Zu Spitzenzeiten kann es in den Orten an der B 252 richtig „voll“ werden. Das Land forderte deshalb die Entlastung um durchfahrende Laster ab zwölf Tonnen. Archivfoto
Kassel. Eine Ortsumgehung keineswegs in Sichtweite, mussten die Anlieger der Bundesstraße 252 wie auch jene der B 3 gestern eine Entscheidung zur Kenntnis nehmen, die richtig weh tut. „Das habe ich befürchtet. Wir Anlieger der B 252 müssen immer zurückstecken“, sagte Todenhausens Ortsvorsteher Ralf Funk verbittert.
In der siebenstündigen Verhandlung vor dem 2. Senat des Hessichen Gerichtshofes in Kassel wurde gestern erörtert, ob und in welchem Umfang Lkw-Fahrer die Bundesstraße 252 nutzen, um der Mautpflicht auf den Autobahnstrecken zu entgehen. Nach Auffassung des Gerichts ist dabei nicht ausreichend dargelegt worden, dass es allein aus diesem Grund zu einer Zunahme des Schwerlastverkehrs auf dieser Strecke gekommen ist. Die vom Regierungspräsidium Kassel vorgelegten Zahlen seien überdies „sehr ungenau“ und „nicht aussagekräftig genug“.
Die vom Land Hessen mit der Umsetzung des Fahrverbots beauftragte Behörde verglich die Daten aus allgemeinen Verkehrszählungen der Jahre 2000 und 2005 miteinander und veranlasste eine Kennzeichen-Erfassung. Damit ließe sich ein „Mautausweichverkehr“ nicht ausreichend belegen, befand die mit drei hauptamtlichen und zwei ehrenamtlichen Richtern besetzte Kammer. Mit dem Urteil wies das Gericht die Berufung des Landes Hessen gegen eine im Mai 2008 gefällte Entscheidung des Kasseler Verwaltungsgerichts zurück. Eine Revision wurde ausgeschlossen.
von Thomas Kobbe und Götz Schaub
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Kommentare
Infrastruktur ICH – 03.03.10
Nachdem ich jetzt fas alle Kommentare gelesen habe,kann ich nur zu dem Entschluss kommen.Es ist alles wie ein Zahnrad -eins greift ins andere-Keine Infrastruktur keine Firmen-oder soll" mein Zulieferer seine 40 Tonner tragen" Es sollten hier die Kommunen und das Land in die Pflicht genommen werden. Natur und Tierschutz Ok -aber der Mensch hat immer noch Vorrang, und nicht irgend ein Schwanzlurch-der geht sowieso seinen eigenen Weg-Die Umgehungsstr. ist doch eine Lösung aber die hierfür Verantwortlichen, stecken lieber das Geld eine Banker in die Tasche...
Hinhaltetaktik nocheinervonderB252 – 28.11.09
...mittlerweile glaubt hier doch keiner mehr ernsthaft an "Feldlerche" oder "Feuersalamander". Zum Glück haben wir noch nichts vom "Kammmolch", wie an der A49, gehört. Phantombilder und Hinhaltetaktiken! Schützt denn keiner die Kanalratten im Dorf oder die Katzen, die täglich überfahren auf der Straße liegen oder nichtzuletzt die Kinder?An der Mosel werden Riesenbrücken gebaut, die keiner haben will, wo es wirklich schlagfertige Argumente aus allen Richtungen und Angst vor den Folgen des Baus gibt (Prestigeobjekt) und hier bei uns werden Phantome aufleben lassen um diesen Bau zu verzögern...
Naturschutzgebiet B 252 Zugezogener – 22.11.09
Lieber Anderer,http://atlas.umwelt.hessen.de/servlet/Frame/atlas/naturschutz/schutzgebiete/karten/schutzgeb/m_1_1_1.htm
Dieser Link ziegt die Naturschutzgebiete in Hessen in unserer Umgebung an. Ich sehe keine auf dem Gebiet der Westtrasse. Das die Feldlerche geschützt werden muss, finde ich gut und richtig. Aber ich habe Sie bei meinen Spaziergängen in der letzten Zeit leider nicht gesehen. Können sie mir hierbei helfen, ich bin gerne lernfähig. Ich bin kein Autofahrer der seit 4 Wochen im Stau steht.
