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Eine Heimat, die Anlass zu Sorge gibt

Heimatmuseum Caldern Eine Heimat, die Anlass zu Sorge gibt

Das Kartoffelfest feiert der Heimat- und Geschichtsverein Caldernjedes Jahr. In diesem Jahr wurde zu diesem Anlass zugleich an das 30-jährige Bestehen erinnert.

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Gretel Heine und Dr. Herbert Kulz vom Heimat- und Geschichtsverein Caldern (im Vordergrund) hoffen auf den Erhalt des Hauses, das das Dorfmuseum beherbergt. Die Ausstellung birgt viele kleine Schätze aus der Vergangenheit.Fotos: Elvira Rübeling

Caldern. Im „Koetshaus“, so wie das 300 Jahre alte Haus und heutige Dorfmuseum mit Dorfnamen genannt wird und das noch vor rund 30 Jahren etwa 200 Meter Luftlinie vom heutigen Standort entfernt auf dem Anwesen des Calderner Bürgers Heinrich Heine stand, ist heute der rund 75 Mitglieder starke Verein zu Hause.

Heinrich Heine hatte bewusst das älteste Haus Calderns der Gemeinde Lahntal überlassen, unter der Option, das dieses erhalten werden möge,. Anfangs kümmerte sich ein Freundeskreis um den denkwürdigen Besitz. Unter dessen Obhut war auch beispielsweise der Standortwechsel des Hauses erfolgt. Im Jahre 1983 wurde aus dem damaligen Freundeskreis mit 12 Gründungsmitgliedern, unter ihnen auch Verwandte des früheren Besitzers, Gretel Heine und Hermann Klingelhöfer, der heutige Heimat- und Geschichtsverein Caldern gegründet. Unter anderen lenkte Anneliese Muth 15 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Seit 2012 ist Dr. Herbert Kulz der Vorstandsvorsitzende.

In seiner Festansprache am Sonntag bedauerte er, dass durch die nicht erfolgten, aber in der Vergangenheit dringend notwendig gewesenen relativ kleineren Reparaturen die heutigen daraus entstandenen und immer größer werdenden Schäden geworden seien, die den Fortbestand des Hauses schon in naher Zukunft völlig in Frage stellten. Da es sich bei dem Haus jedoch um Gemeindeeigentum handelt, seien dem Verein auch hinsichtlich des Denkmalschutzes die Hände gebunden. Augenblicklich bestehe die einzige Hoffnung der Vereinsmitglieder nur darin, einen Investor zu finden.

Mit einem Gottesdienst im Freien, unter der Leitung von Pfarrer a. D. Hans Kellner unter Mitwirkung des Posaunenchors Caldern war am Sonntagmorgen das traditionelle Kartoffelfest eröffnet worden. Mit allem rund um die Kartoffel, wie dem beliebten „Caldernburger“, mit Kartoffelpuffern oder blauen Kartoffelchips wurden die Gäste verwöhnt.

Für den Hunger auf süßes stand ein großes Kuchenbuffet bereit. Unterhaltungsspiele für Kinder, Kinderschminken und das gemütliche Beisammensein bescherten allen Besuchern einen schönen Nachmittag.

von Elvira Rübeling

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