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Farben und Formen des Alltags

Ubbelohdes Stillleben Farben und Formen des Alltags

Die Jahresanfangsausstellung im Otto-Ubbelohde-Haus widmet sich einer Gattung, der sich nur 30 unter den inzwischen nahezu 700 nachgewiesenen Gemälden Ubbelohdes zuordnen lassen: den Stillleben.

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Eine Besonderheit der Ausstellung: Gegenstände aus dem Besitz Otto Ubbelohdes, die als Vorlagen für die Stillleben dienten. Die Besucher sind aufgerufen, sie in den Bildern wiederzufinden.

Quelle: Manfred Schubert

Goßfelden. Das seien nicht viele Bilder, doch sie behaupten ihre Position im Gesamtwerk, sagte Ludwig Rinn, Vorsitzender der Otto-Ubbelohde-Stiftung, der die 50 Eröffnungsgäste in die Ausstellung einführte.

Zehn Werke, darunter zwei Leihgaben des Kunstmuseums Marburg sowie aus Privatbesitz, sind nun bis zum 15. Mai zu sehen. Hinzu kommen neun Zeichnungen der Jubiläumsausgabe der Grimm‘schen Kinder- und Hausmärchen aus dem Besitz des Landkreises Marburg-Biedenkopf, in denen Stilllebenhaftes an die Stelle von Naturausschnitten trete oder mit diesen zusammen die Wirklichkeit der Märchen in den Alltag der Zeit Ubbelohdes einbinde.

Die Stillleben seien offenbar immer dann entstanden, wenn der Maler gehindert gewesen sei, seine Landschaftsmotive aufzusuchen. Gehäuft in den Jahren 1919 bis 1921, wohl im Zusammenhang mit den Zwischenphasen von Ubbelohdes später Erkrankung, meinte Rinn.

Ästhetische Fragestellungen, Fragen des Machens und der künstlerischen Umsetzung stünden bei Stillleben im Vordergrund. Das lasse sich auch am vermutlich im Frühjahr 1914 entstandenen Hauptbild der Ausstellung mit dem Titel „Tulpen“ ablesen. Blumen in einer Vase, ein Silberleuchter und eine Suppenterrine würden lediglich durch die kompositionelle Formanlage und die Farbkomposition mit feinsten Abstufungen zu einer Bildeinheit verbunden. In den Gemälden wie auch den Märchenzeichnungen stellte Ubbelohde Gegenstände aus dem eigenen häuslichen Umfeld dar. Einige, die sich erhalten haben, sind mit ausgestellt und laden die Besucher ein, sie in den Bildern wiederzuentdecken und miteinander zu vergleichen.

Im Otto-Ubbelohde-Haus in Goßfelden kann man derzeit zwei Ausstellungen parallel besichtigen: Die Ausstellung der Ubbelohde-Stillleben ist bis zum 15. Mai 2016 zu sehen.

Außerdem werden noch bis zum 6. März die Papierskulpturen von Annemarie Gottfried gezeigt.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag, 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei. Führungen auf Anfrage unter der Telefonnummer 0641/63326. Das Otto-Ubbelohde-Haus befindet sich in Lahntal-Goßfelden im Otto-Ubbelohde-Weg 30.

von Manfred Schubert

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