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„Fester Gesang“ seit mehr als sechs Jahrzehnten

"Cantus firmus" „Fester Gesang“ seit mehr als sechs Jahrzehnten

Mit einem stimmungsvollen und abwechslungsreichen Musikabend beging der Niederaspher Kirchenchor „Cantus firmus“ sein 65-jähriges Bestehen. Fünf weitere Formationen wirkten mit und begeisterten die Zuhörer.

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Der Kirchenchor „Cantus firmus“ unter Leitung von Friedel W. Böhler beschloss seinen zweiten Auftritt mit „I have a dream“ von „Abba“.

Quelle: Manfred Schubert

Niederasphe. Musik von vorne, von hinten, von oben und dazu ein Bildschirm auf der Seite. Die Sinne der etwa 180 Besucher wurden beim Musikabend anlässlich des 65-jähriges Bestehens des Niederaspher Kirchenchores „Cantus firmus“, zu deutsch etwa „fester Gesang“, rundum bedient.

Da es bei früheren Veranstaltungen Beschwerden darüber gegeben hatte, dass viele aufgrund der dicken Säulen in der Mitte des Kirchenraumes das Geschehen vorne und das auf der Empore ohnehin nicht verfolgen können, kam erstmals Videotechnik zum Einsatz. Unter anderem Ortsvorsteher Roland Wehner bediente eine der beiden Kameras, mit deren Hilfe die auftretenden Gruppen auf eine Leinwand projiziert und somit auch optisch zu genießen waren.

Im Vordergrund stand aber an diesem Samstagabend der über zweistündige Musikgenuss, durch den Sabine Koch und Burkhard Viehl führten. Und von dem wurde reichlich geboten. Angefangen beim Jubiläumschor „Cantus firmus“, der drei seiner vier Lieder eine Woche zuvor bereits vor wesentlich größerem Publikum bei der „Nacht der Chöre“ in der Marburger Elisabethkirche dargeboten hatte. Diese „Generalprobe“ sei nicht so gut gelaufen, meinten einige der zurzeit 14 Sängerinnen und sechs Sänger selbstkritisch, unter anderem wegen der viel schwierigeren Akustik dort. Umso schöner klangen Mozarts „Wo Musik sich frei entfaltete“, Hanne Hallers „Denn er hat seinen Engeln befohlen“, „Wochenend und Sonnenschein“ sowie Abbas „I have a dream“ nun in Niederasphe.

Die Gastchöre unterstrichen, dass sich in Nieder- und Oberasphe ein kleines Mekka des Gesangs im äußersten Norden des Landkreises gebildet hat. Der Männerchor Oberasphe beispielsweise mit der „Rose“ und „In einem kühlen Grunde“ von der Empore herab, der Junge Chor Oberasphe unter anderem mit dem flotten „Mambo“ von Oliver Gies und „Baba Yetu“ im Arrangement von Uwe Gerike, der beide Chöre dirigiert.

Die Gemeindeband „Leuchtfeuer“ bestach mit Solo- und Duettgesang von Leiterin Anne Walburg und Reiner Gnau bei Stücken wie „Wer steht für den anderen auf“ von Klaus Hoffmann und „Jesus in my house“. Der MGV Niederasphe unter Chorleiter Holger Born entfaltete von der Empore aus auf lateinisch, englisch und italienisch seinen harmonischen Klang. Er begeisterte die Zuhörer beispielsweise mit dem temporeichen „Miserere“ und besonders mit dem rhythmischen schottischen Volkslied „Loch Lomond“.

„Total Vocal“, der kleine, aber besonders feine Männerchor im MGV Niederasphe, geleitet von Reiner Gnau, bewies unter anderem mit „Morning has broken“ und Secret Gardens „My Land“ einmal mehr, mit welchen Leistungen diese ambitionierten Amateure ein Publikum erfreuen können. Am Ende des Musikabends sangen alle Mitwirkenden und die Besucher gemeinsam „Laudate omnes gentes“.

Während des Festgottesdienstes am Sonntag darauf, den der Posaunenchor Niederasphe und Kantorin Christiane Kessler mitgestalteten, wurde Gerda Spenner mit einer Urkunde vom Landesverband Evangelischer Chöre ausgezeichnet. Sie singt seit 60 Jahren bei „Cantus firmus“. Zudem wurde Friedel W. Böhler gewürdigt, der den Chor seit fünf Jahren dirigiert.

von Manfred Schubert

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