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Farbenfroher Blickfang in Todenhausen

Tag der Tracht Farbenfroher Blickfang in Todenhausen

Seit 2006 und jeweils am dritten Oktoberwochenende wird bundesweit der „Tag der Tracht“ gefeiert. Auch bei der Hessischen Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT) im Bezirk Mitte soll die Tracht an diesem Tag wieder im Mittelpunkt stehen.

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Alexander Michel (HVT, von links), Barbara Habecke in Hugenottentracht, Horst Combe, Helga Nau in blauer Waldensertracht, Vorstandsmitglied (HVT) Henner Bösser, Christina Felix in roter Waldensertracht, Günter Nau, Doris Felix in Hugenottentracht, Vorstandsvorsitzender (HVT Mitte) Reiner Sauer und Gisela Jakob in der Marburger Evangelischen Tracht.

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Jahr für Jahr wird zu dieser Gelegenheit eine der schönsten Trachten in Hessen ausgezeichnet. Die Trachten präsentieren Herkunft, Heimat, den Stand in der Gesellschaft, Religion und häufig auch das Alter der Trägerinnen und Träger. Die 48 Trachtengruppen mit ihren rund 6 500 Mitgliedern im Bezirk Mitte bewahren damit das Andenken, die Identität, Sitten und Gebräuche der Region.

Da in diesem Jahr die Tracht der Hugenotten und Waldenser zur Tracht des Jahres 2016 im Bezirk Mitte gekürt wird, findet der „Tag der Tracht“ am Sonntag, 16. Oktober, in Todenhausen statt.

Hugenotten- und Waldenserbewegung

Hugenotten – das ist die seit 1560 gebräuchliche Bezeichnung der französischen Protestanten. Sie wurden in ganz Frankreich insbesondere im 15. und 16. Jahrhundert durch die Kirche Roms verfolgt. Die Waldenserbewegung geht bis ins 12. und 13. Jahrhundert zurück. Die in Lyon von dem Kaufmann Petrus Waldes gegründete Laienbewegung, forderte vor allem Armut und Einfachheit der Kirche. Beeinflusst von den Katharern wandte sie sich auch gegen viele Lerninhalte, Sakramente, Heilige und Reliquienverehrung der römischen Kirche. Die Waldenser wurden ebenfalls im 15. und 16. Jahrhundert verfolgt.

Bereits acht heimische Trachten errangen bis zum Jahr 2013 den Titel „Tracht des Jahres“. 2015 stand die Egerländer Tracht im Mittelpunkt, und im Jahr 2014 holte die ungarndeutsche Tracht zur Tracht den Titel. Die Vielfalt aller ausgezeichneten Trachten der Jahre 2006 bis 2015 im Bezirk Mitte können am Sonntag in Todenhausen bewundert werden.

Gottesdienst, Musik und Volkstänze

Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr mit dem Treffen am Bürgerhaus. Eine Viertelstunde später um 13.45 Uhr brechen die Trachtenträger zum gemeinsamen Gang in die Todenhäuser Kirche auf. Im festlichen Gottesdienst um 14 Uhr mit Pfarrer Dr. Matthias Franz, der unter anderen vom Posaunenchor und Trachtenchor des Bezirks Mitte begleitet wird, wird die Tracht der Hugenotten und Waldenser vorgestellt.

Danach geht es zurück zum Kaffeetrinken ins Bürgerhaus. Dort haben viele fleißige Helfer zwischenzeitlich für die mittlerweile schon 85 angemeldeten Gäste alles vorbereitet. Anschließend erwartete die Besucher ein bunter Reigen mit Volkstanz unter anderem auch mit den Trachtentanzkindern aus Wollmar. Des Weiteren wird der Chorgesang der Sängerinnen und Sänger des HVT die Besucher gut unterhalten. Das Ende des offiziellen Teils der Veranstaltung ist für 17.30 Uhr geplant.

von Elvira Rübeling

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