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Fast wie in der Weihnachtsbäckerei

Senioren-Advent Fast wie in der Weihnachtsbäckerei

Musikalische Beiträge, Geschichten und Lesungen sowie die schon legendäre Auswahl an selbstgebackenen Torten und Kuchen garantierten in Oberasphe einen stimmungsvollen Adventsnachmittag.

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Alle Jahre wieder besonders lecker: Bei der Senioren-Adventfeier der Gemeinde Münchhausen erfreuen zahlreiche selbstgebackene Kuchen und Torten Augen und Gaumen.

Quelle: Manfred Schubert

Oberasphe. „Unsere Adventfeier gibt uns die Möglichkeit, für einige Stunden innezuhalten, zurückzuschauen und zur Ruhe zu kommen“, betonte Heidi Schneider, als sie die etwa 150 Gäste im Bürgerhaus begrüßte. Und blickte kurz auf die schönen gemeinsam verbrachten Stunden im vergangenen Jahr zurück, bei Vorträgen in den Seniorentreffpunkten, beim Wandern, Tanzen, der Gemeindefahrt nach Leipzig, dem monatlichen Essen auf dem Christenberg und dem Höhepunkt, der Feier zu 40 Jahren Seniorenbildung in Münchhausen. Viele lernten auch bei den wöchentlichen Kursen, mit dem Computer umzugehen; und die Besucher des offenen Singens nahmen ihre zweite CD mit Spinnstubenliedern auf.

Der Beigeordnete Johannes Wagner nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick sowie persönliche Worte an seine Wollmarer Nachbarin Heidi Schneider zum Ende ihrer Tätigkeit als ehrenamtliche Seniorenbeauftragte der Gemeinde. Sie habe in der langen Zeit, in der sie für Landkreis und Gemeinde tätig war, viel für die Senioren bewegt, wie etwa die Seniorenfahrten. Es sei keineswegs selbstverständlich, was sie alles getan habe. Auch seine eigenen Eltern wären wohl ohne sie nicht in der Welt herumgekommen, wie viele ältere Menschen vom Land. Sie hatten kein Auto und wären alleine nicht mit dem Zug weggefahren.

Weihnachtliche Geschichten und Musik

Das musikalisch-besinnliche Programm des Nachmittags eröffneten der Männergesangverein unter anderem mit dem Trommellied und der Kinderchor Oberasphe mit dem fröhlichen Vortrag „In der Weihnachtsbäckerei“. Genau so konnten sich die Gäste in der folgenden Kaffeepause fühlen, denn auch in diesem Jahr wurden vielfältige selbstgebackene Torten und Kuchen aufgetragen. 36 unterschiedliche Leckereien standen zur Auswahl und unterstrichen die Wertschätzung der Helfer und Spender für die Senioren.

Den zweiten Teil gestaltete das Schwalmstädter Duo „Rin-ins-Land“, bestehend aus Brigitte Michelbach (Mandoline) und Gitarrist Horst Rininsland. Unter dem Motto „Zauber des Lichts“ präsentierte es weihnachtliche Geschichten und Musik, zum Teil zum Mitsingen.

Am Ende rührte Wilhelm Schneider die Zuhörer mit seiner Lesung des Weihnachtsevangeliums, das er in die heimische Mundart übertragen hatte. Heidi Schneider hatte es mit persönlichen Gedanken darüber eingeleitet, dass wir in den Alltagsturbulenzen oft keine Zeit mehr für die Sorgen und Nöte von Freunden und Nachbarn fänden, umgekehrt Kinder, Enkel und Kollegen nur wenig Zeit für uns hätten. Ein gutes Gegengewicht, ein Miteinander, stellten die Aktivitäten in der Gemeinde dar.

Und statt auf der Jagd nach Geschenken durch die Geschäfte zu rasen, sei es da nicht besser, bewusst etwas von der so kostbar und rar gewordenen eigenen Zeit zu schenken?

„Materielles haben wir doch meist genug, das Zwischenmenschliche sollte uns wichtig sein. Es schenkt schöne Stunden in der Gegenwart und dann nochmals in der Erinnerung“, betonte Schneider.

von Manfred Schubert

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