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Feuerbälle als Vorboten des Unglücks

Feuerwehrübung Lahntal Feuerbälle als Vorboten des Unglücks

Etwa hundert Helfer verschiedener Rettungsorganisationen übten gemeinsam den Ernstfall einer Explosion mit mehreren Verletzten in einem Betonwerk in Sterzhausen.

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Mit Hebekissen, Keilen, Bohrhämmern und Seilzügen mussten die Helfer vom THW vorsichtig arbeiten, um zwei unter schweren Betonplatten eingeklemmte Verletzte zu befreien. (Foto links). Die Helfer hatten es mit schweren und teils ungewöhnlichen Verletzungen

Quelle: Manfred Schubert

Sterzhausen. Zwei lautstarke Detonationen mit beeindruckenden Feuerbällen läuteten am Samstag die Frühjahrsübung der Freiwilligen Feuerwehren Lahntal ein. Schauplatz der groß angelegten Übung war das Gelände der Firma Cemex Beton-Bauteile.

An verschiedenen Stellen brannte es, aber die Hauptaufgabe für die etwa 100 Helfer bestand darin, acht unterschiedlich schwer Verletzte zu retten. Gestellt wurden diese vom Mim-Trupp des DRK Erdhausen.

Etwa 60 Feuerwehrleute aus Lahntal rückten kurz nach der Alarmierung mit neun Fahrzeugen an, dazu etwa 20 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Marburg mit ihren Gerätschaften und der Rettungsdienst Mittelhessen des DRK mit vier Rettungstransportwagen. Die Feuerwehren kümmerten sich um die Brände und um das Retten sowie die Erstversorgung von Verletzten insbesondere aus dem stark verrauchten Inneren des Fabrikgebäudes, das nur von Atemschutzgeräteträgern zu betreten war.

Dem THW kam die Aufgabe zu, zwei unter schweren Betonplatten eingeklemmte Verletzte zu befreien. Mit Hebekissen, Keilen, Bohrhämmern und Seilzügen mussten die Helfer vorsichtig arbeiten, um die Platten gegen ein Verrutschen zu sichern. Die Versorgung der Verletzten und deren Abtransport übernahm dann der Rettungsdienst Mittelhessen. Eineinhalb Stunden dauerte die gesamte Übung.

Zwischendurch und bei der Nachbesprechung im Haus am Wollenberg gab es viele anerkennende Worte für die ausrichtende Feuerwehr Sterzhausen. Wehrführer Andreas Wiegand, dessen Stellvertreter Achim Diener und Dominik Riehl hatten bei den Planungen und Vorbereitungen „viel Kreativität bewiesen“, sagte Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer.

Dank ging auch an Fronhausens Gemeindebrandinspektor Eric Schnabel, der die Pyrotechnik zu Beginn zum Einsatz gebracht hatte. Kreisbrandinspektor Lars Schäfer sprach ein großes Lob an Sterzhausen aus, die Übung habe gezeigt, welch große Schadenslage auf einem vermeintlich kleinen Werksgelände entstehen könne.

Besonders gut sei es, wenn die Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsorganisationen trainiert werde. Die Aufgaben seien professionell und hochqualifiziert abgearbeitet und das Übungsziel erreicht worden.

Ehrung und Beförderungen

Die Gelegenheit nutzten Bürgermeister Manfred Apell, Kreisbrandinspektor Lars Schäfer und Gemeindebrandinspektor Thomas Rößer dazu, einem Goßfeldener Feuerwehrmann eine hohe Auszeichnung zu überreichen. Die werde, wie Lars Schäfer betonte, nur einmal im Jahr pro 1500 Aktive verliehen. Herbert Busch ist seit 45 Jahren aktiver Feuerwehrmann und habe im Hintergrund viel hervorragende Arbeit geleistet.

Zudem wurden nachträglich einige Beförderungsurkunden überreicht. Zum Brandmeister befördert wurden Christian Müller (Sarnau/Göttingen) und Markus Reim (Sterzhausen), zum Hauptfeuerwehrmann Florian Völker, Daniel Köster und Philipp Köster (Goßfelden), zum Feuerwehrmann Florian Ehrke (Sarnau/Göttingen) und Stefan Graf (Goßfelden).

von Manfred Schubert

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