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Ganz in Schwarz und ohne Blumenstrauß

Metal-Hochzeit Ganz in Schwarz und ohne Blumenstrauß

Es kann keine gewöhnliche Hochzeit dabei herauskommen, wenn zwei „absolute Metal-Headz“, wie Timo und Bianca aus Wetter sich selbst nennen, heiraten.

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„Pommes-Gabel“ für die Liebe: Die zwei „Metal-Headz“ Bianca Astraschewsky und Timo Bamberger feierten ihre Hochzeit in schwarzem Brautkleid und Schottenrock.

Quelle: Suria Reiche

Wetter. Am Freitag feierten die Friseurin und der Automobil-Kaufmann also „die erste Metal-Hochzeit im ganzen Landkreis“. Die Braut in Schwarz, der Bräutigam im Rock …

Ein weißes Kleid, eine lange Schleppe, unzählige Blumen an den Bänken der Kirche. Das ist der Traum von der großen Hochzeit, wie ihn jedes kleine Mädchen träumt. Jedes Mädchen?

Nein, Bianca Astraschewskys Traum sah anders aus! Am Freitag hat ihn ihr der 32-jährige Timo Bamberger erfüllt, und so viel steht fest: Weiß war nichts bei dieser Traumhochzeit.

Angefangen hat die Geschichte von Bianca und Timo vor etwa sieben Jahren. Da liefen sich die beiden auf einem Heavy-Metal-Festival über den Weg. Zu dem Sound von Bands wie „Morbid Angel“ oder „Kataklysm“ lernten sie sich kennen und lieben. Sechs Jahre später machte ihr Timo einen Antrag.

Und hier geht die ungewöhnliche Liebesgeschichte der beiden weiter. Den Antrag gab es nämlich nicht in trauter Zweisamkeit, sondern im vollen Musikclub „Batschkapp“ in Frankfurt. Und zwar live auf der Bühne zu den Metal-Klängen der Band „Die Apokalyptischen Reiter“.

Wen wundert es da noch, dass die Hochzeit, die die beiden am Freitag feierten, keine vollkommen gewöhnliche wurde?

Vater der Braut findet‘s „super“

Statt weißem Kleid mit langer Schleppe trug die 26-jährige Braut schwarzen Satin, statt Liebesliedern gab’s mittelalterliche Klänge zu hören, und auch das Outfit des Bräutigams war alles andere als normal: Timo trug Schottenrock und Boots.

„So eine Hochzeit wie unsere hat es hier noch nicht gegeben“, ist sich Bräutigam Timo aus Wetter sicher. Aber anders hätte es sich der 32-Jährige auch gar nicht vorstellen können. „Wir sind beide absolute Metal-Headz, und genauso sollte unsere Hochzeit auch aussehen.“

Also wurde das Vino Nobile in Marbach, in dem die Hochzeitsfeier nach der Trauung im Standesamt Wetter gefeiert werden sollte, mit mittelalterlichen Lammfellen geschmückt, ein Alleinunterhalter im mittelalterlichen Look eingeladen und den 50 Gästen auf der schwarzen Einladungskarte mitgeteilt, dass sie in lockerer Kleidung erscheinen sollen.

„Dazu gibt’s gute Musik, geile Leute, Bier und Met … was will das Metal-Herz mehr?“, fragt Timo Bamberger.

Und was sagt der Brautvater zu der Braut in Schwarz? „Ich find’s super! Wir haben ja von Anfang an so etwas geahnt, und etwas anderes hätte ich meiner Tochter auch nicht zugetraut!“

von Suria Reiche

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