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Gute Ideen der Bürger sind gefragter denn je

Innenstadt Wetter Gute Ideen der Bürger sind gefragter denn je

Eine attraktive Kernstadt durch nachhaltige Stadtentwicklung, das ist das Ziel des neuen Arbeitskreises „Wetter ist uns wichtig“, der möglichst viele Bürger aktiv einbinden will.

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Die Bürger an der Gestaltung einer attraktiven Stadt Wetter zu beteiligen, das ist das Ziel des Arbeitskreises „Wetter ist uns wichtig“. Im Bild zu sehen ist die Fuhrstraße, in der einige Geschäfte und Wohnhäuser leer stehen. Foto: Heiko Krause

Wetter. Am 18. April soll mit einer Auftaktveranstaltung ab 19 Uhr in der Stadthalle der Startschuss gegeben werden. „Ein volles Haus“ wünscht sich mit seinen Mitstreitern dann Harald Althaus, der die vorbereitenden Treffen des Arbeitskreises organisiert hat.

Wie er bei der letzten Sitzung berichtete, habe es im vergangenen November auf Initiative des Gewerbevereins ein Treffen zwischen Gewerbetreibenden, dem Magistrat und Vertretern der in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien gegeben.

Them sei die Situation des Gewerbes gewesen. Es sei augenscheinlich, dass es einen Geschäftsleerstand in der Innenstadt gebe. Allen Beteiligten sei in der Runde jedoch schnell klar geworden, dass für die zukünftige Entwicklung Wetters auch viele andere Faktoren berücksichtigt werden müssten. Und das ginge nur unter aktiver Bürgerbeteiligung. „Wir brauchen die Bürgerinnen und Bürger als Ideengeber und tatkräftige Unterstützer“, so Althaus.

Bei der Auftaktveranstaltung, zu der Arbeitskreis und Magistrat gemeinsam eingeladen haben, wird nach der Begrüßung durch Bürgermeister Kai-Uwe Spanka ein Vertreter der Universität Gießen noch einmal die Ergebnisse der im vergangenen Jahr vorgestellten Studie zur Stadtentwicklung referieren. Danach wird es eine moderierte Gesprächsrunde geben, in der die Bürger ihre Wünsche äußern sollten - wo sie Verbesserungsbedarf sehen oder auch was es zu erhalten gelte.

Althaus berichtete, es seien mehr als 100 Vereine angeschrieben worden, darüber hinaus habe man auch alle Ortsbeiräte eingeladen. Auch wenn es primär um die Kernstadt ginge, sollten die Stadtteile nicht außen vorgelassen werden. In Wetter werde die angestrebte umfassende Bürgerbeteiligung etwas Neues sein. Und das werde von der Politik auch unterstützt. Alle politische Gremien hätten ihre Unterstützung des Projekts zugesagt.

Frage: Welche Geschäfte lohnen sich im Stadtkern?

Die angesprochenen Themen sollten alles beinhalten, was ein lebenswertes Wetter ausmacht, hieß es bei den Arbeitskreismitgliedern. In Sachen Gewerbe könne beispielsweise überlegt werden, welche Fachgeschäfte sich in einer kleinen Stadt wie Wetter für Inhaber lohnen könnten. In Sachen leerstehender Häuser gelte es zu schauen, woran der Leerstand liege.

Grundsätzlich, so der Arbeitskreis, gehe es aber darum, positiv in die Zukunft zu schauen und nicht negativ auf das „Jetzt“. Weitere Felder, die beachtet werden müssten, seien eine touristische Aufwertung der Stadt, Verbesserungen in Gastronomie oder Stadtbild. Die Attraktivität der Kernstadt müsse erhöht werden. Jetzt, wo die Altstadtsanierung abgeschlossen sei, müsse über weitere Fördermöglichkeiten nachgedacht werden, wurde in der Sitzung betont.

Über alles sollten sich die Menschen Gedanken machen. „Denn innovative Ideen kommen selten von Fachleuten“, hieß es. Ziel müsse es sein, sinnvolle und nachhaltige Wege zu suchen.

Am Ende der Veranstaltung am 18. April sollen Arbeitsgruppen gebildet werden, die die Ideen weiterentwickeln und im November Ergebnisse präsentieren, so Althaus. Denn dann könnten auch noch entsprechende Mittel in den städtischen Haushalt für 2014 eingestellt werden. Ideal wäre es, wünscht sich Althaus, wenn dann schon oder auch später, „ein Leitbild für die Stadt Wetter“ entstanden ist.

Eine dauerhafte Bürgerbeteiligung an der Stadtentwicklung werde angestrebt und daher müsse den Menschen vermittelt werden, dass sie dadurch die Chance auf „Teilhabe an der Gestaltung ihres Lebensraumes“ hätten, wie im Arbeitskreis hervorgehoben wurde. Denn es sei ein Bürgerrecht, das möglichst viele Menschen auch in Anspruch nehmen sollten.

von Heiko Krause

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