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Hauptamtliche Stellenteilung ist gescheitert

Wetters Feuerwehren Hauptamtliche Stellenteilung ist gescheitert

Die Weiterentwicklung des Bedarfsplans ließ sich die Feuerwehr nicht aus ihren Händen nehmen und sparte der Stadt Wetter damit auch noch Geld.

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Ehrungen: Hinten von links Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer, Sebastian Dehnert, Frank Ortmüller, Björn Ortmüller, Christian Velte, Michael Hahn, Dennis Willershäuser, Florian Jakob-Eich und Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, vorne von links Bürgermeister Kai-Uwe Spanka, Norbert Stolte, Marko Göbel, Markus Dersch, Nadine Weber-Pitz, Jürgen Born, Karsten Schneider, Björn Scheer und stellvertretender Stadtbrandinspektor Carsten Immel.
Links: Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (von links) ernannte Ulr

Quelle: Manfred Schubert

Treisbach. In den vergangenen Jahren habe die Stadt 700000 Euro in die Wehren investiert, beispielsweise voriges und dieses Jahr 75000 Euro in den Anbau für Umkleide und Lagerfläche des Feuerwehrhauses Amönau, dort würden aber auch ganz viele Eigenleistungen erbracht werden, betonte Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka. Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer bezifferte deren Anteil auf etwa 30000 Euro.

Ebenso wie später Ronzheimer sagte Spanka, dass der auf ein Jahr angelegte Versuch, Norbert Gäckler mit einer halben Stelle als hauptamtlichen Gerätewart der Feuerwehr Wetter und der anderen halben Stelle bei den Stadtwerken Wetter zu beschäftigen, nicht funktioniert habe. „Es geht nicht, den Dienst zu teilen, man zerreißt sich. Gäckler arbeitet seit April vollständig für die Stadtwerke“, erklärte der Bürgermeister.

Der Hauptamtler sollte vor allem Prüfungen und Wartungen vornehmen, um das ehrenamtliche Personal zu entlasten. Über das Jahr konnte er nur 38 Prozent seiner Arbeitszeit den Feuerwehraufgaben widmen, berichtete Gäckler später, 580 Stunden mussten weiterhin die ehrenamtlichen Gerätewarte leisten.

Bislang habe Wetter noch keinen genehmigten Haushalt, in zwei bis drei Monaten werde der Magistrat sagen, wie es weitergehen soll. Bis dahin werde, in Absprache mit Ronzheimer, aus der Verwaltung heraus das Notwendige abgeleistet werden, sagte Spanka.

Der Stadtbrandinspektor kündigte an, dass man noch in diesem Jahr die Fortschreibung des Bedarfs- und Entwicklungsplans Feuerwehr dem Parlament zur Verabschiedung vorlegen wolle. Etwa 8000 Euro habe die Stadt durch die Erstellung in Eigenregie gespart.

Anbau für Umkleide in Niederwetter steht an

In diesem Jahr sei der Anbau einer Umkleide an die Fahrzeughalle in Niederwetter geplant, nächstes Jahr stehe in Treisbach die Sanierung des undichten Daches, die Schaffung von Nasszellen und der Sicherheitsabstände in der Fahrzeughalle an. Mittelfristig, in den Jahren 2019 bis 2020, solle im Schutzbereich Ost ein Neubau in Oberrosphe die drei alten Häuser dort, in Mellnau und Unterrosphe ersetzen, die die Auflagen der DIN und des Gemeindeunfallversicherungsverbandes nicht mehr erfüllten.

Zurzeit sind die sieben Stadtteilfeuerwehren auf neun Feuerwehrhäuser verteilt. Die Mitgliederzahl in den Einsatzabteilungen stieg von 178 auf 190, unter anderem durch Übernahme von sechs Jugendfeuerwehrmitgliedern. Zehn davon sind weiblich.

