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In Bürgeln entstehen rund 20 neue Arbeitsplätze

Nahversorgung in Bürgeln In Bürgeln entstehen rund 20 neue Arbeitsplätze

Wenn alles reibungslos läuft, hat Bürgeln ab Ende 2015 einen Discounter-Markt. Doch zunächst einmal muss die Regionalversammlung zustimmen. Und die tagt erst wieder im Juli.

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Das Interesse an Informationen zum Norma-Markt in Bürgeln war sehr groß.

Quelle: Götz Schaub

Bürgeln. Kommt der Markt, kommt er nicht? Was entsteht sonst noch da, wenn er kommt?

Christian Hölting hatte in seiner Funktion als Vorsitzender der Cölber Gemeindevertretung am Dienstagabend in Bürgeln zu einer Bürgerversammlung zum Thema „Nahversorgungszentrum“ eingeladen und auf dem Podium die Experten versammelt, die auf alle Bürgerfragen fundiert antworten konnten. Insbesondere waren da die Dienste von Sven Weißbrodt vom Investor Norma, Barbara Krutzsch vom beauftragten Planungsbüro Fischer und Simone Philippi vom Regierungspräsidium Gießen gefragt. Aber auch Bürgelns Ortsvorsteher Jörg Block und Cölbes Bürgermeister Volker Carle machten deutlich, dass sie hinter dem Projekt stehen

Im Großen und Ganzen ging es nur um Fragen rund um den Markt. Der Versuch des ehemaligen Ersten Beigeordneten Thomas Rotarius, das Projekt auch kritisch zu bewerten, wurde von den mehr als 250 Besuchern der Veranstaltung im Keim erstickt. Für sie zählt eigentlich nur, wann der Discounter endlich kommt und was er in seinem Sog mit nach Bürgeln bringen kann, um die Infrastruktur aufzuwerten.

„Wir sind nämlich keineswegs ein kleines Dörfchen, Wir haben 1700 Einwohner“, stellte Friedrich Reichel, Sprecher der Initiative Bürgeln, heraus. Und der Markt, das machte Sven Weißbrodt deutlich, sei nicht nur für die Bürgelner interessant, sondern auch für die umliegenden Ortschaften Anzefahr, Betziesdorf, Sindersfeld und Reddehausen. „Wir verstehen uns nicht als Konkurrenz vorhandener Märkte in der Nähe“, stellte Weißbrodt heraus. Viel mehr könne die Gemeinde Cölbe ihre Kaufkraft, die derzeit zu 60 Prozent in der Gemeinde gehalten wird, auf 100 Prozent steigern.

Keine Drogerie, aber zwei Fachmärkte

Eine Drogerie werde nicht mit angesiedelt, wohl aber zwei Fachmärkte, wahrscheinliche ein Getränkeshop und ein Laden für Tiernahrung. Im Discounter soll zudem eine vorzugsweise heimische Bäckerei eine Filiale eröffnen. Darüber hinaus wäre auf dem Grundstück auch noch Platz für ein Ärztehaus mit Apotheke.

Wenn die Märkte öffnen, könnten gut 20 neue Arbeitsplätze entstanden sein. Wer Interesse habe, für den Norma-Markt zu arbeiten, könne sich ab dem Spatenstich zur Umsetzung des Projekts bei Norma bewerben. Die üblichen Öffnungszeiten sind von 8 bis 20 Uhr an sechs Tagen in der Woche.

Bei allem Enthusiasmus der Bürger berichtete Simone Philippi, dass sich auch Kommunen kritisch geäußert haben. Letztendlich müsse aber noch die Regionalversammlung darüber entscheiden, ob das Abweichungsverfahren vom Regionalplan zugelassen wird, damit auf dem derzeitigen Ackerland an der Mehrzweckhalle Platz für den Discounter geschaffen wird.

Philippi erläuterte, das die Regionalversammlung keinesfalls nach Lust und Laune urteile, sondern nach festen Kriterien. So dürfe durch die Ansiedlung eines Marktes in einer Größenordnung von 800 bis 1000 Quadratmetern in einem Dorf der Gemeinde nicht das Kernzentrum gefährdet werden. Weißbrodt bleibt da ganz entspannt: „Cölbe als Kernort der Gemeinde haben wir bei unseren Berechnungen ganz bewusst erst gar nicht aufgenommen.“ Und Philippi bekräftigte: „Die Gemeinde Cölbe weist in der Tat eine deutliche Unterversorgung auf.“ So gingen die Bürger frisch informiert und zufrieden nach Hause.

von Götz Schaub

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