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Geteilte Meinungen zur Zukunft

Münchhausen Geteilte Meinungen zur Zukunft

Ob Bauland oder Straßenreinigung, Vereinsgründung oder Schließung des Kulturhauses, ob Gebäudeleerstand oder Willkommenskultur für Flüchtlinge - zu diskutieren gab es einiges im Bürgerhaus Münchhausen.

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Der Erste Beigeordnete Willi Parr (im Hintergrund von links), Bürgermeister Peter Funk und Ortsvorsteher Bodo Molodych diskutierten mit Münchhausens Bürgerinnen und Bürgern. Foto: Sarah Stolle

Münchhausen. Die meisten der rund 70 Teilnehmer scheuten sich nicht, ihre Meinung zu vertreten. Denn auf Einladung des Ortsbeirats war jeder gefragt, seine Ideen für Verbesserungen in Münchhausen vorzutragen.

Dass es geteilte Meinungen zu markanten Themen gibt, wurde schnell deutlich. So war beispielweise nicht jeder der Meinung, dass der Grundstückspreis von 60 Euro pro Quadratmeter in Münchhausen noch gerechtfertigt ist. Dies sei nicht zuletzt auf die sich verschlechternde Infrastruktur zurückzuführen, hieß es in der Kritik von Seiten einiger Bürger.

Münchhausens Bürgermeister Peter Funk versicherte, dass alle Möglichkeiten auch in Erwägung gezogen würden. „Derzeit laufen Gespräche zu einer möglichen Übernahme des Edeka-Marktes. Weder die Vermieterin noch wir von der Gemeinde wollen, dass der Markt zum Ende des Jahres schließt“, so Funk.

Gleichzeitig hieß es von einem der anwesenden Bürger: „Jeder beschwert sich immer nur. Letztendlich liegt es aber an uns allen selber, ob ein solcher Markt von den Betreibern unterhalten werden kann oder schließen muss. Wir müssen dort auch einkaufen und schließlich zu schätzen wissen, dass wir noch ein Geschäft im Dorf haben. Was nützt es, wenn trotzdem alle woanders Einkaufen fahren?“

Zur Vermarktung von leerstehenden Gebäuden und freien Grundstücken kam die Idee zu einem neuen gemeinsamen Internetauftritt auf der Homepage der Gemeinde. „Als wir unser Haus gesucht haben, haben wir, wie es heute üblich ist, ein gängiges Immobilienportal im Internet dafür gewählt“, entgegnete ein Neubürger dieser Idee. „Das hat gut funktioniert.“

Kulturverein im Gespräch

Für Diskussionen sorgte auf der einen Seite die mögliche Schließung des Jugend-, Vereins- und Kulturhauses, um die Unterhaltungskosten einzusparen, und zum anderen die Idee zur Neugründung eines Kulturvereins, der das Dach der Vereine Münchhausens bilden soll. Mehr Anklang fand schließlich die Gründung eines Vereins, um die Zusammenarbeit der Vereine zu intensivieren. Hier müsse man zugleich aber eine Lösung finden, wie man die Kosten für das Kulturhaus künftig tragen könne.

Zur Willkommenskultur für Flüchtlinge hieß es von Pfarrer Friedhelm Wagner: „Ich wünsche mir, dass die Flüchtlingsfamilien besser integriert werden. In Niederasphe klappt es ganz wunderbar. Dort findet beispielsweise ein Nachbarschaftscafé statt oder die Nachbarn helfen den Familien mit Fahrdiensten aus, um beispielsweise den wöchentlichen Einkauf tätigen zu können.“

Letzter Punkt auf der Tagesordnung war die anstehende Kommunalwahl. „Es werden noch Leute gesucht, die sich für die Wahl zur Gemeindevertretung aufstellen lassen“, sagte Ortsvorsteher Bodo Molodych. „Wer Interesse hat, sollte an einer öffentlichen Sitzung teilnehmen und sich alles einmal anhören. Gerade, wenn es um die Erhaltung des Kulturhauses geht, sind Stimmen aus dem Ortsteil Münchhausen unabdingbar“, betonte Molodych.

von Sarah Stolle

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