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Ein Ort der Freude und Gesellschaft

Dorf-Café Caldern Ein Ort der Freude und Gesellschaft

Vor fünf Jahren ging es an den Start, jetzt ist es aus dem Dorfleben in Caldern nicht mehr wegzudenken: Das Dorf-Café ist ohne Wenn und Aber ganzjährig dienstags zwischen 15 und 17 Uhr der ausgemachte Treffpunkt im Ort.

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Zum „Fünfjährigen“ war nicht nur die Terrasse voll besetzt.

Quelle: Götz Schaub

Caldern. Manchmal hilft der Zufall mit, einem Dorf genau das zu geben, wonach es gesucht hat, ohne es wirklich zu wissen. „Eigentlich sollte ja hier in Caldern so etwas entstehen wie in Sterzhausen mit Krafts Hof“, sagt Ortsvorsteher Hans Jung. Als sich das aber zerschlug, entwickelte sich aus einer Gruppe heraus, die an den regelmäßigen Planungstreffen teilgenommen hatte, die Idee, es doch mal in Eigenregie mit einem Café zu probieren. „Daraus entstand in der jüngeren Zeit der größte Gewinn für Caldern“, so Jung. Denn das Café etablierte sich als Treffpunkt.

Nicht nur für ältere Leute ein fester Termin, auch jüngere Leute nehmen das Angebot gerne an. Und so war es gar nicht verwunderlich, dass zur Feier des fünfjährigen Bestehens viele Kinder dabei waren, es für sie auch ein eigenes Unterhaltungsprogramm gab, während ihre Eltern oder Großeltern mit Nachbarn, Freunden und Bekannten einmal mehr selbst gebackene Kuchen genossen.

Ortrud Lauer, Seniorenbeauftragte der Gemeinde Lahntal, weiß ganz genau, bei wem sie sich in erster Linie zu bedanken hat: Hedi Fuhge, Siglinde Opper, Gisela Müller und Erika Reinarz. Sie gehören zum Organisationsteam des Cafés. Sie können sich letztendlich auf insgesamt 50 Helfer verlassen, die Dienste übernehmen und im Wechsel für die Kuchen sorgen. „Also vier Kuchen müssen wir dienstags schon im Angebot haben, um die Nachfrage zu bedienen“, sagt Siglinde Opper. Das Café kennt keine Sommer- und auch keine Winterpause. Es ist ein fester Bestandteil des Wochenlebens in Caldern. Gudrun

„Wir backen alles, was gut ist und schmeckt“

Koch sitzt unter den zahlreichen Gästen. Sie erzählt, dass sie jetzt genau das zweite Mal dabei ist. Das erste Mal war bei der Eröffnung vor fünf Jahren. Ein Pflegefall in der Familie hinderte sie an weiteren Besuchen. Jetzt hat sie Zeit und brachte gleich ihre 92-jährige Mutter, Anna Schmidt, mit. „Ich denke, dass wir jetzt öfters hier sein werden“, sagt sie. Ruth Wojke und Anni Klingelhöfer lassen es sich auch schmecken. Sie gehören zur großen Schar der Kuchenbäckerinnen. Irgendwelche Präferenzen? „Nein, wir backen alles, was gut ist und schmeckt“, sagt Anni Klingelhöfer. Und Ruth Wojke sagt: „Es kommt immer auf die Jahreszeit an. Jetzt geht eine Erdbeertorte mit Schmand sehr gut.“

Anneliese Muth, die in Caldern wohnt, war auch in ihrer Eigenschaft als Gemeindevorstandsmitglied dabei und sprach für den im Urlaub weilenden Bürgermeister: „Es war am Anfang sicher nicht einfach, aber die Idee wurde nicht aufgegeben und noch heute sind viele dabei, die das hier mit aufgebaut haben. Das zeigt, dass es sich durch sie dann doch erfolgreich entwickelte.“ – Und ja, irgendwie scheinen die Lahntaler ein Händchen für Cafés zu haben. Denn neben Caldern gibt es ja auch das in Krafts Hof in Sterzhausen und das Café in der Neuen Mitte in Goßfelden, die ebenfalls erfolgreich über eine solche Schiene betrieben werden.

 
Die Organisatoren in erster reihe sind Hedi Fuhge (von links), Siglinde Opper, Erika Reinarz und Gisela Müller. Foto: Schaub

von Götz Schaub

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