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Freundin geschlagen und gewürgt

vgGericht verwarnt Freundin geschlagen und gewürgt

Obwohl er sie noch im vergangenen Jahr geschlagen und gewürgt hat, ist das damalige Opfer mittlerweile mit dem Täter verheiratet.

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Marburg. Weil er sich der Körperverletzung schuldig gemacht hat, sprach Richter Dirk-Uwe Schauß eine Verwarnung gegen einen mittlerweile 27-Jährigen aus.

Eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen über 30 Euro ist laut Schauß vorbehaltlich ausgesprochen und muss nicht gezahlt werden, wenn der Angeklagte innerhalb der Bewährungszeit von zwei Jahren nicht erneut auffällt. Das Gericht gab dem Familienvater außerdem die Weisung, binnen zwei Monaten gemeinsam mit seiner Ehefrau ein Beratungsgespräch bei Pro Familia oder einer vergleichbaren Beratungsstelle wahrzunehmen.

Angeklagt war der 27-Jährige wegen eines Vorfalls vom 17. April des vergangenen Jahres. Gegen 22.35 Uhr soll es in seiner damaligen Wohnung im Nordkreis zu einem Streit mit seiner Lebensgefährtin gekommen sein. Laut Anklageschrift schlug der gelernte Koch seiner Freundin mehrfach ins Gesicht und würgte sie. Gestand er zu Beginn der Verhandlung lediglich eine Teilschuld ein und bestritt die ihm zur Last gelegten Schläge, so brachte ihn die Aussage eines als Zeuge geladenen Polizeibeamten zum Umdenken und er legte ein Geständnis ab.

Seine glaubhaft dargelegte Reue und dass der Angeklagte bislang keine einschlägige Vorbestrafung vorzuweisen hatte, brachten das Gericht zur Überzeugung, dass eine Verwarnung in diesem Fall ausreicht. Die Tatsache, dass das damalige Pärchen mittlerweile als Eheleute auftrat, nahm das Gericht als Indiz dafür, dass die dama­ligen Probleme aus dem Weg geräumt sind und die Ehefrau keinerlei Interesse an einer Strafverfolgung hat.

von Sonja Achenbach

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