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Eine königliche Spendensammlung

Sternsinger unterwegs Eine königliche Spendensammlung

Die Sternsinger waren zu Gast, sangen ihre Lieder, brachten den Segen und hatten eine Botschaft: Kindergesundheit darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig sein.

Cappel. Die Aktion Dreikönigssingen 2013 ist der Gesundheitsvorsorge für Kinder in Tansania und weltweit gewidmet. Die mehr als 20 Jungen und Mädchen aus Schröck, die gestern zunächst das Landratsamt und dann die Polizeidirektion Marburg-Biedenkopf besuchten, gehören zu den vielen tausend Sternsingern, die in diesen Tagen weltweit für das Beispielland Tansania sammeln.

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützte dieses Anliegen mit einer Geldspende - Landrat Robert Fischbach überreichte Dorothea Pfeffer, die die Aktion für die Schröcker Kirchengemeinde leitet, einen Umschlag mit Geld.

Und dann erklärte Sternsinger Jan, worum es bei der Aktion Dreikönigssingen in diesem Jahr geht: „Gleich, wo und unter welchen Umständen ein Kind geboren wird“, las er aus dem Heft zur Aktion vor, „Es ist ein Kind Gottes und hat ein Recht darauf, in Würde aufzuwachsen, sich zu entwickeln und zu leben“. Tansania, das im Mittelpunkt des Dreikönigssingens steht, sei politisch stabil und leide auch nicht akut unter Naturkatastrophen, dennoch sterbe jedes zehnte Kind vor seinem fünften Lebensjahr. Die Gründe lägen in Armut in Verbindung mit einem unzureichend ausgebauten Gesundheitssystem. Die Sternsinger wollen mit ihrer Sammlung helfen: Durch die Spenden soll eine Gesundheitsversorgung für alle aufgebaut werden - beispielsweise die Ausbildung von Kinderärzten und eine bessere Aufklärungsarbeit soll gefördert werden. Sternsinger Noel schrieb während der Aktion im Kreishaus das Kreidezeichen mit der Botschaft „Christus segne dieses Haus“ über den Eingang zum Landratsamt. Landrat Robert Fischbach hob den Jungen hoch, so dass dieser mit weit ausgestreckten Armen über der Drehtür die Buchstaben und Zahlen aufmalen konnte. Die Kinder, allesamt mit königlichen Umhängen und Kronen ausgestattet, waren mit Eifer bei der Sache. Zum wiederholten Male mit dabei: die 11-jährige Lisa und die 12-jährige Verena. Die beiden waren sich einig: „Es ist schön, etwas zu machen, das anderen Kindern hilft.“

von Carina Becker

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