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Eltern fordern Bewegung im Kita-Streik

Protestaktion in Wetter Eltern fordern Bewegung im Kita-Streik

Der seit drei Wochen andauernde Kita- Streik treibt nun auch die ersten Eltern auf die Barrikaden. In Wetter trafen sich 50 Erwachsene mit ihren Kindern zu einem „Flashmob“ vor dem Rathaus.

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Flashmob zum Kitastreik auf dem Marktplatz: Bürgermeister Spanka und Doris Wabnegg (im Hintergrund), Leiterin der kommunalen Kitas in Wetter, diskutierten mit Eltern und enttäuschten Kindern und verteilten „zum Trost“ ein paar Süßigkeiten.

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Der Streik zehrt und zerrt an den Nerven aller Beteiligten, der Eltern, Kinder und Erzieher. Letztendlich werde er auf dem Rücken der Kinder ausgetragen, weil diese beispielsweise völlig aus ihrem täglichen Rhythmus geraten beziehungsweise ihre Ordnung verlieren. Manche Eltern sind stinkig und fordern: „Wir wollen unser Geld zurück.“

Am Donnerstagnachmittag kam es zu einer spontanen Zusammenkunft betroffener Eltern auf dem Marktplatz in Wetter. Mit Plakaten, Trillerpfeifen und Trommeln trafen rund 50 Eltern mit ihren Kindern gegen 16.30 Uhr vor dem Rathaus ein.

„Ich will doch nur spielen“, „Verdi, bewege dich“ und „Mama, wann macht der Kindergarten wieder auf“, war unter anderem auf den mitgebrachten Plakaten der Kinder zu lesen.

Bürgermeister Kai Uwe Spanka und Leiterin Doris Wabnegg nahmen vor Ort zu den Fragen, Sorgen und Nöten, aber auch zu Kritik, beispielsweise an mangelndem Informationsfluss zur Situation in den Kitas der Stadt Wetter, Stellung. Die Elternforderung „Wir wollen unser Geld zurück“ blieb größtenteils außen vor. In erster Linie gehe es allen Beteiligten um das Wohl der Kinder, betonten die Eltern.

Gleich zu Beginn des Streiks hatte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka in Zusammenarbeit mit der Leiterin der Städtischen Kindertagesstätte, Doris Wabnegg, in Wetter und Unterrosphe eine Notgruppe für Kinder von berufstätigen Müttern und Vätern eingerichtet. Ab kommenden Montag wird die Regelbetreuung wieder angeboten, die jedoch um 13.30 Uhr endet, weil nicht genug Personal zur Verfügung stehe. Darüber informiere auch ein Elternbrief, der derzeit an alle Betroffenen unterwegs sei. Auf der Homepage der Stadt Wetter sollen die Eltern am kommenden Mittwoch und danach immer freitags über den Stand der Dinge und wie es weitergeht, informiert werden. Das Verständnis füreinander war auf allen Seiten groß, ebenso wie die Einigkeit darüber, dass so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden müsse. Dennoch könnten er oder die Kindergartenleitung die Situation allein nicht lösen, so Spanka.

Das Heft des Handelns liege allein bei den Verhandlungsgruppen der kommunalen Arbeitgeber und der Gewerkschaften, die am Dienstag Verhandlungen aufnehmen wollen. Als weitere Möglichkeit bot Spanka die Bürgerhäuser in den Stadtteilen an, die zurzeit für den Transport der Kitakinder nicht angefahren werden.

Interessierte, die in Eigeninitiative eine Betreuung dort organisieren wollen, können sich wegen der Öffnung der Häuser beim jeweiligen Ortsvorsteher melden. Nach etwa einer Stunde gingen die Akteure, in der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Streiks, auseinander.

von Elvira Rübeling

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