Bitte klären Sie mich auf
MFG
Endstation Anderer – 21.11.09
Dann haben sie eben Pech gehabt! Wen interessiert denn das Naturschutzgebiet Burgwald! Die Anlieger in Todenhausen etc. klagen doch an: Um Vögel kümmert man sich aber nicht um uns. Ihr wollt doch das der Mensch über die Natur gesetzt wird. Also soll die Strasse auch in den tiefsten Burgwald gelegt werden. Da ist nämlich keiner betroffen. Wieso soll der Burgwald geschützt werden, wenn eine Westtrasse ebenfalls Biotope oder Arten die unter Naturschutz stehen zerstören würde? GLEICHES RECHT FÜR ALLE.Auch für B 252 Anlieger. Dann seid ihr halt die Angeschmierten, aber auf der einen Seite Naturschutz für den Burgwald proklamieren, und nicht akzeptieren wollen, das auf der anderen Seite auch Schutzansprüche gelten. Aber darüber werden sowieso Gerichte zu entscheiden haben.
Aber wie es hier schon von anderen gesagt wurde, sollte man mal überlegen, wo das Verkehrsproblem eigentlich herkommt.
Alternativen B 252 Zugezogener – 20.11.09
Lieber Anderer,nicht alle Tatsachen zu nennen fällt schwer. Die Westtrasse würde nicht, wie die B 252 direkt 1-15 m an Häusern vorbeiführen, sondern in 300 m Entfernung. Sicherlich ist es nicht schön, die Aussicht durch eine Straße verbaut zu bekommen. Dafür haben Sie mein Mitgefühl ;(
Auch eine Osttrasse ist schon lange keine Alternative mehr, da Sie sicherlich wissen, dass der Burgwald ein weiträumiges Naturschutzgebiet ist, wo keine Straßenführung möglich ist.
Also mangels anderer Alternativen ist die Westtrasse die einzige Möglichkeit.
MFG
Alternativen Anderer – 20.11.09
Wer denkt eigentlich an die Betroffenen, die dann mehr oder weniger die Westtrasse im Hintergarten haben werden?Warum wird eigentlich nicht die längst begrabene Osttrasse hervorgeholt?
Auch hier wird wohl von einigen selbsterkorenen "Burgwaldschützern" das Wohl der Natur, vornehmlich der Pflanzen in den Vordergrund gerückt. Ebenso kann man hier anklagen "Um den Burgwald kümmert man sich, aber nicht um uns Menschen". So kommen dann die Argumente zurück, gelle.
Da hat man sich über Jahrzehnte einiges auch selbst verbaut. Warum legt man die Trasse nicht einfach in den tiefsten Burgwald? Da stört sie doch wohl am wenigsten, wenn das Argument "Mensch vor Natur" als oberste Handlungsmaxime angesetzt wird.
Andreas aus Cölbe Ein Anwohner – 20.11.09
Lieber Andreas,ich bin sehr Froh das es noch Menschen gibt, die nicht von der Straße betroffen sind und uns trotzdem verstehen.
Lieben Dank für deine Einstellung.
Anwohner der B3 und B252 Andreas / Cölbe – 19.11.09
Hallo! Mir tun die Anwohner/innen der B3 und B252 leid und ich finde die teilweise hämischen Kommentare der Nichtanwohner unerträglich. Für mich persönlich habe ich beschlossen, im nächsten Jahr bei Fahrten nach Paderborn oder Kassel diese Bundesstraßen zu meiden und damit die Anwohner wenigstens vor meinem Motorenlärm und Abgasen zu entlasten. Es steigen dann zwar der CO-2 Ausstoss (und die Öko-Rechnung der Richter in Kassel geht nicht auf) und meine Kfz-Kosten, vielleicht spare ich damit aber auch Zeit, die ich nicht hinterm Brummi herfahren muss. Sicher ist, dass ich damit den Gefahren verrückter Überholmanöver bei stärkerem Brummiverkehr aus dem Wege gehe. Bin gespannt, ob sich noch mehr Pkw-Fahrer/innen meiner Entscheidung anschließen.Sprachlos B 252 – 19.11.09
Wenn ich das so lese, bin ich Sprachlos und echt Wütend. Alle die hier so Abfällig schreiben, können sich nicht vorstellen was es bedeutet an der B252 zu Wohnen.- Gerne können Sie die Straße wegmachen ich würde sogar noch Helfen. Als unser Haus gebaut wurde, war vor unserer Haustür Kopfsteinpflaster.