Bis auf Todenhausen, dessen Jugendliche in Niederwetter mitbetreut werden, haben alle sieben Feuerwehren eine Jugendfeuerwehr. Die Zahl der Mitglieder stieg trotz der Übernahmen und zwei Austritten um eins auf 60. Die Anfang 2014 in Amönau gegründete erste Kinderfeuerwehr der Stadt, die „Löschbären“, wuchs ebenfalls, von elf auf 15 Mitglieder.

2015 mussten die Einsatzkräfte zu 122 Einsätzen an 59 Einsatzstellen ausrücken und leisteten dabei 1342 Personenstunden. Darunter waren 16 Brände, 36 Hilfeleistungen, sieben Fehlalarme und zwei Brandsicherheitsdienste. 15 Verletzte wurden bei diesen Einsätzen durch die Feuerwehr gerettet, vier konnten dies aus eigener Kraft tun, für eine Person kam jede Hilfe zu spät. Kuriosum der Statistik: Die Mehrzahl aller Brandeinsätze, etwa die Hälfte, ereignete sich an einem Donnerstag.

Die bei Einsätzen, Lehrgängen, Ausbildung, Übungen, Gerätewartung, Verwaltung und Jugendarbeit geleisteten Zeiten summieren sich auf etwa 16750 Stunden, die die Feuerwehrleute im Vorjahr für die Sicherheit ihrer Mitbürger ehrenamtlich arbeiteten. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer hob den sehr guten Wert an Lehrgängen und Ausbildungen sowie die Ausrückzeit von durchschnittlich drei Minuten hervor. Die Stadt Wetter und ihre Feuerwehren seien, was Ausstattung und Unterkunft angehe, auf einem guten Wege zur Zukunftsfähigkeit.

EHRUNGEN UND ERNENNUNGEN

Brandschutzehrenzeichen des Landes Hessen in Gold für mindestens 40-jährige Dienstzeit: Norbert Stolte, Wetter.

Ehrenmedaille des Nassauischen Bezirksfeuerwehrverbandes in Gold für mindestens 30-jährige Dienstzeit: Jürgen Born, Schutzbereich Ost, Markus Dersch, Klaus-Peter Gärtner, Marko Göbel, Warzenbach/Oberndorf.

Brandschutzehrenzeichen des Landes in Silber für mindestens 25-jährige Dienstzeit: Karsten Schneider, Warzenbach/Oberndorf.

Ehrenmedaille des Nassauischen Bezirksfeuerwehrverbandes in Silber für mindestens 20-jährige Dienstzeit: Sebastian Dehnert, Björn Ortmüller, Frank Ortmüller, Nadine Weber-Pitz, Niederwetter, Michael Hahn, Schutzbereich Ost, Florian Jakob-Eich, Christian Koch, Wetter, Manuel Jungnickel, Treisbach, Björn Scheer, Todenhausen, Christian Velte, Dennis Willershäuser, Warzenbach/Oberndorf.

Anerkennungsprämien des Landes Hessen:

40 Jahre: Klaus Prinz, Wetter; 30 Jahre: Jürgen Born, Walter Mann, Schutzbereich Ost, Klaus-Peter Gärtner, Warzenbach/Oberndorf, Matthias Petri, Todenhausen, Christian Scherer, Wetter; 20 Jahre: Michael Hahn, Schutzbereich Ost, Markus Moog, Treisbach, Thomas Prinz, Wetter, Björn Scheer, Todenhausen, Matthias Schmidt, Sven Schmidt, Amönau, Karsten Schneider, Warzenbach/Oberndorf; für 10 Jahre: Dirk Freiling, Nils Gnau, Henning Krebs, Alexander Thiel, Warzenbach/Oberndorf, Björn Seidler, Schutzbereich Ost.

Ernennungen: Wehrführer von Treisbach: Fabian Herman; stellvertretender Wehrführer: Ulrich Dersch.

von Manfred Schubert

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