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Fahrende Werkzeugkiste hat ausgedient

Feuerwehr Cölbe Fahrende Werkzeugkiste hat ausgedient

Von stattlicher Größe, auf Hochglanz poliert, aber noch nicht gänzlich aufgerüstet, hat das neue Einsatzfahrzeug der Cölber Wehren seine Feuertaufe bereits hinter sich.

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Bei der offiziellen Übergabe des symbolischen Schlüssels (von links): Bürgermeister Volker Carle, der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende Wolfgang Tichelmann, Cölbes Wehrführer Jens Peter und Gemeindebrandinspektor Volker Vincon.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Cölbe. „Es ist ein guter Tag für die Feuerwehr in Cölbe“, sagte Bürgermeister Volker Carle bei der Übergabe des neuen „Gerätewagens Logistik“ anlässlich einer Feierstunde im Feuerwehrstützpunkt Cölbe vor zahlreichen Vertretern der Feuerwehren und lokaler Politik.

Mit Blick auf die zahlreichen Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen in der Gemarkung Cölbe sei ein solcher Einsatzwagen zum Transport notwendiger Materialien für alle möglichen Einsätze dringend notwendig, erläuterte Carle.

Der Vorgänger, ein gebraucht erworbener 3,5-Tonner, wurde gerne auch als fahrende Werkzeugkiste bezeichnet und war nach mehr als 25-jähriger Nutzzeit einfach nicht mehr mobil.

Bei Indienststellung damals in Eigenleistung umgebaut, war der Mercedes Benz schnell mit den vorzuhaltenden Materialien völlig ausgelastet, geplante Freiflächen schnell belegt. So musste bei Rücktransporten von kontaminierten Bindemitteln, oder Schutzkleidung immer wieder improvisiert werden.

Diese Zeit ist mit dem stattlichen, neuen 13,5-Tonner endgültig zu Ende. In zahlreichen Sitzungen eines eigens gegründeten Ausschusses haben fünf Feuerwehrfachleute über ein Auf- und Ausbaukonzept des zu beschaffenden Fahrzeugs beraten und ihre Empfehlungen abgegeben.

Auf der Ladefläche sollten acht Euro-Paletten Platz finden, die Materialien wie Ölbindemittel, Gefahrgutausrüstung oder Wassersauger mit Zubehör aufnehmen können. Im festen Gerätekoffer hinter der Fahrerkabine sind Stromerzeuger, Beleuchtungsgruppe, Tauchpumpe mit Zubehör, Elektrokettensäge und Verkehrsicherungsmaterial dauerhaft untergebracht. Um das Hochwasserboot mit Kunststoffkörper und Außenbordmotor auch auf unbefestigtem Untergrund zu Wasser lassen zu können, war Allradantrieb nötig. Der pneumatische Lichtmast, der über eine 24-Volt Bordspannung versorgt wird, war nur dank einer Spende in Höhe von 4500 Euro durch den Feuerwehrverein realisierbar.

„Wir haben keine unbegrenzten Mittel zur Verfügung“, wies Bürgermeister Carle auf die angespannte Haushaltslage der Kommune hin. „Dennoch haben wir vonseiten der Gemeinde das bestmögliche Material zur Verfügung gestellt“, verkündete er nicht ohne stolzen Blick auf die stattliche Neuerwerbung.

„Der neue Gerätewagen ist für alle Wehren der Gemeinde“, stellte Gemeindebrandinspektor Volker Vincon klar und verwies auf einen ersten Einsatz. Dass die Vielzahl der Geräte beherrscht und auch gewartet werden müssen, bedeute viel Arbeit und Übungszeit für die ehrenamtlichen Brandschützer.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das neue Einsatzfahrzeug (ohne Lichtmast) auf 137000 Euro, die von der Gemeinde vorfinanziert werden müssen und von den Gemeindevertretern mit einstimmigem Beschluss bewilligt wurden. Anträge auf Zuschüsse sind gestellt.

von Heinz-Dieter Henkel

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