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Grüne fordern Ausschreibung für Biogasanlage

Stadtparlament Wetter Grüne fordern Ausschreibung für Biogasanlage

Vor der Sommerpause ging es noch einmal richtig rund im Stadtparlament Wetter: Es wurden Vorwürfe erhoben und heftig debattiert, so, dass die zeitweise zahlreicher als die Stadtverordneten erschienenen Gäste ihre Freude daran hatten.

Unterrosphe. Es war zwar nicht unbedingt ein Mittsommernachtstraum, was einen Tag vor Sommerbeginn im Bürgerhaus von der Stadtverordnetenversammlung geboten wurde, hatte aber doch Unterhaltungswert und etwas von einer Komödie.

Einige Male lachten die 28 Zuhörer herzhaft. Die Hälfte von ihnen wartete auf die als letzten Tagesordnungspunkt angesetzte Verabschiedung als ehemalige Amts- und Mandatsträger. Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Eife war bemüht, Ruhe und Disziplin in die Sitzung zu bringen, was ihm schließlich sogar Zweifel der Linken einbrachte, ob seine Entscheidungen demokratisch legitimiert seien.

Ein Änderungsantrag der Grünen zur Übernahme des Nahwärmenetzes Wetter durch die Stadt und den Betrieb in Eigenregie, brachte Stimmung in den Saal. Klaus Gerber, der den Antrag einbrachte, hatte bereits in der Bauausschusssitzung die Festlegung auf den Sterzhäuser Biogasanlagenbetreiber Bernd Geißel als Betreiber des Blockheizkraftwerkes moniert.

Er beklagte, dass andere mögliche Kooperationspartner, wie beispielsweise die Stadtwerke Marburg, nicht in Betracht gezogen wurden. Damals hatte er sich bei der Beschlussempfehlung der Stimme enthalten. Nun beantragten die Grünen, man möge verschiedene Betreibermodelle erarbeiten.

Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (parteilos) beschrieb die Kostenvorteile der Übernahme des Netzes durch die Stadt, allein beim Hallenbad könne die Stadt voraussichtlich 40.000 Euro pro Jahr sparen, und verwies auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie.

Es sei eine glückliche Fügung, den Anlagenbetreiber in Sterzhausen zu haben, der bereit sei, Biogas, Strom und Abwärme an die Stadt abzugeben. Damit könne die Anlage zu 76 Prozent ausgelastet werden, das lasse eigentlich keinen anderen Schluss zu, als mit Geißel zusammenzuarbeiten und diese Chance zu nutzen.

von Manfred Schubert

Mehr lesen Sie am Samstag in der Printausgabe der OP.

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