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Eltern und Erzieher packen mit an

Neue Räume Eltern und Erzieher packen mit an

Pünktlich zum Stichtag 1. August bezieht die Kita „Löwenzahn“ ihre neuen Räume. An der Gestaltung waren viele Helfer beteiligt.

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Stolz präsentierten die Erbauer die Ausstattung der neuen Räume.

Quelle: Heiko Krause

Cölbe. Gestern startete in der neuen Kindertagesstätte in Cölbe die Betreuung für unter Dreijährige. Maßgeblich beteiligt an der Gestaltung der kindgerechten Gruppenräume waren dabei Erzieher und Eltern.

Auch ein Großvaterpackte tatkräftig mit an

Zwei Tage lang wurde gewerkelt, was das Zeug hielt, teilweise bis in die späten Abendstunden, wie die Leiterin der Kindertagesstättte „Löwenzahn“, Erika Völker, bei der Vorstellung der neuen Räumlichkeiten erläuterte. Jetzt können sich die Kleinen über eine schöne Bewegungslandschaft freuen.

Es sei der Wunsch der Erzieher gewesen, alles selbst zu gestalten und Hand anzulegen, sagte Völker. Und jeden Tag seien vier bis fünf Eltern dabei gewesen zu helfen. „Selbst ein Großvater war mit im Boot“. Cölbes Ortsvorsteherin, Gisela Nagel-Rotarius, hob hervor, dass diese so eine besondere Beziehung zu dem Haus entwickeln könnten, sie merkten, „es ist wirklich für unsere Kinder“.

Geleitet habe das Projekt Wolfgang Spinnler von der Firma Raumholz aus Kassel, so Völker weiter. Dieser sei nicht nur Zimmermann, sondern auch gelernter Pädagoge. Seine Spezialität sei die Ausstattung kindgerechter Räume. Weil er aber die Planung nie alleine ausführe, sondern der Entwurf von allen gemeinsam entwickelt werde, sei immer alles individuell. Laut Völker gebe es jetzt unter anderem eine Spielebene, einen Schlafplatz oder eine Wellentreppe mit Teppich. „Die Kinder können hier die Freude für Bewegung entwickeln“, ergänzte Nagel-Rotarius.

Der Erste Beigeordnete, Thomas Rotarius, zeigte sich beeindruckt, vor allem von den schönen geschwungenen Formen. „Es hat zwar einiges an Geld gekostet, aber das ist sehr gut angelegt.“ Er sei stolz darauf, dass es in Cölbe so fleißige Eltern und Bedienstete gebe, auch ein Mitarbeiter des interkommunalen Bauhofs sei beteiligt gewesen. „Das ist jetzt eine sehr gute Startbasis für die U-3-Betreuung“.

Mit dem Start kommende Woche erfülle man die Vorgabe der Betreuungsgarantie, erläuterte Völker abschließend. Der Bereich für die Kleinsten sei räumlich getrennt von den Kindergartenkindern, die im Oktober in die neuen Räume ziehen würden. Gleichwohl werde der Kontakt möglich sein und später gebe es einen fließenden Übergang. Zunächst würden 17 Kleinstkinder aufgenommen, später würden es 38 Plätze sein und es gebe bereits Vormerkungen. Das zeige, dass es einen Bedarf gebe, schließlich habe es in Cölbe bisher kein Betreuungsangebot gegeben.

HINTERGRUND:

Seit 1. August besteht für Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebens­jahres ein Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in einer Kindertagespflege („Rechtsanspruch U3“). Dieser ermöglicht es, dass diese Kinder eine frühkindliche Förderung und zeitgleich die Eltern eine Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhalten. Diese Förderung kann sowohl in einer Kindertageseinrichtung als auch in der Kindertagespflege angeboten werden. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll deshalb die Betreuungsquote zu diesem Termin 35 Prozent betragen.

von Heiko Krause

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