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Gemeinde setzt Baulandpreise fest

Parlament Münchhausen Gemeinde setzt Baulandpreise fest

Das Gemeindeparlament hat beschlossen, das Baugebiet „Stegebinne“ in Münchhausen schnellstmöglich von der Landgesellschaft Hessen zurückzukaufen - sonst drohe ein weiterer Anstieg der Grundstückspreise.

Münchhausen. Die Sitzung der Gemeindevertretung begann mit Glückwünschen für den bisherigen Münchhäuser Hauptamtsleiter Michael Emmerich, der zum Bürgermeister von Rauschenberg gewählt worden ist. „Wir waren immer ein gutes Team hier vorne“, sagte die stellvertretende Parlamentsvorsitzende Karin Lölkes (CDU), die die Sitzung leitete. „Unser aller Wohlwollen begleitet dich.“

Mit Blumen und Geschenken gratulierten auch Rainer Ulbrich von der UGL und Hans-Martin Seipp für die SPD dem CDU-Kandidaten, der im April 2013 sein Amt in Rauschenberg antreten wird.

Einstimmig wählte die Gemeindevertretung Ursula Parr aus Münchhausen als stellvertretende Schiedsperson für den Schiedsamtsbezirk Münchhausen.

Über den Bau einer zweiten Fallleitung vom Wasserhochbehälter Münchhausen zur Ortslage wurde im Parlament nicht mehr diskutiert. Mehrere Sitzungen im Vorfeld mit Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und dem beauftragten Planer hatten ergeben, dass für den Brandschutz und in Notfällen eine zweite Leitung unerlässlich ist. Bürgermeister Peter Funk (parteilos) erklärte, dass die Investitionskosten von rund 1,2 Millionen Euro über die Gebühren refinanziert werden könnten, ohne dass eine Gebührenerhöhung notwendig werde. Die Gemeindevertreter stimmten der bereits im Haushalt 2012 eingeplanten Investition einstimmig zu.

Wie bereits der Haupt- und Finanzausschuss sprachen sich die Gemeindevertreter hinsichtlich des Baugebiets „Stegebinne“ in Münchhausen einstimmig für den vollständigen Rückkauf zum schnellstmöglichen Zeitpunkt aus. Die Gemeinde wird es von der Hessischen Landgesellschaft (HLG)zurückkaufen. Das Baugebiet mit 20 Bauplätzen, von denen bisher fünf erschlossen sind und noch kein einziger verkauft ist wird von der HLG zu einem Preis von 98,77 Euro pro Quadratmeter angeboten.

Schon in den vorbereitenden Sitzungen waren sich die Gemeindevertreter einig, dass dieser Preis auch im Vergleich mit den Nachbarkommunen zu hoch sei. Zudem sind in dem seit mehr als zehn Jahre laufenden Vertrag mit der HLG neben den Grundstücks- und Erschließungskosten von 318 750 Euro bereits 73000 Euro Zinsen zu einem Satz von 3,7 Prozent angefallen, weitere 60000 Euro würden in der verbleibenden Laufzeit bis 2014 zusammenkommen - plus eine HLG-Gebühr von 7,5 Prozent des Gesamtwertes und Vertragsnebenkosten von 6,5 Prozent. Um diese Preisspirale zu stoppen und angesichts der Tatsache, dass der Gemeinde ein Kredit in Höhe der aktuellen Kaufsumme auf zehn Jahre zu 1,67 Prozent Zinsen angeboten wurde, gab es keine Gegenstimme gegen den sofortigen Rückkauf.

Die Verkaufspreise für die voll erschlossenen Grundstücke in Münchhausen wurden auf 75 Euro festgesetzt, für das gemeindeeigene Baugebiet in Wollmar auf 55 Euro. 1,50 Euro Nachlass pro Quadratmeter und Kind, maximal 6000 Euro, soll es für junge Familien geben - die CDU stimmte dagegen. Einig war man sich wieder bei der Erstellung eines Vermarktungskonzeptes bis zur ersten Parlamentssitzung 2013.

Der Schulentwicklungsplan des Landkreises bringt keine Veränderungen in Münchhausen und wurde deshalb ohne Aussprache zur Kenntnis genommen.

von Martina Koelschtzky

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