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Eine warme Halle für Gottesdienstbesucher

Kreisbauernverband feiert Erntsdank Eine warme Halle für Gottesdienstbesucher

Am Sonntag fand bei schönstem Herbstwetter das Kreiserntedankfest des Kreisbauernverbandes Marburg-Kirchhain-Biedenkopf zum ersten Mal auf dem Gelände des Bioenergiehofs Lölkes statt.

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Stephan Lölkes (rechts) stellte seinen Bioenergiehof für das Kreiserntedankfest zur Verfügung.

Quelle: Marcus Hergenhahn

Mellnau. „Bislang waren die Feste meist in Gemeindezentren, aber in diesem Jahr bin ich erstmals der Gastgeber, weil die Veranstalter eine große warme Halle wollten. Und bei mir ist es durch die Biogasanlage immer gut geheizt“, erklärte Hofinhaber Stephan Lölkes.

Generell war das Fest dieses Mal deutlich größer und lief mit längerem Programm, wobei ein Gottesdienst von Pfarrer Balzer den Anfang machte. Dieser kam in seiner Predigt auch auf die schwierige finanzielle Situation vieler Landwirte, bedingt durch die niedrigen Milch- und Getreidepreise, zu sprechen. „In der Tat ist es so, dass viele Bauern in der Region dieses Jahr Geld von den Banken leihen mussten, die uns zum Glück bislang gut unterstützen. Das Wetter war nicht besonders und die Lebensmittelpreise machen es vielen hier sehr schwer, 1984 hatten wir im Bauernverband noch 2700 Höfe angemeldet, heute sind es noch 1600“, berichtete Karin Lölkes, Vorsitzende des Verbands.

Dennoch herrschte bei den rund 200 Gästen gute Stimmung bei Bier, Bratwurst und herbstlichen Besonderheiten aus der Region, unterhalten vom Posaunenchor Wetter-Totenhausen. Im Nachmittagsprogramm erzählte der Bundesminister a.d. Friedrich Bohl schließlich vom Werdegang der deutschen Wiedervereinigung, bevor Kreislandwirt Frank Staubitz zum Schlusswort kam. Durch Festlichkeiten wie diese möchte der Kreisbauernverband das Thema Landwirtschaft generell im Bewusstsein der Menschen halten, denn auch auf dem Lande ist dies bei vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr der Fall.

In diesem Sinne bot Inhaber Stephan Lölkes auch Führungen auf dem Gelände an, um zu erklären, wie die Biogasanlage mit immerhin 870 Kilowatt die Stunde überhaupt funktioniert. Dabei betonte er die Vorteile des Verfahrens, das im kleineren Rahmen mittlerweile auf einigen Höfen im Umland angewendet wird: „Wir halten das für eine gute Ergänzung zur Wind- und Solarkraft, da Biogas stabil verfügbaren Strom liefert, unabhängig von ausländischen Reserven ist und Mist und Maismaische aus der Region verwendet, die danach noch immer als Dünger genutzt werden kann.“

von Marcus Hergenhahn

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