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Guter Start ins Schülerleben beginnt in der Kita

"StaBil" in Wetter Guter Start ins Schülerleben beginnt in der Kita

Ganz gelassen wollenEltern, Erzieher und 38 Vorschulkinder der fünf Städtischen Kindertagesstätten in Wetter und Stadtteilen das letzte Kindergartenjahr angehen.

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Gezielt gefördert – für die Schule gerüstet: So sollen die aktuell 38 Jungen und Mädchen im letzten Kindergartenjahr in Wetter auf ihren Schulstart vorbereitet werden.

Quelle: Uwe Zucchi

Wetter. „Wir gehören jetzt zu den Großen.“ Glücklich darüber, das endlich geschafft zu haben, gepaart mit der Vorfreude auf die Schule, so starten die meisten Kinder in das letzte Kindergartenjahr. Doch je näher der Termin zur Einschulung rückt, schleichen sich, verknüpft mit den hohen Erwartungen und Herausforderungen sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern Ängste ein.

In Wetter gibt‘s ein Konzept für ein entspanntes letztes Kindergartenjahr. Der oftmals von allen Beteiligten gefürchtete Übergang von der Kita in die Grundschule wird nun von der Bildungspartnerschaft „StaBil“ (Starke Bildung), die sich bereits seit drei Jahren in Stadtallendorf erfolgreich etabliert hat, begleitet.

Birgit Opdenhövel, Teamleiterin der Kindertagesstättenbetreuung für „Frühe Hilfe und Elternbildung“ im Fachbereich Familie des Landkreises Marburg-Biedenkopf befürwortet und empfiehlt die Bildungspartnerschaft zwischen Eltern, Kindertagesstätte und Grundschule auch aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen des erfolgreichen Pilotprojektes in Stadtallendorf. Ebenso begeistert sind die Kindertagesstättenleiterin Doris Wabnegg und Erzieherinnen der Einrichtungen in Wetter, die hinsichtlich der Bildungspartnerschaft bereits eine erste Schulung absolviert haben.

Den Eltern der 38 Vorschulkinder wurde das Bildungsprogramm für Kinder im Vorschulalter von Lehrerin und Diplompädagogin Cornelia Henkel vom Bildungsinstitut Bernd Reith in Schwalmstadt vorgestellt. „StaBil“ verdeutlicht die Bedeutung und die Notwendigkeit der Lerninhalte für das Lesen, Schreiben und Rechnen eines Vorschulkindes im täglichen Leben, in der Familie ebenso wie in der Kindertagesstätte.

Auch die Eltern dürfen dazulernen

Alle Vorschulkinder sollen die bestmögliche, individuelle Förderung für eine positive Lernentwicklung im Vorfeld des Schulanfangs erlangen. Dazu gehören die Feststellung des Entwicklungs- und aktuellen Lernstands des einzelnen Kindes sowie Elternschule mit intensiver Elternarbeit, um die Mütter und Väter über die Lerninhalte zu informieren und zu beraten. Dazu gehört auch die Fortbildung der pädagogischen Fachkräfte, damit dieses die gleiche Sprache wie die Kinder sprechen, den Inhalt transparent machen können und um mögliche Schnittstellenproblematiken und Kompetenzen zu regeln.

Die individuelle Förderung des einzelnen Kindes soll mit passenden Lernmaterialien passieren - wie etwa mit „Koki“, einem speziell entwickelten Konzentrationskissen, das Kindern mit Konzentrationsschwäche helfen kann.

Zu „StaBil“ gehört auch ein Förderplans für jedes einzelne Kind, der die individuelle Lernentwicklung des Kindes dokumentiert und die Stärken und Schwächen aufzeigt.

Noch in dieser Woche werden die Erzieherinnen der Kindertagesstätten in Wetter an einer weiteren „StaBil“-Fortbildung mit Cornelia Henkel teilnehmen. An vier geplanten Elternabenden im kommenden Vorschuljahr wird sie gemeinsam mit den Erzieherinnen die Eltern über die Lerninhalte ihrer Kinder informieren und beraten.

Ziel sei es, beispielsweise auch gemeinsam mit den Eltern zu erarbeiten, welche Bedingungen das eigene Zuhause dem Kind bieten muss, um eine positive Lernentwicklung von der Kindertagesstätte bis zur Grundschule zu gewährleisten.

von Elvira Rübeling

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