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Historischer Gerichtsplatz im Schatten der Nikolaikirche

Historisches Caldern Historischer Gerichtsplatz im Schatten der Nikolaikirche

Caldern besaß im Mittelalter nicht nur ein Kloster. In Caldern gab es auch einen Gerichtsplatz mit Richtstätte. Erstmalig erwähnt wurde dieser 1237/38. Und jetzt ist er wieder da.

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Rechts neben dem Weg zum Gemeindehaus erinnern nun diese Steinsitze mit Tisch an die historische Gerichtsstätte, die es im Mittelalter in Caldern gegeben hat.

Quelle: Götz Schaub

Caldern. Anlässlich der im nächsten Jahr anstehenden 1200-Jahr-Feier hat es sich der Arbeitskreis „Historisches Caldern“, der dem Förderverein Caldern 2017 angehört, zur Aufgabe gemacht, die Geschichte­ Calderns auch visuell in Szene zu setzen. So geben beispielsweise Informationstafeln rund um Caldern Auskunft über nicht mehr vorhandene Siedlungsplätze. Jetzt sind auf dem Grundstück der Kirche Sitzgelegenheiten und ein Tisch aus Sandstein zu sehen, die Pfarrer Ralf Ruckert auch gerne im Sommer mit seinen Konfirmanden nutzen möchte und natürlich auch darf.

Dennoch hat die Sitzgruppe nicht wirklich etwas mit der Kirche zu tun, denn es handelt sich dabei um die Darstellung des historischen Gerichtsplatzes, der sich zwar nicht exakt an dieser Stelle, aber doch in Kirchennähe befunden hatte, wie Volker Heine während der Einweihung des Platzes interessierten Gästen erzählte.

„Andere Grundstücke konnten einen historisch korrekten Wiederaufbau nicht gewährleisten“, so Heine weiter. Deshalb sei man für das freundliche Entgegenkommen der evangelischen Kirchengemeinde sehr dankbar. In Caldern hilft man sich eben auch bei solchen Dingen. Beim Aufbau erhielten die Mitglieder des Arbeitskreises auch tatkräftige körperliche Hilfe, etwa von den Mitgliedern der Alt-Herrenabteilung des TSV Caldern und anderen ­Mitbürgern. Denn die Sandsteine ­haben natürlich ordentlich Gewicht. Der Platz ist für acht Personen ausgelegt, Heine fügte aber an, dass der historische Platz wohl Sitzgelegenheiten für bis zu zwölf Personen geboten hatte.

Neben Pfarrer Ruckert, freuten sich auch Ortsvorsteher Hans Jung, der Vorsitzende des Fördervereins Kurt Vogt und Lahntals Bürgermeister Manfred Apell über die neue Dorf-Attraktion. Finanziert wurde das Projekt vom Heimat- und ­Geschichtsverein Lahntal.

von Götz Schaub

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