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Eine Bahnhaltestelle extra fürs Fest

Hugenotten- und Waldensermarkt Eine Bahnhaltestelle extra fürs Fest

Äußerst zufrieden mit dem Zuspruch beim zweiten Hugenotten- und Waldensermarkt nach 2012 zeigte sich Ortsvorsteher Ralf Funk schon vor dem Ende des siebenstündigen Markttreibens.

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Annegret Müller, gebürtige Todenhäuserin aus Schrecksbach, hat der erste Hugenottenmarkt so gut gefallen, dass sie auch diesmal wieder allerlei anbot, dass sie von Frankreichreisen mitgebracht hatte.

Quelle: Manfred Schubert

Todenhausen. Das Wetter war ideal, ab und zu schien die Sonne, aber die leichte Bewölkung verhinderte, dass es zu heiß wurde. Es gab keine offizielle Besucherzählung, aber dass die neben französischen Spezialitäten wie der mittlerweile als hessisch angesehenen Grünen Soße und Quiche Lorraine angebotenen 1200 Bratwürste nicht ausreichten und nachgeholt werden musste, gibt einen Hinweis auf die Zahl der Marktbesucher.

Unterhaltsam und vielfältig ging es zu auf der mit 46 Ständen bestückten Marktmeile um den Kirchweg. Handwerker wie Drechslermeister Jakob Engelbach aus Oberasphe, der Letzte, der diesen aussterbenden Beruf im Landkreis noch ausübt, führten ihre Kunst vor.

Es gab viel Selbstgemachtes aus heimischer Produktion, aber auch einiges aus der Heimat der Hugenotten. Annegret Müller, gebürtige Todenhäuserin aus Schrecksbach, hatte der erste Hugenottenmarkt so gut gefallen, dass sie auch diesmal wieder allerlei von Frankreichreisen Mitgebrachtes an ihrem Stand anbot. Besonders gut kam der Schaumwein „Clairette de Die“ aus der französischen Gemeinde Die an, einem Herkunftsort der verfolgten Hugenotten. Ihr Pavillon war von intensivem Lavendelduft erfüllt und weckte so Erinnerungen an Südfrankreich. Im Archiv in der ehemaligen Schule und vor allem bei der zweimaligen Vorführung eines Films zur Geschichte der Hugenotten in der Kirche konnten sich historisch Interessierte genauer informieren. Ein kurzes Orgelkonzert in der Kirche sowie Auftritte der Feuerwehrkapelle Dodenau und der Coverband Ruffnix aus Amönau boten musikalische Unterhaltung. Etwas Besonderes gab es für die Kinder, die sich auf eine gut einstündige Wanderung mit fünf Eseln begeben konnten. Und etwas Besonderes war es auch, dass man an diesem Tag mit der Bahn direkt nach Todenhausen fahren konnte. Ortsvorsteher Funk freute sich, dass wie vor drei Jahren für den Markt die Kurhessenbahn eine Bedarfshaltestelle an der ehemaligen Haltestelle Todenhausen am Bachweg einrichtete. Etwa 150 Besucher nutzten diese Reisemöglichkeit - die Kinder wurden mit Gummibärchen und Seifenblasen am dortigen Infostand begrüßt. Der Ortsbeirat setzt sich dafür ein, dass dauerhaft eine Bedarfshaltestelle nach Todenhausen kommt.

von Manfred Schubert

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