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Gottesdienst mit Josef-Musical

"Bibel bewegt" Gottesdienst mit Josef-Musical

Im Reformationsjahr finden im Kirchenkreis Kirchhain viele Veranstaltungen unter dem Motto „Bibel bewegt“ statt. Den Auftakt der Reihe machte ein musikalischer Gottesdienst in Wetter.

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Unter der Leitung von Bezirkskantorin Christiane Kessler sangen der Jugendprojekt-Chor Wetter und die „Schönen Töne“ aus Cölbe Stücke aus dem Musical „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“.

Quelle: Freya Altmüller

Wetter. „Josef gelang alles, was er wollte, weil Gott mit ihm war“, erklärte Pfarrer Dr. Matthias Franz in der Stiftskirche in Wetter. „Alles entsprach von Anfang an Gottes gutem Plan.“ Im Auftakt-Gottesdienst zur neuen Reihe „Bibel bewegt“ machten Pfarrer Franz und zwei Chöre die alttestamentliche Josef-Geschichte zum Thema.

Hermann Köhler, Dekan des Kirchenkreises Kirchhain, der für das Projekt verantwortlich ist, erklärte, es solle sich über das gesamte Reformationsjahr erstrecken. Der Titel sei im doppelten Wortsinn zu verstehen: „Wir wollen uns von der Bibel bewegen lassen, und es wird einen Bibelweg durch den Kirchenkreis hindurch geben, der heute beginnt.“ Von Münchhausen bis Neustadt sollen die Veranstaltungen stattfinden, die letzte am 31. Oktober 2017 in der Stadtkirche Kirchhain. Als Nächstes ist die Aufführung des Theaterstücks „Der gestohlene Kirchenschlüssel“ in Münchhausen geplant. Jede der 29 Veranstaltungen während des Reformationsjahres hat ein biblisches Motto.

Für den Auftakt in Wetter hat sich ein Projekt-Chor aus zehn Jugendlichen zusammengefunden. Unter der Leitung von Christiane Kessler, Bezirkskantorin und verantwortlich für den Chor „Schöne Töne“ aus Cölbe, probten die Wetteraner zusammen mit den Sängern aus der Nachbargemeinde. „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“, ein Musical von Andrew Lloyd Webber, mit Texten von Tim Rice, übten die Sänger mehrere Monate lang ein. Im Gottesdienst sangen sie ein Medley aus sieben verschiedenen Stücken, die fließend ineinander übergingen. Begleitet wurden sie am Keyboard vom Kirchenmusiker Peter Groß, am Bass von Matthias Schönberger und am Schlagzeug von Martin Kaiser.

Sklave steigt zum Ratgeber des Pharao auf

Die englischsprachigen Stücke erzählen von Josef als einem von zwölf Söhnen des Jakob in Israel. Josef ist ihm der liebste, deshalb schenkt er ihm einen Mantel mit Goldfäden. Der Neid seiner Brüder ist so groß, dass sie Josef in die Sklaverei nach Ägypten verkaufen und erzählen, ein wildes Tier habe ihn getötet. Josef landet im Gefängnis. Er kommt frei, als es ihm gelingt, die Träume des Pharao von den sieben fetten und mageren Jahren zu deuten. Der ernennt ihn zum Wirtschaftsminister, und es gelingt ihm, eine Hungersnot zu verhindern. In den mageren Jahren kommen seine Brüder nach Ägypten, um Getreide zu kaufen. Er versucht, sich an ihnen zu rächen, indem er seinen jüngsten Bruder Benjamin als Dieb beschuldigt. Am Ende jedoch versöhnen sie sich.

„Eine katastrophale Familiensituation“, sagte Pfarrer Franz in der Predigt. Und dennoch gelte: „Wo Gott die Hand im Spiel hat, kann nichts völlig schiefgehen.“ Die Josef-Geschichte lehre Geduld. „Manchmal müssen Menschen jahrelang Konflikte aushalten, aber wir wissen, dass Gott sie am Ende beschenkt.“

von Freya Altmüller

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