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Grenzgang-Geschichte wird lebendig

Festschrift Grenzgang-Geschichte wird lebendig

Der Festschriftausschuss des Grenzgangvereins stellt seine neue, bebilderte und 175 Seiten starke Festschrift zum Grenzgangfest 2016 vor.

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Karl-Heinz Görmar (Dritter von links) überreicht Rolf Bickhard (links) die Festschrift im Beisein von Heike Schmidt (von links), Gisela Görmar, Johannes Katzer und Ausschussvorsitzendem Heiko Schmidt. Auf dem Foto fehlt Dr. Joachim Hengstel.

Quelle: Heiko Friedrich

Goßfelden. Goßfelden zählt zu den wenigen Orten im Landkreis Marburg-Biedenkopf, in denen die Tradition des Grenzgangs aufrechterhalten und gepflegt wird. So freut sich der Vorsitzende des Vereins, Rolf Bickhard, dass dieser Brauch nun schon seit über 500 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Da Goßfelden zum Deutschen Orden gehörte, war es in der früheren Zeit wegen vorzubeugender Grenzstreitigkeiten mit den hessischen Nachbargemeinden notwendig, allen Einwohnern regelmäßig den Grenzverlauf zu zeigen. Später ist daraus ein alle sieben Jahre wiederkehrendes historisches Heimatfest geworden.

Oberhessische Presse als Quelle

In der Festschrift zum diesjährigen Grenzgangfest wird auf 175 Seiten ein Rückblick auf alle Feste seit 1953 gebracht, außerdem zwei persönliche Erinnerungen an das Grenzgangfest 1927. Dazu haben die Ausschussmitglieder in der Universitätsbibliothek Marburg die Tageszeitungen der Oberhessischen Presse der Grenzgangjahre 1953, 1960 und 1967 in den entsprechenden Monaten durchgesehen, weil es in diesen Jahren noch keinen Verein gab, der die Unterlagen archivierte.

Vor dem Grenzgang 1974 zeichnete sich schon ab, dass wegen der Gebietsreform, bei der Goßfelden zum 1. Januar 1971 mit Sarnau gemeinsam die Großgemeinde Lahnfels bildete, und dann ab dem 1. Juli 1974 zu Lahntal gehörte, ein Verein gegründet werden musste, der dieses ehemals von der selbstständigen Gemeinde Goßfelden organisierte Traditionsfest künftig ausrichtet. Ab 1974 wurden dann auch die Zeitungsartikel archiviert, auf die der Ausschuss zugreifen konnte.

Erinnerungen bis ins Jahr 1927

Insbesondere aus diesen Unterlagen, die zum Teil ergänzt und zusammengefasst wurden, ist die Festschrift zu den einzelnen Grenzgangfesten entstanden. Außerdem gibt es Rückblicke zu dem Dorfgeschehen aus den Festschriften der vorangegangenen Feste und zu weiteren Veranstaltungen des Vereins, Gedichte, die einen Bezug zu Goßfelden und dem Grenzgang haben und sogar ein „Grenzgangsgeplauder“ in Goßfelder Platt.

Dankbar ist der Grenzgangverein auch dafür, dass es von den Festen 1953, 1960 und 1967 eine größere Anzahl Fotos gibt. Die meisten davon stammen von dem damaligen Goßfeldener Lehrer Konrad Tönges, der auch die folgenden Grenzgangfeste im Bild festgehalten hat. Die abgedruckten Aufnahmen der Grenzgangfeste 1974, 1981 und 1988 stammen größtenteils von Karl-Heinz Görmar, die aktuellen Bilder größtenteils von dem Pressewart des Vereins
Heiko Friedrich.

Alle diese Fotos lassen nicht nur Erinnerungen an die alten Ortsansichten Goßfeldens aufkommen, sie zeigen auch auf, mit welchen zum Teil recht einfachen Mitteln zu Beginn der 1950er-Jahre die Festveranstaltungen durchgeführt wurden. So ist diese Festschrift durch die über 280 enthaltenen Fotos auch eine Erinnerung an die Menschen, die mitgewirkt und sich beteiligt haben. Neben der vergangenen Geschichte werden auch die Grenzläufer und die Ausschüsse des aktuellen Grenzgangfestes vorgestellt.

  • Die Festschrift mit dem Titel „Von Grenzgang zu Grenzgang“ ist neben dem Vorverkauf auch bei der Lahnfels-Apotheke, Edeka Noé, der Sparkassenfiliale in Goßfelden und an den Abendkassen erhältlich.
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