- Ebenso bin ich der Meinung das man Infrastruktur nicht durch Bildung bekommt.
Ich werde Wegziehen nicht wegen der Infrastruktur, sondern weil ich nicht möchte das meine Kinder in so einer Umgebung aufwachsen.
- Es sollen mit dieser Aktion nicht die Autofahrer geärgert werden.Wie würden Sie sich den Wehren wenn sie Nachts nicht richtig schlafen können, es Tagsüber so laut ist das man sich im Garten nicht einmal unterhalten kann. Bitte sagen Sie es mir !!! Und es hat nichts mir Dummheit zu tun wenn man sich wehrt. Ich denke man sollte Sachlich bleiben.
Aber betroffene Hunde bellen. Jeden den der Stau stört, der hat die Freiheit sich eine andere Stracke zu suchen.
Freie Fahrt für Brummis auf der B3 und B252 Ein Pendler – 18.11.09
Ja, Ihr lieben Leute, so kann’s gehen: Anstatt sich gründlich auf das Verwaltungsstreitverfahren beim Verwaltungsgericht Kassel letztes Jahr im Mai bzw. nunmehr in zweiter Instanz auf die Berufung beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel vorzubereiten, haben sich die Hessische Landesregierung und das Regierungspräsidium in Kassel - hier im Besonderen der Ex-Regierungspräsident und Erfüllungsgehilfe der heimischen Wirtschaft Lutz Klein - viel lieber mit dem Bau einer utopischen Bundesfernstraße zwischen Olpe und Hattebach (vormals A4) beschäftigt, € 225.000;- für eine überflüssige (Nicht-) Machbarkeitsstudie ausgegeben und schöne, in Gras grün gehaltene Infobroschüren gedruckt und verteilt. Da hätte man das viele Geld doch lieber für ein besseres Gutachten mit genaueren Zahlen über das tatsächliche Verkehrsaufkommens u. a. auf der B3 oder B252 ausgeben und dem Verwaltungsgericht vorlegen sollen. Dumm gelaufen, die Anlieger an den beiden Bundesstraßen müssen die Suppe nun auslöffeln!Die Karavane zieht weiter Unbekannt verzogen – 18.11.09
Tja, wenn eure Kinder wegziehen liegt das wohl nicht unmittelbar an der Strasse sondern vielmehr daran, dass es hier keine Infrastruktur mit Arbeitsplätzen gibt. Es bluten auch andere Käffer aus.In dem Sinne machen die es ja wie die Feldlerche und suchen sich einen anderen Platz.
Wie bekommt man aber Infrastruktur? Indem man statt in Strassen, in Bildung investiert, so dass sich junge innovative Unternehmen bilden können. Es geht doch um High-End Produkte, die uns Deutsche auszeichnen. Mit allem anderen ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Mit Strassen schafft man das nicht. Damit bietet man nur den Miteuropäern eine bessere Durchfahrgelegenheit. Wenn man alles in Strassen gesteckt hat, bleibt die Bildung auf der Strecke.
Stau B 252 Zugezogener – 18.11.09
Das traurige an euren Kommentaren ist, dass die ihr nicht sachlich diskutieren gelernt habt. Ihr sprecht allen, die sich wegen gemeinsamer Interessen zusammenschließen, die Intelligenz ab.Ihr habt aber euch nicht um Umwege aus dem Stau bemüht, dass ist in meinen Augen auf eure mangelnde Lernbereitschaft zurückzuführen. Die Feldlerche ist schlauer als ihr. Sie fliegt weg und lässt sich woanders nieder. Schade das ihr das nicht macht.
10 km Stau bedeutet, dass bei 10 % Lkw Anteil 1200 Fahrzeuge sich angesammelt haben. Bei 2 Stunden Stau kann man sich an einer Hand abzählen, wieviele Fahrzeuge sich pro Tag durch die Gemeinden Lahntal, Wetter und Münchhausen quälen.
