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Gebündelte Kräfte durch Kooperation

Projekt-Genossenschaft Gebündelte Kräfte durch Kooperation

Sechs Bioenergie-Dörfer im Landkreis und das ­Nahwärmenetz der Stadtwerke Wetter haben sich im vergangenen Jahr zur „BioEnergieService Marburger Land eG“ zusammengeschlossen.

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Die neu gegründete Genossenschaft „BioEnergieService Marburger Land eG“ hat ihren Sitz im ­Rathaus in Wetter, Marktplatz 1.

Quelle: Archivfoto

Wetter. Bioenergie-Dörfer decken den lokalen Wärme­bedarf eines Dorfes über ein Nahwärmenetz und eine zentrale Wärmeversorgung. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf sind dies die sechs Dörfer Oberrosphe, Erfurtshausen, Fronhausen, Rauschenberg, Erksdorf und Mardorf.

Die benötigte Wärmeenergie kann dabei besonders günstig über eine Abwärme-Nutzung gewonnen werden – etwa durch das Blockheizkraftwerk einer bestehenden Biogas-Anlage oder Industrie-Anlagen mit überschüssiger Prozesswärme. In anderen Fällen wird die Wärme direkt über die Verbrennung von Holzhackschnitzeln, Holz-Pellets oder anderen biogenen Brennstoffen erzeugt. Bei den meisten Wärmenetzen gibt es zudem noch einen Spitzenlast- oder Notfall-Kessel, der oft über konventionelle Brennstoffe wie Öl oder Gas betrieben wird.

Bioenergie-Dörfer im Marburger Land

Das erste Ziel der in 2015 gegründeten Genossenschaft war, den gemeinsamen Einkauf von Brennstoffen und anderen Verbrauchsgütern zu organisieren und zu optimieren. Dies sei im ersten Geschäftsjahr gelungen. Die verschiedenen Anlieferarten entsprechend Mitgliederwunsch und Abladestelle wurden erfüllt und es gab keine Lieferabrisse oder Engpässe in der Heizperiode. Zudem konnten durch größere Abnahmekontingente die Einstandspreise optimiert und abgestimmte Qualitätstandards eingeführt werden.

In diesem Jahr soll eine Qualitätskontrolle für Holzhackschnitzel aufgebaut werden. Weiteres Potenzial bestehen in der gemeinsamen Ascheentsorgung, Rahmenverträgen mit Tiefbauern für Neuanschlüsse, mit Leitungsbauern, mit Verleihfirma von Hotmobilen oder dem Verleih von Gerätschaften.

Potenzial und weitere Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2015 stellte die Generalversammlung der „BioEnergieService Marburger Land eG“ fest, dass der Start gut gelungen sei und daher auch Rückerstattungen an die Mitglieder für das abgelaufene Geschäftsjahr ausbezahlt werden könnten. Somit wurden neben kostengünstigeren Holzhackschnitzelpreisen auch die Beitragskosten eingespart.

Die Möglichkeit für weitere Mitglieder ist noch gegeben, zumal es im Kreis Marburg-Biedenkopf mit neun aktiven und sechs avisierten Bioenergie-Dörfern eine regionale Konzentration gibt. Hessenweit gibt es aktuell 25 Nahwärmenetze in der Rechtsform der Genossenschaft, welche sich in der Umsetzung oder bereits in Betrieb befinden.

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