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Es begann mit Sport für Kriegs-Versehrte

Reha-Sportverein Wetter Es begann mit Sport für Kriegs-Versehrte

Der relativ junge Reha-Sportverein Wetter mit einem Altersdurchschnitt von 74 Jahren feierte kürzlich sein 40-jähriges Bestehen. Gegründet wurde der Verein zunächst als Versehrten-Sportgruppe.

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Reha-Sportverein feierte 40-jähriges Bestehen: Die geehrten Mitglieder mit dem Vorsitzenden Gerhard Fischer (links), Bürgermeister Kai-Uwe Spanka (hinten) und Landrätin Kirstin Fründt (Zweite von rechts).

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Im Vorfeld der Feier­lichkeiten in der Stadthalle nahmen zunächst rund 50 der derzeit 70 Mitglieder an der Jahreshauptversammlung teil. Nach einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr, Resümee und Entlastung des Kassierers wandte sich der Vorsitzende Gerhard Fischer den aktuellen Themen zu.

Neben den beiden stets gut besuchten wöchentlichen Reha-Sportgruppen, der Gymnastik in der Burgwaldturnhalle sowie Wassergymnastik und Schwimmen im Hallenbad, die zudem von den Krankenkassen gefördert werden, wird es am 17. Juli wieder eine Grillfeier geben. Die jährliche Tagesfahrt steht ebenfalls wieder auf dem Programm. Wohin die Reise geht, bleibt jedoch noch abzuwarten.

Mit 21 Mitgliedern fing der Verein 1976 an

Bei der anschließenden Jubiläumsfeier in der Stadthalle waren dann fast alle Mitglieder vor Ort. Bürgermeister Kai-Uwe Spanka als Ehrengast schilderte den Werdegang aus der Chronik des Vereins: Aus der dringenden Notwendigkeit heraus wurde am 21. April 1976 die Versehrten-Sportgemeinschaft mit 21 Mitgliedern gegründet. Nach den beiden Weltkriegen gab es rund 1,5 Millionen Kriegsversehrte in Deutschland. Noch drei Jahre zuvor war ein Versuch der VdK Ortsgruppe, eine Versehrten-Sportgruppe zu bilden, gescheitert. Mit dabei waren damals Dr. Dieter Kalden, der sich fortan als Sportarzt zur Verfügung stellte, und die Übungsleiter Friedel und Kurt Neu­burger, die bis heute dem fünfköpfigen Trainerteam anhören.

Der damalige Bürgermeister Hans Kern sagte der Gemeinschaft jede Unterstützung zu und machte, so wie auch seine Nachfolger bis heute, die Benutzung des Schwimmbades und einer Turnhalle möglich. In der Folgezeit wurde der Verein sowohl in den Hessischen Behinderten Sportverband (HBS) als auch in den Landessportbund Hessen aufgenommen. In der Folgezeit gliederten sich auch Zivilbehinderte ein. Sie wurden im Verein genauso betreut wie die Kriegsversehrten, deren Anzahl im Jahr 2000 noch immer 372.000 betrug.

Den neuen Namen gibt’s seit sechs Jahren

Im Jahr 1994 wurde Gründungsmitglied und Vorsitzender Adam Heller auf eigenen Wunsch zunächst von der Vorsitzenden Marie Luise Luhmann abgelöst. Vom Jahr 1995 bis 2008 führte Kurt Neuburger den Verein. Ihm folgte der heutige Vorsitzende Gerhard Fischer. Am 13. März 2010 wurde der Vereinsname geändert und lautet seitdem Reha-Sportverein Wetter 1976. Dr. Eckhart Wengeler ist der betreuende Sportarzt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen herrschen beim Reha-Sportverein keine Nachwuchsprobleme. In der Vergangenheit mussten teilweise Aufnahmestopps erlassen und Wartelisten geführt werden, da die Kapazität des Hallenbades begrenzt ist.

Nach zahlreichen Grußworten wurden die langjährigen Mitglieder geehrt. Danach blieben die Mitglieder und Gäste bei Kaffee und Kuchen und regem Gedankenaustausch noch gemütlich beisammen.

 
Ehrungen
40 Jahre Mitgliedschaft: Elfriede und Kurt Neuburger.
35 Jahre Mitgliedschaft: Gerd Neuburger.
25 Jahre Mitgliedschaft: Elisabeth Jesberg.
20 Jahre Mitgliedschaft: Anita Bettelhäuser, Katharina Rincke, Waltraud Werner, Heike Wodraschka und Dr. Eckhart Wengeler.
10 Jahre Mitgliedschaft: Helga Schmidt und Gertrud Gimbel.

von Elvira Rübeling

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