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Fest entschlossen, sich noch mal sechs Jahre einzubringen

Bürgermeisterwahl in Lahntal Fest entschlossen, sich noch mal sechs Jahre einzubringen

Natürlich wurde er wiedergewählt. Und zwar mit einer Zustimmung von 72,3 Prozent. Spekulationen, in sechs Jahren noch einmal zu kandidieren, erteilte Manfred Apell entschieden eine Absage.

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 Zwei, die sich verstehen, Manfred Apell und Robert Fischbach.

Quelle: Götz Schaub

Lahntal. Das war ein historischer Moment in der Geschichte der Gemeinde Lahntal. Manfred Apell wurde mit 65 Jahren als Bürgermeister bestätigt und das trotz sehr geringer Wahlbeteiligung von 29 Prozent mit starken prozentualen Zuwächsen in Caldern (von 80 auf 87), Sterzhausen (von 63 auf 71) und Kernbach (von 80 auf 85) gegenüber 2010.

Allerdings gab es auch Einbrüche in Göttingen (83 auf 69) und Goßfelden von 68 auf 60), die sich am Wahlabend niemand so richtig erklären konnte. Apell zeigte sich mit dem Gesamtergebnis zufrieden, auch wenn er sich ganz sicher eine wesentlich höhere Wahlbeteiligung gewünscht hätte. Immerhin hat er den Aufwand betrieben, als langjähriger Bürgermeister noch einmal durch die Orte zu gehen, um mit den Wählern in Kontakt zu kommen. So fern er gesund bleibt, hat er vor, seine fünfte Amtszeit von 2017 bis 2023 vollständig zu absolvieren. Ideen hat er, die Motivation auch, es darf gleich losgehen.

Wer ihm verspätet gratulieren möchte, wird ihn am Montag keinesfalls tagsüber zu Hause antreffen. „Ich werde in der Verwaltung sein und arbeiten“, sagte er am Sonntagabend gegenüber der OP. Zuvor aber lud er nach Bekanntgabe des vorläufi­gen Endergebnisses zu einer Feier im Dorfcafé in Caldern ein. Erste Glückwünsche gab es aber schon bei der öffentlichen Ergebnispräsentation in der Gemeindeverwaltung.

„Er ist einfach ein sehr guter Bürgermeister“

Unter den Gästen waren auch langjähri­ge Weggefährten, die mittlerweile den Ruhestand genießen, es sich aber nicht nehmen lassen wollten, Apell zu beglückwünschen. So etwa der ehemalige Landrat Robert Fischbach (CDU): „Ich bin gerne gekommen, wir kennen uns jetzt schon so lange. Das gute Ergebnis spricht für sich, da muss man nicht mehr viel zu sagen.“

Auch Ludwig Schmidt, über viele Jahre Apells ehrenamtlicher Stellvertreter, gratulierte persönlich: „Ich habe kein anderes Ergebnis erwartet bei der guten Arbeit, die er über all die Jahre hier geleistet hat. Ich freue mich sehr für ihn und wünsche ihm auch, dass er gesund bleibt.“ Schmidts Nachfolgerin Claudia Meyer-Bairam fasste es in einen Satz zusammen: „Er ist einfach ein sehr guter Bürgermeister.“

Im Namen der Bürgermeister überbrachte Andreas Schulz als Stellvertreter des Bürgermeister-Sprechers Peter Eidam die Glückwünsche: „ Wer so wie du 24 Jahre im Amt ist und dann so ein hervorragendes Wahlergebnis erzielt, der kann sich gewiss sein, sehr gut gearbeitet zu haben.“ Ein anderer Bürgermeister drückte ihn an sich. „Ich drücke dich einfach mal für den gesamten Nordkreis“, meinte Cölbes Bürgermeister Volker Carle freundschaftlich verbunden.

Politisch musste sich Apell sicher keine Sorgen machen, neben seiner SPD hatten sich schließlich auch die Grünen und die Wählergemeinschaft Lahntal für ihn ausgesprochen. Auch wenn er nun mit Elan und Eifer die kommenden Aufgaben angeht, so kündigte er schon an, dass die gestrige Wahl definitiv die letzte war, an der er sich als Kandidat beteiligt hat.
Und so wird es parallel zu Apells Amtsführung in der neuen Amtszeit auch die eine oder andere Aufbruchstimmung in den politischen Lagern geben, denn zur Wahl 2022 werden die Karten erstmals seit seinem Amtsantritt 1993 neu gemischt.

Kommentar

Apell ist der richtige Mann

Es bedarf nicht vieler Worte: Die Lahntaler haben einen echten Macher als Bürgermeister und sie werden ihn noch weitere sechs Jahre haben. Dafür gebührt Manfred Apell großer Respekt. Schade nur, dass sehr viele Bürger ihr Wahlrecht einfach so verpuffen ließen.

von Götz Schaub

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