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Gestaltung des Friedhofs steht im Fokus

Ortsbeirat Niederasphe Gestaltung des Friedhofs steht im Fokus

Gefährliche Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkriegs, die Friedhofsgestaltung und der angekündigte Abbau des Geldautomaten beschäftigten den Ortsbeirat.

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Während der Friedhofsbesichtigung misst Ortsvorsteher Roland Wehner (links) aus, wie viele Grabreihen in das neu zu belegende Feld passen werden. Im Hintergrund links stehen die Tannen, die entfernt werden sollen.

Quelle: Manfred Schubert

Niederasphe. Kürzlich berichtete die OP über die Sperrung von Waldflächen für die Öffentlichkeit zwischen Cölbe und Lahntal, wo Blindgänger und Munitionsreste vermutet werden. Das gleiche Problem stellt sich auch in Niederasphe und war Thema bei der jüngsten Zusammenkunft des Ortsbeirates, die mit elf Teilnehmern auf dem Friedhof stattfand.

Ortsvorsteher Roland Wehner berichtete, er werde immer wieder gefragt, warum man den Graben in einem Bereich Richtung Amönau nicht frei mache. Dies gehe nicht, weil dort noch Reste von Kampfmitteln liegen könnten. Eine Karte des beim Regierungspräsidium Darmstadt angesiedelten Kampfmittelräumdienstes markiert einen Bereich mit einem Radius von 500 Metern in der Aue an der Asphe unterhalb des Klärwerks als gefährdeten, da ungeräumten Bereich.

Nach dem Weltkriegsende war bei Niederasphe Munition der Wehrmacht und der Alliierten gesprengt worden, aber einiges sei liegen geblieben. In den 1980er Jahren habe der Kampfmittelräumdienst einige Bereiche gesäubert, aber eben nicht alle. Der Gemeindevorstand soll sich nun erkundigen, ob eine weitere Räumung möglich sei, ohne dass die Besitzer dafür aufkommen müssten.

Große Nadelbäume beschatten Gräber

Weiter ging es um die Gestaltung des Friedhofes. Vor Ort beschloss der Ortsbeirat einstimmig, dass die mittlerweile viel zu groß gewordenen Nadelbäume im vorderen wie hinteren Bereich entfernt werden sollen. Zum einen beschatten sie die Gräber so sehr, dass im Frühjahr dort noch Schnee und Eis läge, während andere schon Blumen pflanzen könnten, zum anderen bedecken sie die Gräber mit ihren Nadeln.

An der Mauer zur Straße hin könnte stattdessen eine Hainbuchenhecke angelegt werden, regte Bauamtsleiter Holger Siemon an. Zudem maß der Ortsvorsteher aus, wie viele Grabreihen in das neu zu belegende Feld passen werden. Die Gestaltung mit den Sandsteinplatten soll laut Beschluss beibehalten werden.

Auf der Tagesordnung stand noch ein weiteres Thema, das die Gemüter in Niederasphe bewegt. Die Volksbank Mittelhessen hat den Standort in der Raiffeisenstraße zum Jahresende gekündigt. Da es sich betriebswirtschaftlich nicht mehr rechne, den Geldautomaten dort weiter zu betreiben, soll er abgebaut werden. Der nächste steht in Münchhausen. Diesen Serviceabbau kann der Ortsbeirat nicht nachvollziehen.

„Wir haben noch Infrastruktur im Dorf, diese sollte der Automat unterstützen. Die jungen Discogänger und viele Bewohner aus den Nachbarorten kommen zum Abheben. An dem Automat herrscht eigentlich immer Betrieb“, meinte Wehner und andere stimmten zu. Man kam überein, Unterschriften gegen den Abbau des Automaten zu sammeln.

von Manfred Schubert

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