsam schmeckt es besser“ das gemeinsame Mittagessen und dann noch den Stammtisch. Der Bücherwürfel entwickelt sich prächtig zum Treffpunkt. Unter dem Slogan „Wetter ist uns wichtig“ haben nicht nur Bürger zusammengefunden, auch der Magistrat der Stadt Wetter, Stadtverordnete und Mitglieder des Gewerbevereins engagieren sich entweder in der Lenkungsgruppe oder eben in einer Arbeitsgruppe.

„Wir freuen uns, dass der Start so gut geklappt hat und wir schon einiges bewegen konnten“, sagt Harald Althaus als Öffentlichkeitsbeauftragter. Die Möglichkeiten sind aber noch längst nicht ausgeschöpft - deshalb nun das große Treffen, zu dem alle interessierten Bürger kommen sollen. Und die müssen nicht auf dem Trockenen sitzen. Nach einer Vorstellung der umgesetzten und nächsten Projekte können die Bürger ab 21 Uhr mit ihren Vorschlägen an die Info-Tische der Arbeitsgruppen kommen und sich nebenan im Bürgerhaus bei Musik von DJKlaus mit bayerischen Schmankerl stärken.

„Wir wollen dieser Veranstaltung auch ganz bewusst einen gemütlichen Rahmen geben, weil auch so etwas ein Beitrag für ein schönes Miteinander ist“, so Althaus.

Astrid Wagner weist darauf hin, dass auch umgesetzte Projekte weiterentwickelt werden können. „So wäre es beispielsweise sehr schön, zu erfahren, mit welchen Angeboten wir den Wochenmarkt für die Kunden noch attraktiver machen können.“ Und Gerd Nienhaus, Mitglied des Magistrats geht auf ein sehr arbeitsintensives Projekt ein, dass aber allen Bürgern zugute kommen soll: der Wetterkompass. Dort sollen alle Gewerbetreibenden, Dienstleister und Freiberufler aus ganz Wetter - also auch aus den Stadtteilen - aufgeführt werden, um darzulegen, welche Angebote es quasi vor der Haustür der Bürger gibt. Auch das Thema Leerstand beschäftigt die aktiven Bürger. ­Eine Überlegung ist es, ein Haus gemeinsam anzukaufen und dafür dann ein Nutzungskonzept zu entwickeln.

Die Gemeinschaft der Bürger soll aber auch auf andere Weise gefördert werden. So sind für 2015 zu erschwinglichen Preisen einige Tagesfahrten in Planung, und zwar für Jung und Alt - einfach nach Interesse und Geschmack. „Natürlich machen wir uns auch Gedanken, wie wir es schaffen können, dass jeder ältere Mensch so lange wie möglich eigenständig in seinen vier Wänden leben kann“, sagt Astrid Wagner. Ein Baustein dazu soll das Nachbarschaftshilfe-Netzwerk werden.

Und zu guter Letzt denken die Wetteraner auch an Besucher und Gäste. So ist angedacht, am Schwimmbad Wohnmobilstellplätze einzurichten. Nutzer können so vielleicht gleich mal das Schwimmbad testen oder einen attraktiven Altstadtrundgang unternehmen, eventuell die Kirche besichtigen und natürlich das gastronomische Angebot wahrnehmen. Man darf gespannt sein, was die vier Arbeitskreise „Soziales Stadtgefüge und Ehrenamt“, „Wirtschaftsstandort, Freizeit und Tourismus“, „Verkehr“ und „Kernstadt“ zu berichten haben.

Termin: Gesamtpräsentation für alle Bürger der Stadt Wetter am Freitag, 26. September, ab 19.30 Uhr in der Stadthalle Wetter.

von Götz Schaub

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