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Gemeinde Cölbe will sich herausputzen

Leuchtturmprojekt B-3-Kreisel Gemeinde Cölbe will sich herausputzen

„Mensch, wie ungepflegt sieht es denn hier aus?“ - Ein Satz, der in Cölbe nicht mehr vorkommen soll. Die Gemeinde will in Vorleistung gehen und mit Bürgern Verschönerungsprojekte anstoßen.

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Bürgermeister Volker Carle (von links), Martina Meß vom Bauamt der Gemeinde, sowie die Ortsvorsteher Johannes Weber und Jörg Block freuen sich, dass die Gemeinde ihre Flächen in den Orten verschönern möchte. Die Gestaltung der B-3-Kreisel soll als Leuchtturm-Projekt dienen.

Quelle: Götz Schaub

Cölbe. Die meisten Kreisel im Landkreis Marburg-Biedenkopf sehen alles andere als attraktiv aus. „Da sind wir aus dem Ausland ganz anderes gewohnt. Etwa bei der Übertragung der Tour de France waren immer wieder schön gestaltete Kreisel zu sehen“, sagt Cölbes Bürgermeister Volker Carle.

Deshalb will er nun die beiden B-3-Kreisel im Gemeindegebiet aufpeppen. „Machen wir uns nichts vor, die Kreisel sind auch ein Aushängeschild der Gemeinde Cölbe“, sagt Carle. Und es soll den zahlreich passierenden Auto- und Lastwagenfahrern visuell gezeigt werden, dass Cölbe eine schöne Gemeinde ist. Dabei stellt besonders der Kreisel am Chausseehaus eine Herausforderung dar, denn der Erdhügel im Mittelpunkt ist im Mai vergangenen Jahres geteilt worden, damit ihn auch Schwertransporter mit Überlänge nehmen können. Um nun eine Verschönerung dieses Kreisels voranzutreiben, will die Gemeinde Gespräche mit HessenMobil aufnehmen und Lösungsmöglichkeiten diskutieren.

Pflegeleichte Lösungen gesucht

„Wenn es zu Änderungen kommt, wird sicher die Gemeinde in der Pflicht sein, die Pflege zu garantieren“, sagt Carle. Deshalb hätte er gerne Vorschläge aus der Bürgerschaft. Es geht auch darum, Konzepte aufzustellen, die einen überschaubaren Pflegeaufwand nach sich ziehen. Darüber hinaus möchte er, dass in den Orten die öffentlichen Flächen derart gepflegt werden, dass sie einen Wiedererkennungswert haben. „Meinetwegen können wir auf öffentlichen Grünflächen Wildblumen einsäen. Wenn wir uns auf eine Mischung einigen, wäre für jeden Betrachter gleich klar, dass sich hier die Gemeinde darstellt“, so Carle.

Schönstadts Ortsvorsteher Johannes Weber begrüßt den Vorstoß Carles, bevorzugt aber auch Lösungen, die nicht pflegeintensiv sind. Bürgelns Ortsvorsteher Jörg Block ist es wichtig, dass nicht nur die Kreisel bedacht werden. „Das, was im Ort geschieht, ist eigentlich wichtiger. Aber wenn die Kreisel als Startschuss verstanden werden sollen, brauchen wir aber auch ein Gesamtkonzept.“ Dem widerspricht Carle nicht, doch glaubt er, dass die Kreisel die Signalwirkung erzielen können, weil sie sicher von den meisten Bürgern der Gemeinde wahrgenommen werden. Neben Bürgern können sich auch heimische Firmen bei der Gestaltung der Kreiselflächen einbringen. Carle: „Das Thema interessiert unsere Bürger. Ich hatte nie mehr Bürgerkontakt als bei Fragen nach vernachlässigten Plätzen in den Orten. Wir wollen eine Gemeinde sein, die sich bewusst herausputzt.“

von Götz Schaub

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