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Es gibt vieles zu flicken in Amönau

Straßen und Wege Es gibt vieles zu flicken in Amönau

Es bröckelt an vielen Straßen und Wegen in Amönau - kein Einzelfall in den Wetteraner Stadtteilen.

Amönau. Die Bürgerversammlung beginnt um 19 Uhr mit einer vorangehenden Ortsbesichtigung, hatte im Mitteilungsblatt der Stadt Wetter gestanden. Dieser Hinweis hatte in der Einladung an die Stadtverordneten gefehlt, so dass der später eingetroffene CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Drothler etwas ratlos vor dem leeren Bürgerhaus warten musste.

Und das ziemlich lange, denn die Ortsbegehung fiel sehr gründlich aus und dauerte etwa 100 Minuten. Die Abschlussrunde im Bürgerhaus war in einer Viertelstunde erledigt.

Erste Station war die „Koppe“, wo eine kleine Herde Kamerunschafe, die die 30 Besucher laut blökend begrüßte, den Magerrasen durch Beweidung pflegt. Angeschafft wurden die Schafe vom Heimatverein. Dessen Vorsitzender Kurt Muth wies auf das Problem des etwas abwärts rutschenden Steilhanges hin. Der untere Weg ist deswegen nur noch mit festem Schuhwerk begeh- und gar nicht mehr befahrbar. „Es wäre schön, wenn wenigsten Mütter mit ihren Kinderwagen wieder durchkämen. Es soll nicht geschottert oder gar gepflastert werden, man müsste nur die Erde ein wenig schieben“, sagte er.

Von dem Weg mit schönem Ausblick über das Dorf ging es abwärts und in Fließrichtung am Treisbach entlang. Ortsvorsteherin Sigrid Diehl machte auf mehrere schadhafte Stellen in der Uferbefestigung aufmerksam. Das habe zur Folge, dass auch die Randsteine und der Asphalt der Straße leiden. Außerdem sei das linksseitige Ufer vor dem Wehr von Bisams ausgehöhlt.

An der Pionierbrücke wies Ortsbeiratsmitglied Armin Heimel auf die dringend nötige Sanierung des Betons hin. Die Zeit und Hochwasser haben ihre deutlich sichtbaren Spuren hinterlassen. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka erinnerte daran, dass die Sanierung der Pionierbrücke bereits seit Jahren im Haushalt vorgesehen sei: „Wir warten damit, bis die geplanten Hochwasserrückhaltebecken endlich gebaut werden. Bis dahin wird die Brücke immer wieder unter Wasser stehen.“ Außerdem habe man das zuständige Ministerium dazu bewegen können, im Zuge des Baus der neuen B252 ein formelles Flurbereinigungsverfahren durchzuführen. Dieses werde Möglichkeiten zur Förderung innerörtlicher Maßnahmen an Brückenbauten eröffnen.

Am Ortsausgang hinter der Kirche sagte Sigrid Diehl, viele Bürger fragten, ob man nicht einen ordentlichen Bürgersteig zum Friedhof bauen könnte. Bei schlechtem Wetter müsse man durch den die Straße herabfließenden Dreck gehen und sich außerdem immer vor Autos in Acht nehmen. Hierzu sagte Spanka, dass grundsätzlich keine hochbordigen Gehwege mehr gebaut würden und merkte an, dass erfahrungsgemäß bei Beerdigungen die Autos auf dem Gehweg geparkt werden.

Auf dem ganzen Weg wurde immer wieder auf abgebrochene Bordsteine und abgesunkene Gullideckel hingewiesen. Probleme mit abgenutzten Straßen, die es in allen Ortsteilen in ähnlicher Form gebe, wie Spanka anmerkte, und deren Beseitigung von der Haushaltslage abhänge.

Im Bürgerhaus fragte Kurt Muth, ob man eine Nachbesserung des vor etwa vier Jahren erneuerten Bodenbelages verlangen könne. Die Abdichtungen um die Heizungszuleitungen sei nicht sauber verarbeitet worden. Stadtverordnetenvorsteher Nils Jansen sagte, auf Baumaßnahmen gebe es fünf Jahre Gewährleistung. Sigrid Diehl wollte wissen, was eine neue Bestuhlung für das Bürgerhaus kosten würde. Die jetzige sei noch die erste aus dem Jahr 1982. „Jedes Jahr stehen wir hier vom Ortsbeirat mit dem Akkuschrauber und setzen einen Teil instand“, antwortete sie auf eine Bemerkung, dass die Bestuhlung noch ganz gut aussehe. Der Bürgermeister sagte zu, eine Bestandsaufnahme vornehmen zu lassen.

von Manfred Schubert

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