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Gute Nachbarschaft beginnt mit Mosaik

Cölbe Gute Nachbarschaft beginnt mit Mosaik

Mit einer Projektarbeit von Schülerinnen und Schülern der Ergotherapie-Schule in Cölbe begann die geplante enge Zusammenarbeit zwischen der Kindertagesstätte und der Berufsschule.

Cölbe. Das handgemachte Wandmosaik mit dem Kindergarten-Logo schmückt nun den Eingangsbereich des Kindergartens. Die künftigen Ergotherapeuten setzten es aus tausenden Steinchen im Rahmen ihrer Ausbildung im Bereich „Arbeitstherapie“ zusammen, angeleitet von Ingrid Gömpel .

So konnten die Auszubildenden Lerninhalte erproben, Arbeitsschritte analysieren und auf ihre zukünftige Arbeit mit benachteiligten Menschen in Werkstätten übertragen. „Es lief nicht alles nach Plan, aber es ist toll, dass wir immer wieder Lösungen gefunden haben“, sagte die Arbeitstherapie-Lehrerin Ingrid Gömpel. „Das schöne Ergebnis sehen wir heute.“

Bürgermeister Volker Carle betonte, dass sich heute viele Menschen mit Alter, Tod und Gebrechen nicht mehr auseinandersetzen wollten. „Wir verstehen benachteiligte Menschen als Partner. Dazu gehört eine besondere Förderung, keine Bevormundung“, sagte Carle.

Kräftige Wurzeln bilden

Der Löwenzahn sei ein aussagekräftiges Symbol für den Kindergarten Cölbe, sagte der Bürgermeister weiter. „Die Pflanze verteilt sich, schlägt kräftige Wurzeln.“ Die Kinder und ihre Familien - im Cölber Kindergarten haben etwa 20 Prozent Migrationshintergrund - sollten hier Fuß fassen und ihre eigene Identität nicht verleugnen, wünschte sich Bürgermeister Carle. Kindergarten-Leiterin Erika Völker möchte Kinder fördern, die stark durchs Leben gehen und zu starken Erwachsenen heranwachsen. Dies könne man auch durch eine frühe Förderung erreichen, sagte sie weiter. Mit der Logopädin Katharina Mannheims und der Lerntherapeutin Irmgard Block sind bereits zwei Expertinnen im Haus, die Frühförderung anbieten.

Erika Völker und Ingrid Gömpel könnten sich auch eine ergotherapeutische Förderung im Kindergarten für entwicklungsverzögerte Kinder vorstellen. Der Grundstein für diese Zusammenarbeit ist nun gelegt.

von Anja Lagerwerf

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