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Fußballer denken über Kunstrasen nach

Zukunftspläne Fußballer denken über Kunstrasen nach

Vorstandswahlen und künftige Projekte standen bei der Jahreshauptversammlung des FV Cölbe auf dem Programm. Nächstes Jahr soll das 90-jährige Bestehen gefeiert werden. Und 2018 geht der Verein womöglich der Bau eines Kunstrasenplatzes an.

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Zum neu gewählten Vorstand gehören der Vorsitzende Jürgen Prior (von links), Beisitzer Ralf Rößer, Spielausschuss-Obmann Christoph Löchel, Schriftführerin Inga Günther, Kassenwart Frank Noll, Jugendleiter Steffen Rödiger sowie die Beisitzer Norbert Krämer und Christoph Becker. Es fehlt die stellvertretende Vorsitzende Elke Linnenkohl.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Cölbe. Größtenteils für zwei Jahre wiedergewählt wurden die Vorstandsmitglieder des Fußballvereins 1927 Cölbe (FVC). Neu hinzu kam lediglich Steffen Rödiger, der den Posten des Jugendleiters übernahm. Der Vorsitzende des Fördervereins des FVC war nach zwölf Jahren als Kreisschiedsrichter-Obmann ausgeschieden und bot sich daher jetzt an, Jugendleiter zu werden.

Die 37 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim fassten zwei Beschlüsse. Der Vorstand schlug vor, nächstes Jahr zum 90-jährigen Bestehen kein Zeltfest zu veranstalten, weil solche erfahrungsgemäß nicht mehr so gut angenommen würden. Bei sechs Enthaltungen stimmten die Versammelten zu, der Förderverein soll nach Alternativen suchen und das Fest planen.

Kunstrasenplatz kostet mindestens 400.000 Euro

Einstimmig fiel der Beschluss, einen Antrag auf Erstellung einer Machbarkeitsstudie an die Gemeinde zu stellen. Geprüft werden soll, ob auf dem unteren Sportgelände ein Kunstrasenplatz realisiert werden kann, alternativ, falls dies nicht möglich ist, für das Gelände oben am Sportheim.

Christoph Becker hatte zuvor ausführliche Informationen zu dem Projekt, das man, sofern machbar, 2018 realisieren möchte, vorgestellt. Ein solcher Platz würde, je nach Lage, mindestens 400.000 Euro kosten.

Weiter müssten die Folgekosten, etwa 10.000 Euro für die Pflege pro Jahr sowie Abschreibungen, berücksichtigt werden. Angesichts dieser Kosten sei klar, dass der FVC das nicht selbst schultern könne, sondern der Platz in der Hand der Gemeinde liegen müsste. Er könnte dann von Vereinen aus der ganzen Gemeinde genutzt werden. Die Lebensdauer betrage, je nach Nutzung, 13 bis 17 Jahre.

Mit neuem Platz Gemeinde attraktiver machen

Argumente für den Kunstrasenplatz seien unter anderem eben die Nutzungsmöglichkeit durch alle Vereine, die sich dadurch sportlich entwickeln könnten. Ein solcher Platz ziehe Spieler an, Jugendturniere könnten darauf stattfinden, die Attraktivität der Gemeinde insgesamt würde gesteigert.

Bürgermeister Volker Carle habe sich bei einem Gesprächstermin gegenüber diesem Projekt offen gezeigt und sähe die Möglichkeit, dass ein Kunstrasenplatz zu einem Aushängeschild der Gemeinde werden könne.

In seinem Bericht wies der Vorsitzende Jürgen Prior auf die abnehmenden Mitgliederzahl hin. Aktuell sind es 391, 2012 seien es noch 508 gewesen. Stabil sei die Jugendabteilung mit mehr als 100 Jugendspielern.

Sportlich sieht es so aus, dass die zweite Mannschaft derzeit Tabellenführer der B-Liga Marburg/Biedenkopf II ist und auf den Aufstieg zielt. Die erste Mannschaft steht in der Kreisoberliga Gießen-Marburg Nord im Mittelfeld. Das Vereinsleben insgesamt sei rege, die Altherren-Mannschaft und -Vereinigung decke die mittlere und ältere Generation ab. Ziel für dieses Jahr sei es, den Umbau der Umkleidekabinen und Duschen im Vereinsheim abzuschließen.

 
Wahlen
Vorsitzender: Jürgen Prior, Stellvertreterin: Elke Linnenkohl; Kassierer: Frank Noll; Schriftführerin: Inga Günther; Jugendleiter: Steffen Rödiger; Spielausschuss-Obmann: Christoph Löchel; Beisitzer: Christoph Becker, Norbert Krämer und Ralf Rößer

von Manfred Schubert

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