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Über 4.000 Menschen laufen Grenze ab

Grenzegang Wetter Über 4.000 Menschen laufen Grenze ab

In Wetter war heute schon am frühen Freitagmorgen alles auf den Beinen. Kurz vor 6 Uhr kündeten am Marktplatz laute Böllerschüsse vom Beginn des Grenzegangs - und schon schoben sich die Menschen durch die Gassen der kleinen Altstadt bis an den Ortsrand und schließlich ins Feld hinaus.

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Volle Gassen beim Grenzegang in Wetter.

Quelle: Thorsten Richter

Wetter. Die Schlange der Grenzegänger war so lang, dass man sie kaum überschauen konnte - geschätzt waren rund 4000 unterwegs. "Da kann man als Bürgermeister nur stolz sein", freute sich Kai-Uwe Spanke und verpasste dem ältesten Schüler von Wetter, Fabian Metzger, die berühmte Grenzegangs-Ohrfeige - allerdings nur angedeutet. So verlangt es die Tradition, damit die Schüler sich merken mögen, wo die Grenze entlang verläuft. Fabian Metzger wirkte, als sei er ganz unverhofft zu dieser Ehre gekommen. "Naja, ich bin zum ersten Mal mit dabei und für mich ist das alles neu", sagte er schmunzelnd. 

Grenzegang Wetter. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Mit dem ebenfalls traditionsreichen "Hubchen" (Hochheben) über dem Grenzstein ging es weiter. Die Grenzegangläufer Jens Jesberg, Andreas Schmach und Holger Damm hatten, angefangen mit dem Bürgermeister, bei der langen Reihe von Ehrengästen und Amtsträgern alle Hände voll zu tun, hoben auch die schwereren Kandidaten scheinbar mühlos an und ließen sie hochleben. Jesberg verriet, dass er ein Jahr lang für den Einsatz trainiert habe. "Ich habe dabei mehr als 20 Kilo Körperfett verloren", erzählte er über sein Kraft- und Ausbauertraining als Grenzegang-Vorbereitung.






 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Durch Feld und steile Waldabschnitte im Gebiet Wollenberg ging es ab dem Grenzstein Amönau weiter bis zum Frühstücksplatz nahe der langen Bank, wo bei Blasmusik, kühlen Getränken und Bratwurst eine längere Pause angesagt war. Demnächst setzten die Grenzeläufer ihre Route dann über den Nachmittag hinweg fort. Es gilt nach der morgendlichen Etappe von rund acht Kilometern Länge nochmals rund fünf bis sechs Kilometer zu bewältigen. 

von Carina Becker

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