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Ein wahres Paradies für Eiersammler

Ostermarkt Cölbe Ein wahres Paradies für Eiersammler

Am Wochenende fand zum 31. Mal der Ostermarkt des Arbeitskreises Internationales Folklore-Festival Marburg-Biedenkopf in Cölbe statt.

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Sabine und Reinhard Magdeburg aus Hannoversch Münden waren zum ersten Mal in Cölbe. Neben Eiern mit heimischen Vögeln darauf oder „Goldeiern“ boten sie Rohlinge aller Größenordnungen vom Wachtel- bis zum Straußenei an.

Quelle: Manfred Schubert

Cölbe. Allerlei Dekoratives zur Osterzeit, wobei kunstvoll verzierte Eier wieder im Mittelpunkt standen, zog am Wochenende geschätzte mehr als 2000 Besucher auf den 31.Ostermarkt in der Gemeindehalle. 32 Anbieter, die zum Teil seit mehr als 20 Jahren bei diesem Markt ausstellen, waren dabei, drei zum ersten Mal.

Insbesondere Eiersammler nehmen lange Wege, beispielsweise aus dem Rhein-Main-Gebiet, in Kauf, um das attraktive Angebot zu begutachten. Darunter sind Stammgäste wie Monika Witzel, die berichtete, dass sie seit etwa 20 Jahren aus Haunetal zum Cölber Ostermarkt kommt. Sie sammelt alle möglichen Ostereier.

Das vielfältige Angebot reichte von den typischen oberhessischen Wachsbatikeiern, bei deren Herstellung man den Künstlerinnen oft zuschauen konnte, über Kratzeier mit Motiven aus dem Egerland, filigran mit alten Stickmotiven verzierten und perforierten Eiern bis zu solchen mit in Tusche gezeichneten Porträts bekannter Persönlichkeiten wie der Brüder Grimm.

Zu den neuen Ausstellern gehörten Sabine und Reinhard Magdeburg aus Hannoversch Münden. Zum einen erweiterten sie das Angebot erstmals um Rohlinge aller Größenordnungen vom Wachtel- bis zum Straußenei, was auch bei den Kolleginnen und Kollegen auf Interesse stieß. Außerdem präsentierte Sabine Magdeburg ihre mit detailreichen heimischen Vögeln, pointilistischen Mille- Fleur-Motiven, für die ein Pinsel pro Ei verbraucht wird, oder mit Hasenschulen-Schattenrissen verzierten Werke. Aber auch Goldeier gab’s bei ihr zu kaufen. Diese werden gebatikt und dann mit Goldbronze abgerieben. Die Arbeiten von Glasbläser Karl Heller aus Marburg oder gravierte Glasartikel von Heike Platt aus Wetter stießen ebenso auf Interesse wie die hölzerne Volkskunst aus dem Erzgebirge, die Barbara Ackermann aus Treisbach zum dritten Mal in Folge auf dem Cölber Ostermarkt anbot. Einer der Renner an ihrem Stand waren in diesem Jahr neu entworfene knuffige Osterhasen von Peter Wolf aus Neuhausen.

Die rundlichen Tiere aus lasiertem Lärchenholz sind lustig anzuschauen und eignen sich als Handschmeichler.

Geschätzt wird von den Besuchern zudem die Verpflegung mit traditionellen Köstlichkeiten. Diesmal bereiteten die „Burgwaldskälwer“ aus Oberrosphe in der Hasenstube die beliebte Grüne Soße sowie andere Speisen zu.

Der Erlös des Ostermarktes, den erstmals Alexander Michel als Nachfolger von Heinz Wilhelm Wilke organisierte, soll wie stets zur Finanzierung des Folklore-Festivals im heimischen Landkreis beitragen, das im nächsten Jahr zum 20. Mal stattfindet.

von Manfred Schubert

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