MFG
P.S. Im Stau stehn macht Spass
Ihr habt n´ Vogel Feldlerche – 18.11.09
Genau das sind vielleicht die Gründe. Die Feldlerche kommt vielleicht ja einigen nur recht um andere Projekte durchzusetzen, und nicht umgekehrt. An sowas sollte man auch mal denken. Vielleicht sind einige Politiker froh, wenn das hier nicht klappt mit einer Umgehung. Woanders gibt es vielleicht mehr Wähler zu kaufen. Ich kann den Vorrednern großenteils nur zustimmen.Narren, allesamt! vorgehaltener Spiegel – 18.11.09
Liebe Leute!Da habt ihr den Salat. Und wieder habt ihr euch von den Versprechungen der Politiker leimen lassen. Was sie für euch tun wollten, war nichts als hohle Versprechungen. Wer am lautesten schreit bekommt natürlich immer ein paar gute Worte von denen zu hören. Die Gutachten sind "nicht aussagekräftig" usw. weil man von Anfang an schlampig war. Es bestand kein Interesse daran, ernsthaft an einer Lösung zu arbeiten oder eine ordentliche Arbeit zu machen wie sich jetzt zeigt. Wetter oder Niederwetter als Nabel der Welt, da haben die sich auch gedacht wir haben was anderes zu tun. Ob CDU oder SPD Kandidaten spielt keine Rolle, denn alle haben sich ja für die Belange der Bürger "eingesetzt". Es war doch wie überall, am Ende setzt sich die stärkste Lobby durch, und da haben bestimmt übergeordnete Interessen eine Rolle gespielt. Da wird auf ganz anderen Ebenen gepokert. Insofern ist auch von meiner Seite zu sagen, das hier wohl alle wie immer naiv waren. Das wird sich wohl auch nicht ändern. Was passieren wird ist das einige Politiker nach diversen Sperraktionen vorbeikommen zu einem gemeinsamen Bla Bla. Letztlich wird das garnichts bringen und solche Politikerbesuche kann man sich absparen da sie sowieso nur Geld kosten. Und am Ende gibt es Halteverbotsschilder gratis!
Feind aller (S)Trassen Autofreie zonen – 18.11.09
Hallo Feind aller (S)Trassen.Du wohnst wohl im Wald,ernährst dich von Blumen und nennst dich ÖfÖf!
Nee, mal im ernst.
Ob unsere Eltern in der vergangenheit richtig entschieden haben sich nicht genug zu wehren, ist jetzt völlig belanglos!! (BLA;BLA)
Wir, ja wir werden es tun!!
Da gehöre ich zu denen die es ab jetzt einen Schei.. kümmert wenn dadurch sich jemand anderes belästigt fühlt.Auf uns wurde Jahrelang, nee Jahrzehnte lang keine Rücksicht genommen.
Fuck off Politik
Naturschutz Feind aller (S)Trassen – 18.11.09
Feldlerche hin- oder her. Wer Biodiversität zerstört, bringt sich selbst in Gefahr. Nur komplexe Biosysteme und Lebensräume sind in der Lage Schwankungen und Eingriffe abzupuffern. Wenn aber immer mehr davon zerstört wird, braucht man sich nicht wundern, wenn z.B. immer mehr Pflanzen-Bestäuber so anfällig werden, dass sie Krankheiten anheimfallen etc. (Stichwort Bienensterben). Haben sie mal die Natur beobachtet, und sich gefragt, wo und warum in den letzten Jahren Schmetterlinge fast völlig verschwunden sind? Wer braucht denn die Bestäuber? Die ortsansässigen Bauern. Naja, man kann ja auf grüne Gentechnik hoffen, die macht das alles wieder wett. Aber die wollen doch sicher auch so viele Empörte Anlieger nicht. Und wer verkauft denn dann das Saatgut? Die Pharmagiganten. Wollen sie indische Verhältnisse? Dann steigt die Abhängigkeit auf solch hochgetrimmtes Saatgut immer weiter, nur damit hier trotz all der Strassen noch was wachsen und angebaut werden kann. Und wenn nichts mehr angebaut werden kann, muss man es importieren… Und wieder ein paar LKW mehr, dann reicht auch eine neue Trasse wieder nicht aus. Wann kapieren es die Leute endlich? All jenen, die nach neuen Strassen rufen, kann ich letztlich nur den Untergang wünschen. Sorgt einfach für weniger Verkehr, dann braucht ihr auch nicht nach neuen Strassen rufen. Und am besten fängt jeder bei sich selbst an! Eine Urlaubsfahrt im Jahr weniger, einen Einkauf in der Woche weniger, einen Wochenendausflug weniger…geschundene Kreaturen Feind aller (S)Trassen – 18.11.09
