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Handlungsbedarf bei Feuerwehrhäusern

Versammlung aller Wehren aus Wetter Handlungsbedarf bei Feuerwehrhäusern

Die Mitglieder der Einsatzabteilungen leisteten 2014 bei insgesamt 118 Einsätzen 1001 Arbeitsstunden. Fast die Hälfte der Einsätze waren Brände.

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Kreisbrandmeister Tilo Funk (von links), Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer und die neuen stellvertretenden Wehrführer von Warzenbach/Oberndorf Carsten Immel und Markus Dersch sowie der neue Wehrführer Hubert Dersch.

Quelle: Manfred Schubert

Todenhausen. Vor 90 Feuerwehrleuten, die an der gemeinsamen Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus teilnahmen, trug der im Vorjahr gewählte neue Stadtbrandinspektor Stefan Ronzheimer erstmals seinen Jahresbericht in dieser Funktion vor.

In dem ausführlich gestalteten Rückblick ging er zunächst auf Strukturveränderungen ein. Im Frühjahr 2014 hatten die Stadtteilfeuerwehren Mellnau, Oberrosphe und Unterrosphe die gemeinsame Feuerwehr Wetter Schutzbereich Ost gebildet.

Die Gliederung nach nun vier Schutzbereichen für Ausbildung und Einsätze habe sich bewährt und werde weiter ausgebaut. Bis auf Todenhausen, dessen Jugendliche in Niederwetter mit betreut werden, haben alle sieben Feuerwehren eine Jugendfeuerwehr.

Anfang 2014 wurde außerdem in Amönau die erste Kinderfeuerwehr der Stadt, die „Löschbären“, gegründet, die bereits elf Mitglieder hat. In den Jugendfeuerwehren stieg die Zahl der Mitglieder um fünf auf 60, in den Einsatzabteilungen stieg die tatsächliche Stärke, trotz Bereinigung um so genannte Karteileichen, die zu 21 Austritten beitrug, ungeachtet des zahlenmäßigen Rückgangs von 190 auf 178, dank 14 Eintritten. Darunter waren drei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr.

Zudem ist seit Mitte September Norbert Gäckler als hauptamtlicher Gerätewart der Feuerwehr Wetter mit einer halben Stelle beschäftigt, die andere halbe Stelle nimmt er bei den Stadtwerken Wetter wahr. Er soll vor allem Prüfungen und Wartungen vornehmen, um das ehrenamtliche Personal zu entlasten. Das Modell soll zunächst ein Jahr lang getestet werden.

2014 mussten die Einsatzkräfte zu 118 Einsätzen an 66 Einsatzstellen ausrücken und leisteten dabei 1001 Personenstunden. Darunter waren 50 Brände, 61 Hilfeleistungen, sechs Fehlalarme und ein Brandschutzdienst. Die mittlerweile regelmäßig vorkommenden Sturm-, Unwetter- und Hochwassereinsätze hätten die Feuerwehren auch wieder gefordert, insgesamt 17 waren es 2014.

Ronzheimer listete die bei Ausbildung, Übungen, Gerätewartung, Verwaltung, Lehrgängen und Jugendarbeit geleisteten Zeiten auf und kam auf über 14000 Stunden, die die Feuerwehrleute voriges Jahr für die Sicherheit ihrer Mitbürger ehrenamtlich arbeiteten.

Für dieses Jahr sei geplant, den fast 30 Jahre alten Kleinlastwagen der Feuerwehr Warzenbach/Oberndorf durch ein Mannschaftstransportfahrzeug mit Anhänger zu ersetzen. Die Kosten von etwa 40000 Euro werde die Stadt tragen müssen, da das Land die Anschaffung solcher Fahrzeuge nicht fördere.

Außerdem soll dieses Jahr der An- und Umbau des Feuerwehrhauses Amönau erfolgen, um die gestiegenen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Dank eingeplanter hoher Eigenleistungen sollen die Kosten bei 40000 Euro liegen.

In diesem Jahr soll auch das neue Tanklöschfahrzeug für Wetter-Mitte ausgeschrieben werden. Das voraussichtlich 350000 Euro teure Fahrzeug soll frühestens im Winter 2016 kommen.

2016 sollen in Niederwetter Umkleide- und Nasszellen geschaffen werden, spätestens 2017 in Treisbach ebenfalls Nasszellen, die Sicherheitsabstände in der Fahrzeughalle vergrößert und das undichte Dach saniert werden.

Im Schutzbereich Ost erfüllten die drei alten Feuerwehrhäuser die Anforderungen nicht mehr. Im Bedarfs- und Entwicklungsplan, der derzeit fortschrieben werde und in der ersten Jahreshälfte dem Magistrat vorgelegt werden soll, sei ein Neubau in Oberrosphe 2019 bis 2020 vorgesehen. In Unterrosphe sei zunächst nach dem Auszug des Kindergartens dessen Raum von der Feuerwehr nutzbar.

Für Todenhausen sei aufgrund des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes vorerst keine Lösung in Sicht, schloss Ronzheimer seine Ausführungen zum Handlungsbedarf bei den Feuerwehrhäusern. Als sehr gut beurteilte er hingegen den Stand der Ausstattung.

von Manfred Schubert

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