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Investor zieht sein Angebot zurück

Stadthalle Wetter Investor zieht sein Angebot zurück

Die Bürgerversammlung vom 18. Januar zum Thema Zukunft der Stadthalle hat im Nachgang eine Entscheidung gebracht: Investor Hans Gerhard Lenz zog sein Angebot zurück.

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Die Stadthalle in der Schulstrasse in Wetter ist in die Jahre gekommen. In den nächsten Jahren werden sicher einige Sanierungsarbeiten fällig.

Quelle: Michael Hoffsteter

Wetter. Mit Bedauern habe er während der Bürgerversammlung am 18. Januar zur Kenntnis nehmen müssen, dass ein Stadthallen-Neubau in Wetters neuer Mitte derzeit politisch nicht durchzusetzen sei, ließ Investor Hans Gerhard Lenz Bürgermeister Kai-Uwe Spanka per Brief wissen. Er habe daraus seine Konsequenz gezogen und das Angebot zurückgezogen.

Das sei doch nur logisch, bekräftigte Lenz im Gespräch mit dieser Zeitung. Immerhin hatten die Sprecher der fünf im Stadtparlament vertretenen Parteien allesamt deutlich gemacht, dass sie aus finanziellen Gründen eher eine Sanierung der alten Stadthalle befürworten als den Bau einer neuen, die die Stadt zwar nicht selbst bauen, aber dafür hinterher mieten müsste.

Im Grunde sollte es in der Bürgerversammlung um eine Grundsatzentscheidung gehen, ob die alte Stadthalle saniert oder an anderer zentraler Stelle eine neue gebaut werden soll. Dabei sollten vor allem die Bürger ihre Meinung abgeben, um so den Parlamentariern ein Stimmungsbild zu liefern. Doch bevor die Bürger zu Wort kamen, erteilten die Vertreter der Parteien einem Neubau praktisch schon eine Absage.

Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, der die Wetteraner Bevölkerung über die Entscheidung des Investors in der neuesten Ausgabe des amtlichen Mitteilungsblattes informierte, will den Verlauf der Bürgerversammlung nicht bewerten. Viel mehr zieht er sich darauf zurück, mit Blick auf den Zustand der Stadthalle lediglich Alternativen aufgezeigt zu haben. Nun sei es seine Aufgabe, konkrete Konzepte zur Sanierung der Stadthalle erstellen zu lassen. Schon in den nächsten Tagen soll damit ein Ingenieursbüro beauftragt werden. „Es wird Prioritäten festlegen, welche Maßnahmen umgesetzt werden müssen und mit welchen Kosten sie verbunden sind“, führt Spanka aus.

Für Lenz ist klar, dass er nur in Projekte in Wetter investiert, die auch von der Stadt gewollt werden. „Die Stadthalle als dritter Bauabschnitt zur neuen Mitte wäre eine tolle Abrundung gewesen“, bedauert Lenz und fügt an, dass eine neue Stadthalle frühestens Ende 2012 fertiggestellt gewesen wäre. Mit diesem Wissen hätte die Stadt Wetter nichts in die Sanierung der alten Halle stecken müssen, sie aber noch zwei Jahre benutzen können. Die Meinung der Bürger wurde zu diesem Thema alles andere als repräsentativ gehört.

von Götz Schaub

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Jetzt liegen Zahlen für die Stadthalle Wetter vor. Eine reine Betonsanierung mit Wärmedämmung kostet um die 380.000 Euro, eine reine energetische Sanierung um die 1,8 Millionen Euro und eine grundhafte Sanierung um die 3,5 Millionen Euro.

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