Nun ja, das ist ein herber Schlag den die Regierung Koch sich da geleistet hat. Aber die Probleme liegen doch ganz wo anders. Wollen Sie nicht alle zu jeder Jahreszeit jedes Obst und jedes Gemüse im Supermarkt kaufen können? Dann zahlen Sie eben auch den Preis dafür, werte Damen und Herren. Alles haben wollen, und nicht dafür zahlen. Das geht einfach nicht. So sieht es doch aus. Das was sie auf der einen Seite an gesundem Obst und Gemüse geliefert bekommen, und deren wirklicher gesundheitsfördernder Wirkung ich mal in Frage stelle, wird ihnen durch die Strassen wieder genommen. Zweimal die Woche bei Aldi Angebotstag, und wieder zwei LKW mehr. Dann kommt noch ein Lidlmarkt und wieder zwei LKW mehr. Nur wer konsumiert das denn??? Mitverantwortung tragen alle, die exzessiv auf Kosten der Natur die Konsum- und Spassgesellschaft hochleben lassen. Aufwachen! kann ich da nur sagen. Sie, liebe Anwohner bezahlen den Preis dafür, und das ist irgendwo nur gerecht. Denn wer ehrlich ist, muss zugeben, es gibt keine Lösung für dieses Problem, ausser den Urlaubs- Freizeit- und Güterverkehr einzuschränken. Und das heisst Verzicht üben!Wer Strassen sät wird Verkehr ernten, denn eine neue Trasse liefert ja nur mehr Verkehr! Und zwar von allen Seiten. Da kann dann jede Spedition noch einen Brummi mehr losschicken, weil wir es ihnen so rentabel machen. Kann denn in diesem Lande keiner mehr klar denken???
Wirtschaftliche Anbindung der Region? Lächerlich! Hier rauscht doch dann alles nur noch vorbei und in Wetter hält keiner mehr.
Naiv Feind aller (S)Trassen – 18.11.09
Nun gut, Strassen blockieren ist schon mal eine gute Sache. Nur, warum haben das die Leute nicht schon seit Jahren regelmäßig gemacht? Immer wieder und immer wieder? So lange und ausdauernd, das einfach der Frust zu hoch ist, hier noch durchzufahren?Ein ganz klares Statement: Alle Anwohner müssen vom Verkehr entlastet werden! Aber gelingt dies mit einer neuen Trassenführung? Was passiert denn dann? Die Stadt umgibt sich mit noch mehr Strassen auf denen der Verkehr noch besser rauscht. Dann fällt also noch mehr Naherholungsgebiet weg. Aber egal, wer geht schon mit dem Hund spazieren, oder wer ist hier auf dem Dorf schon mit seinem Pferd unterwegs? Im Zweifel dröhnt man sich mit nem iPod zu, dann hört man auch keine Trasse mehr! Und schliesslich kann man ja selbst immer noch woanders hinfahren um sich zu erholen. Dann kriegen derweil andere den Dreck ab. Das könnte man wohl als krank bezeichnen - das ist unsere Spassgesellschaft ja anscheinend auch. Nicht nur krank durch Feinstaub und Lärm, sondern krank durch falsche Wertevorstellungen. Um das Problem mal auf einer anderen Ebene zu verdeutlichen: fliegt heute nicht jeder ständig für ein Wochenende mal in diese oder jene Metropole? Was ist mit den Leuten in den Flugschneisen? Was ist mit der Umweltbelastung? Leute, ihr seid es selbst, die nicht aus diesem Teufelskreis ausbrechen könnt!
Natürlich ist das ein endloses Thema, deshalb nur abschliessend was in Sachen Naturschutz und Ausgleichsmaßnahmen:
Liebe Mitbürger aus Niederwetter und Todenhausen, könntet ihr denn damit leben, wenn die B252 zwischen Wetter und euren Ortsteilen im Fall einer neuen Trasse einfach entfernt wird?? Das wäre nämlich ein gerechter Ausgleich! Wo neuer Beton hinkommt, sollte auch alter wieder entfernt werden. Ansonsten gibt es nämlich keinen Ausgleich für zerstörte Natur. Wenn schon denn schon, oder?
Überlegt einfach mal selbst, was ihr tut, und lasst euch nicht von irgendwelchen Leuten anstacheln.
Fahrverbot B252 Thomas Nolte Bottendorf – 18.11.09
Die Aufhebng des Fahrverbotes für LKW über 12 to ist für uns Anlieger der B 252 eine Katastrophe. Jede Kreatur, die nicht Mensch heist wird geschützt und der Mensch bleibt im wahrsten Worte auf der Strecke. Wie sollen wir verhindern das unsere Dörfer ausbluten wenn solche Entscheidungen der Richter in Kassel gefällt werden. Wer will es unseren Jugendlichen verdenken die Heimat zu verlassen, wenn unsere Lebensqualität zerstört wird. Sicherlich müssen Straßen befahren werden, aber nicht zu Lasten unserer Gesundheit und unserem Leben. Wer Wind säht wird Sturm ernten. Die Entscheidung gestern ist der Beginn eines langen Kampfes.Wirtschaftliche Interessen B 252 Zugezogener – 18.11.09
Es stehen bei diesem Urteil nur wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Alles andere ist bei den Richtern nicht von Belang gewesen.Die Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof werden durch den Richterwahlausschuss bestimmt. Dieser ist mit 7 Mitgliedern von der Regierung in Hessen besetzt, 5 weitere Richter und ein ehemaliger Vorsitzender also 7 zu 6 für die Politik, hier besonders die Regierung.
Wenn man sich die Straßenkarte anschaut, dann wird sehr deutlich, dass die hessische Landesregierung nur eins im Sinn hatte, die Speditionen und die Industrie zu unterstützen. Nur da wo Autobahnen in der Nähe waren, wird das Nachtfahrverbot durchgesetzt. Es gibt keine Anwohnerbeschwerden an diesen Stellen mehr. Aber im LK Marburg Biedenkopf gibt es keine Autobahn, wo man die Maut brellen kann. Wenn die Städte jetzt also Maut erheben würden, wäre dass nur recht und billig. Sie sind es, nämlich die alle 5 Jahre die Straßen erneuern müssen. Die Anwohnerinnen und Anwohner zahlen nicht nur mit ihrer Gesundheit sondern auch mit ihren Steuergeldern für die Dreistigkeit, mit der sich diese Spediteure eine goldene Nase verdienen. Diese Lobby hat im hessischen Landtag nichts zu suchen.
Der demokratische Souverän, die Bürgerinnen und Bürger haben durch die Wahl dieser Koch´schen Regierung wieder den größten Lügenbaron zum Chef unseres Hessenlandes gemacht.
Seit Jahren werden 2 Autobahnen geplant (A 49 und A4). Seit Jahren werden Umgehungen geplant. Diese Umgehung wäre die billigste Alternativen zu allen Ausbesserungen gewesen. Diese Umgehung wird aber nicht kommen, weil die Feldlerche schützenswerter ist als menschliches Leben. Diese Umgehung wäre für die Speditionen wirtschaftlicher gewesen, weil dann ein Nachtfahrverbot unnötig geworden wäre. Die Umgehung würde die Fahrer entspannen. Sie wären schneller durch das Wetschaftstal, man wäre schneller auf der B 3 unterwegs, wenn diese weiter ausgebaut würde.
Ein staufreies Hessen wird es so nicht geben Herr Koch.
Es wird weiter Stau geben, auch auf der B 3. Es wird nicht mehr geredet, es wird gehandelt.
Gute Nacht
Urteil B252 Ich will auch hier leben... – 17.11.09
In vielen städten darf ich nur rein weil ich sone komische plakette in der windschutzscheibe kleben hab (und mein auto ist "schadstoffarm")und hier zuhause???Freie Fahrt für Brummis auf der B3 und B252 Max – 17.11.09
Die geplante Ortsumgehung verschiedener Ortsteile von Münchhausen, Wetter und Göttingen im Zuge der B 252 wird politisch nicht gewünscht. Vielmehr liegt der Focus der Hessischen Landesregierung derzeit auf der Planung und Umsetzung der Bundesfernstraße Olpe-Hattenbach (vormals A4). Deshalb haben die vom Land Hessen ernannten Richter am Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel nun so entschieden, damit ein Grund mehr vorliegt, um das vorgenannte überregionale Straßenbauprojekt vorantreiben zu können. Von wegen unabhängige Justiz, wer's glaubt wird selig!Stau... Martin – 17.11.09
...wirds nach diesem Urteil in den nächsten Tagen noch mehr geben. Die Traktoren werden schon einmal angelassen!!! ;-)