Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Hunde bleiben auf der Leiter ganz cool

Tag der Feuerwehren Hunde bleiben auf der Leiter ganz cool

Die Feuerwehrleute zeigten eindrucksvoll, was sie alles können müssen, wenn sie beispielsweise zu einem Autounfall gerufen werden. Mit dabei waren auch der Rettungsdienst Mittelhessen und die Rettungshundestaffel des DRK.

Voriger Artikel
Gute Nachbarschaft beginnt mit Mosaik
Nächster Artikel
Der Traum vom Glück und die Brutalität des Lebens

Bei einem Verkehrsunfall mit im Fahrzeug eingeklemmten Personen arbeiten Feuerwehren und Rettungsdienst Hand in Hand.

Quelle: Manfred Schubert

Münchhausen. Am Sonntag richtete die Freiwillige Feuerwehr Münchhausen im und um ihr Heim den Tag der Feuerwehren der Gemeinde aus. Zwar bremste der ab Mittag aufkommende Regen den Besucherzustrom, aber wer sich vom Regen nicht abhalten ließ, erlebte abwechslungsreiche und interessante Übungen und Vorführungen.

Am Morgen ging es mit einer Übung der Wehren aus Oberasphe und Niederasphe los. Sie simulierten einen Brandeinsatz an einer nebenan stehenden Scheune. Aus dieser mussten zwei vermisste Personen herausgeholt werden. Erschwert wurde dies den Helfern dadurch, dass per Nebelmaschine die Sicht in der Scheune, wie im Ernstfall durch Rauch, stark behindert wurde.

Danach zeigten die Jugendfeuerwehren aus Wollmar und aus Münchhausen ihr Können. Sie legten eine Wasserversorgung von einem Unterflurhydranten bis zu drei Strahlrohren und legten dabei Ehrgeiz und ein flottes Tempo an den Tag. Dabei wies Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk, die die Übungen per Mikrofon erläuterte, darauf hin, dass Nachwuchs gesucht werde, besonders in Niederasphe, wo sich die Jugendfeuerwehr im Wiederaufbau befinde und deshalb diesmal nicht mit einer eigenen Gruppe teilnehmen konnte.

Die Einsatzabteilungen aus Simtshausen und Wollmar führten die Rettung von Verletzten, die nach einem Verkehrsunfall in einem Pkw eingeklemmt waren, vor. An dieser Übung nahm ein Team von zwei Rettungssanitätern des Rettungsdienstes Mittelhessen des Deutschen Roten Kreuzes teil.

40 Minuten lang dauerte die Rettungsaktion, was manchem Zuschauer etwas lang vorkam, aber realistisch ist, wenn man von Verletzungen an der Wirbelsäule ausgeht. So musste das Unfallfahrzeug stabilisiert, vorsichtig Seiten- und Windschutzscheibe entfernt werden. Der hydraulische Rettungsspreizer und die Rettungssschere kamen zum Einsatz, um die Seitentür und das Dach des Autos zu entfernen, um eine möglichst schonende Rettung der Verletzten zu ermöglichen. Vielleicht animierte diese Übung noch einige Besucher mehr, das Angebot zu nutzen, Rettungskarten für den eigenen Pkw ausdrucken zu lassen. Diese sollten auf der Sonnenblende abgelegt werden und zeigen Helfern, wo sie Rettungsgeräte gefahrlos und effektiv ansetzen könne, ohne an Airbags, Gurtstraffer, Gasdruckstoßdämpfer oder Karosserieverstärkungen zu geraten.

Zwischendurch gab es Demonstrationen zu Gefahren im häuslichen Bereich. Dazu gehörte die berühmt-berüchtigte Fettexplosion, die sich ereignet, wenn man auch nur eine geringe Menge brennenden Fettes mit Wasser zu löschen versucht. Ein gewaltiger Feuerball und mindestens eine Küchenrenovierung ist die Folge. Und Spraydosen können auch heftig explodieren, falls man sie sommers im Auto liegen lässt und sie überhitzen.

Trotz des nassen Wetters kam wie versprochen die Rettungshundestaffel des DRK Marburg mit sechs Hunden. Die Vorführungen beschränkten sich auf den Nahbereich, auch die Zuschauer blieben lieber unter dem Dach des Feuerwehrhauses. Dennoch machte es Spaß und war sehr eindrucksvoll, den Hunden bei der Suche nach Vermissten zuzuschauen. Die verrichteten ihre Aufgaben mit sichtlicher Freude und demonstrierten die verschiedenen Arten, ihre Führerinnen zu den Gefundenen zu geleiten.

Zu einer besonderen Übung nutzten die Hundeführerinnen die Drehleiter aus Wetter, die die Ausstellung mit den neun Münchhäuser Feuerwehrfahrzeugen und dem Rettungstransportwagen des DRK ergänzte. Manche Hunde leiden an Höhenangst, erläuterte Staffelleiterin Ina Klinger, die aus Marburg überstanden die Fahrt 18 Meter nach oben aber ohne Probleme.

Für die Kinder wurden Spiele von der Jugendfeuerwehr angeboten. Außerdem gab es Kinderschminken einmal anders. Das DRK verpasste den Kleinen, die dies wollten, realistisch aussehende Wunden.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr