Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Eine Stadt erwacht - und beginnt zu blühen

Blütenpracht in Wetter Eine Stadt erwacht - und beginnt zu blühen

Fast schon ausgestorben war die Innenstadt von Wetter. Die Initiative „Wetter ist uns wichtig“ hat neuen Schwung gebracht. Und ein neues Fest, bei dem sich alles um die Kräuterwiese dreht.

Voriger Artikel
Noch 50 Tage bis zum Münchhäuser Grenzgang
Nächster Artikel
Warme Tage machen Lust auf Ferien

Die Rotarier und Organisatoren des Kräuterwiesenfestes (von links) Dr. Wolfgang Engelhardt, die Amönauer Kräuterfrau Hildegard Herr, Sabine Matzen, Björn Langlie, Sabine Gleisner-Kuss und Wilfried Scherer.

Quelle: Elvira Rübeling

Wetter. Durch Wetter weht ein frischer Wind. Nicht nur die Initiative „Wetter ist uns wichtig“ bereichert das Leben in der Stadt. Auch die Gründung des Rotaryclubs brachte neuen Schwung. Eine seiner ersten Aktionen, war die Anpflanzung einer Blumenwiese in der Straße „Auf dem Stück“ in Wetter. Diese Wiese steht auch als symbolischer Ausdruck der städtischen Gemeinschaft.

Am Sonntag wurde das Gemeinschaftsprojekt Kräuterwiesenfest als Fortsetzung des im vergangenen Jahr organisierten Blumenwiesenfestes gefeiert. Dies geschah in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Amönauer Kräuterfrau Hildegard Herr, den Landfrauen von Simtshausen, dem Verkehrsverein Wetter, Gewerbeverein Wetter und dem „Verein zum Erhalt der Nutzpflanzenvielfalt“ sowie unter der Mitwirkung des Kinderchores Stiftskirche, dem Jugendorchester der Stadtkapelle Wetter und Unterhalter Herbert Michel aus Oberndorf.

Im Grünen und dennoch mitten in der Stadt, unter den schattigen Bäumen unmittelbar neben der Blumenwiese auf dem Gelände des ehemaligen alten Friedhofs, genossen die Besucher die harmonische Stimmung des Festes. Bei einer Exkursion durch die Wiese hatte die Kräuterfrau viele Zuhörer. Kaum zu glauben welche Artenvielfalt der Wildkräuter, die zum Verzehr geeignet sind, sich dort präsentiert. Einst waren sie Hauptbestandteil der menschlichen Nahrung - und heutzutage erobern sie ihren festen Platz in der Küche zurück. Ob zu Kamille, Mohn, Dill, Wegerich, Ringelblume, Borretsch, Lein, Ölrettich, Buchweizen oder Malve um nur einige zu nennen, gab es wertvolle Tipps, sowohl über deren Verwendung in der Küche als auch Heilwirkung.

Ebenso beeindruckend war die Schönheit der Wiese, die zurzeit in voller Blüte steht. Durch ihre Vielfältigkeit ist sie nicht nur ein attrakttiver Futterplatz für Bienen, Insekten und Vögel, sondern liefert auch den Menschen direkte Nahrung, Würze und Arzenei. Auf einem Weg, der durch die Wiese hindurch führt, finden Interessierte auf aufgestellten Tafeln entsprechende Hinweise und Erklärungen über die Pflanzen und Wiesenbewohner.

Bei Kaffee und Kuchen, Delikatessen aus der Kräuterküche - angerichtet von den Landfrauen - und bei einem Spielprogramm für die Kinder genossen Alt und Jung den Nachmittag im Grünen. Der Erlös der Veranstaltung kommt der musikalischen Jugendarbeit in Wetter zugute.

von Elvira Rübeling

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr