Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Schneeregen

Navigation:
Heute kommen sieben neue Türen

Dorferneuerung in Oberasphe Heute kommen sieben neue Türen

Das Backhaus in Oberasphe ist weit mehr als nur ein Backhaus. In der Tat wird dort noch gebacken, aber auch Fußball geschaut und in historischen Schriften geforscht.

Voriger Artikel
Schlager „Atemlos“ erklingt zum ersten Mal in Bürgeln
Nächster Artikel
Kreisel soll in zehn Wochen stehen

Gerhard Hallenberger zeigt Bürgermeister Peter Funk den Baufortschritt bei den Sanitäranlagen.

Quelle: Götz Schaub

Oberasphe. Die Modernisierung des Backhauses in Oberasphe ist Teil der laufenden Dorferneuerung. Dabei geht es weniger um die Rettung eines historischen Gebäudes, sondern um eine sinnvolle Weiternutzung. „Wir haben hier noch eine aktive Backgemeinschaft mit gut zehn Familien“, sagt Ehrenortsvorsteher Gerhard Hallenberger. Deshalb war es gesetzt, dass die Tradition des Backen aufrechterhalten bleiben sollte. Entsprechende Arbeiten wurden schon längst ausgeführt (die OP berichtete). Im September werden es auch schon wieder zwei Jahre, seit der neue Ofen in Betrieb genommen wurde.

Der dazu ebenfalls neu gemauerte Schornstein für den Ofen ist im ersten Obergeschoss ein zentrales Element im Treff der Burschenschaft geworden. Obgleich mitten im Haus hochgezogen, vermittelt er doch genau dort eine gewisse Gemütlichkeit in dem Raum, der mit Theke, Fernseher und verschiedenen Tischen mit Stühlen an eine schöne Dorfkneipe erinnert.

Neuer Treppenaufgang für die Burschen

Um in diesen Raum zu gelangen, mussten die Burschen und ihre Gäste bisher immer eine sehr ungemütlich steile Treppe mit einer sehr kurzen Fußauftrittsfläche hochgehen. Die Betonung liegt hier auf „mussten“. Denn jetzt müssen sie es nicht mehr. Seit einer Woche verfügt das Gebäude wenigstens bis zum ersten Obergeschoss über eine neue bequeme Treppe. Dafür musste natürlich einiges im Treppenhaus verändert werden, insbesondere die Auflage im Obergeschoss.

„Zudem wurde das Geländer auf dem gesamten Absatz erneuert und erhöht“, sagt Hallenberger, der nach seinem Abschied aus dem Ortsbeirat noch weiterhin Koordinator und nicht zuletzt aufgrund seiner beruflichen Qualifikation wertvoller Helfer bei anfallenden Bauarbeiten ist. Münchhausens Bürgermeister Peter Funk freut sich, dass die Oberaspher im Zuge der Dorferneuerung mithelfen, die Projekte zur Steigerung der Lebensqualität im Ort mitzugestalten und umzusetzen.

„Zuletzt waren die Oberaspher natürlich mit der Organisation des Straßenfestes beschäftigt, aber danach ging es dann auch hier wieder weiter“, sagt Funk bei einem Besuch des Backhauses. Damit die Treppe eingebaut werden konnte, mussten die Wandseiten durch das Abschlagen des Putzes etwas zurückgenommen werden. Die Anpassungsarbeiten stehen noch an. Das ist aber noch längst nicht alles, was die Oberaspher zumeist in Eigenleistung verändert haben. So entstehen dort gerade auch zwei neue Sanitärräume, erstmals auch ein eigener Raum für weibliche Gäste.

Nächstes Projekt ist das Dorfcafé

Wenn alles gut geht, werden genau heute auch sieben neue Türen im ersten und zweiten Obergeschoss eingebaut. – Apropos zweites Obergeschoss: Dort ist das Archiv des Dorfes eingerichtet, um das sich Horst Wagner verdient macht. Wenn er im Archiv arbeiten will, muss er allerdings noch eine steile Treppe hinaufgehen, aber die meisten Besucher des Hauses haben eh den Raum der Burschenschaft zum Ziel, so dass auf dieser Treppe in den zweiten Stock so gut wie nie mit „Gegenverkehr“ zu rechnen ist.

Keine 100 Meter Luftlinie vom Backhaus entfernt liegt das Bürgerhaus mit angeschlossenem Kindergarten. Dort deutet noch nichts auf Veränderungen hin, aber die Pläne sind fix und fertig für die Herrichtung eines Dorfcafés, das der dafür eigens gegründete Kulturverein dort betreiben möchte. Dazu wird am herausstehenden Küchentrakt angebaut, etwa auf Höhe der jetzt dort gepflasterten Fläche.

Anschließend wird für den geplanten Freisitz draußen ein Teil der jetzigen Rasenfläche gepflastert. Hört sich nach Arbeit an. Da fragen wir doch mal: „Herr Hallenberger, keine Angst, dass Ihnen mal die fleißigen Helfer ausgehen?“ „Nein, ganz gewiss nicht. Man muss nur ein paar gute Pferde im Stall haben, die andere mitziehen, dann läuft das schon“, antwortete er augenzwinkernd.

 
Im Raum der Burschenschaft wurde an dem gemauerten Schornstein auch ein Heizofen angeschlossen. Foto: Schaub

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr