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Fleißige Bienen bringen Wetter zum Blühen

Aktion von Schule und Rotary-Club Fleißige Bienen bringen Wetter zum Blühen

Das Bienen-Projekt trägt langsam Früchte - pardon Blüten. Phacelia, Ölrettich, Ringelblumen, Koriander, Kornblumen, Dill und zahlreiche weitere Pflanzen blühen in bunten Farben auf der Projektwiese mitten in der Stadt.

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Ein gutes Team: Die Rotarier aus Wetter und Schüler der Wollenbergschule sorgten hinter der Stadtmauer in Wetter für ein kleines blühendes Paradies.Foto: Ina Tannert

Wetter. Zwischen den Beeten wandern neugierige Besucher herum, lesen die Informationstafeln und bestaunen die sich entwickelnde Blumenpracht. Noch stehen nicht alle Pflanzen in voller Blüte, der lange Winter hat die Aktion etwas verzögert. Aber bereits jetzt wachsen die Blumen schon über Kniehöhe hinaus und entwickeln sich gut. Ganz zur Freude der Bienen. Und um diese geht es bei der Aktion.

Das Hilfsprojekt „Wetter blüht auf“ geht gegen das massive Bienensterben der Region vor. Neben dem frisch gegründeten Rotary Club und der Wollenbergschule Wetter (WSW) beteiligten sich auch Verkehrs-, Gewerbe- und der Marburger Imkerverein. „Es gibt einen wahren Bienenschwund im ganzen Landkreis“, betonte Rotary-Fizepräsidentin Sabine Matzen.

Die Bienenpopulation sei massiv bedroht. Durch Pestizide und die eingeschleppte Varroa-Milbe werden Bienenvölker stark geschädigt, warnen Imker im ganzen Land. Vielfältige Blumenwiesen als Nahrung schwinden. Dagegen wollen die Projektteilnehmer etwas tun.

Im Mai wurde das Gelände hinter der alten Stadtmauer daher von engagierten Schülern der sechsten Klasse der WSW bepflanzt. Die Wiese wurde von der Stadt bereit gestellt. Rund 40 Schüler verbrachten einen ganzen Tag damit, die Samen einzusäen. Ganze elf Kilogramm gespendete Samen wurden auf den rund 2500 Quadratmetern verteilt. Die jungen Hobbygärtner verwandelten die eintönige Graslandschaft in ein blühendes Bienen-Paradies. Dabei wurden die Pflanzenarten nicht wahllos ausgesucht. Die Zusammensetzung der zwölf Samen wird auch Tübinger Mischung genannt und stellt eine ideale Futterwiese für die Bienen dar.

Die Aktion soll jedoch nicht nur die Bienen, sondern auch die Bewohner der Stadt aktivieren. „Jede einzelne Blume repräsentiert die Bürger Wetters“, sagte Rotarier und Projektleiter Björn Langlie. Die Wiese sei ein Symbol für Wildheit, Wandel und die homogene Stadt. Es gehe auch um den Regionalgedanken, die Gemeinschaft, eine aktive Bevölkerung, eben darum, Dinge zu verändern.

Die Bienen-Hilfsaktion war das erste Projekt des im April gegründeten Rotary Clubs Wetter. Die Rotarier zeigten sich sehr zufrieden mit dem Verlauf. Am Anfang waren es nur fünf Teilnehmer. Heute sind es mehr als 100 Beteiligte, die sich aktiv mit eingebracht haben, freute sich Langlie.

Nun feierten die Teilnehmer den erfolgreichen Abschluss des Projekts. Trotz des parallel laufenden Sängerfestes war die Festwiese gut besucht. Passend zum Projektthema wurden zahlreiche Produkte aus Honig angeboten. Neben Honig-Balsam, Met-Taverne und Wachskerzen, bot das Kochteam der WSW selbst hergestellten Löwenzahnhonig und Honigmuffins an.

Des Weiteren verteilten die Schüler gegen eine kleine Spende Samen-Proben der Projektpflanzen für den heimischen Garten. Die Schulband unterhielt die Besucher auf der Freiluftbühne. Der Imkerverein kam mitsamt lebendem Bienenvolk vorbei und informierte über Artenschutz und Imkerei. Die Spenden und Erlöse des Festes kommen der WSW zugute und werden für zukünftige Schulprojekte eingesetzt.

von Ina Tannert

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