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Gebäudekomplex ist einsturzgefährdet

Treisbach Gebäudekomplex ist einsturzgefährdet

Drei Gebäude in der Warzenbacher Straße dürfen bis auf Weiteres nicht mehr betreten werden. „Die öffentliche Sicherheit ist aber wieder hergestellt“, sagt Kreissprecher Markus Morr.

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Zum Glück gibt es in Wetter die Drehleiter. So konnten sich die Feuerwehrleute am Samstag selbst auf der sicheren Seite auch aus der Nähe ein Bild machen, wie stark die Häuser beschädigt wurden.

Quelle: Michael Hoffsteter

Treisbach. Am Samstag verselbstständigten sich Teile eines leer stehenden Hauses und beschädigten dabei die angrenzende, ebenfalls leer stehende Scheune. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die herbeigerufene Feuerwehr verschaffte sich aus der Vogelperspektive einen Überblick. „Das war die beste und sicherste zur Verfügung stehende Möglichkeit“, sagt Stadtbrandinspektor Klaus Prinz gegenüber der OP. Aufgrund der festgestellten Schäden entschied Prinz, dass Scheune und Wohnhaus aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden dürfen. „Wir haben dann die Bauaufsicht informiert und das technische Hilfswerk zur Fachberatung hinzugezogen. Auch haben wir HessenMobil wegen der Einengung der angrenzenden Fahrbahn involviert“, führt Prinz aus. Neben den beiden erwähnten Gebäuden wurde auch ein drittes dahinter liegendes Bauwerk aus Sicherheitsgründen als „nicht mehr zu betreten“ deklariert.

Jörg Linne war als Baufachberater vom Technischen Hilfswerk vor Ort: Er vermutet, dass in das unbewohnte Haus Wasser eingedrungen ist und im Laufe der Zeit die Balken zersetzt und damit die Statik beeinträchtigt hat. Näheres müssten weitere Untersuchungen ergeben. Zur Sicherheit sperrte er auch die benachbarte Scheune und ein weiteres Wirtschaftsgebäude neben dem Wohnhaus, das seiner Ansicht nach ebenfalls erhebliche Schäden aufweist.

Die Feuerwehr war insgesamt mit 41 Einsatzkräften aus Treisbach, Warzenbach, Oberndorf und Wetter-Mitte vor Ort.

Am Montag begutachteten Experten den Schaden und den Zustand der drei weiterhin gesperrten Gebäude. Das Vorkommnis vom Samstag hat praktisch erste Fakten geschaffen. „Nun kommt es darauf an, eine Lösung zu suchen, die auch den Besitzern weiterhilft“, sagt Markus Morr. Sprecher des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Die betroffenen Gebäude selbst stehen nicht unter Denkmalschutz, doch gehören sie zum Gesamtensemble des alten Dorfkerns, der gesondert unter Schutz steht.

von Götz Schaub

und Uwe Badouin

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