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Ein Kürbis für viele Gelegenheiten

Kürbisfest Ein Kürbis für viele Gelegenheiten

Nach dem Erfolg im Vorjahr hat der Heimat- und Verschönerungsverein Oberrosphe zusammen mit dem Rotary Club ­Wetter am Dorfmuseum die zweite Auflage des Kürbisfestes gefeiert.

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Mit voller Konzentration schnitzen viele junge Besucher des Kürbisfestes in Oberrosphe gruselige Gesichter in das große Fruchtgemüse hinein.Foto: Heinz-Dieter Henkel

Oberrosphe. Bei Sonnenschein und Temperaturen im zweistelligen Bereich kamen viele Besucher zum Kürbisfest nach Oberrosphe. Dort gab es Informationen, Aktivitäten und kulinarische Leckereien rund um den heimischen Kürbis.

Der Hauptinitiator, der Rotary Club Wetter, hatte sich viel Mühe gegeben und eigens für ­diese Veranstaltung Schautafeln erstellt, um den Gästen die wohl durch Kolumbus nach Europa gekommene Frucht und die verschiedenen Sorten näher zu bringen.

In jedem Jahr, so die Zielvorstellung der Rotarier, suchen sie sich einen neuen Verein oder eine Initiative aus, die die Möglichkeit bekommt, sich zu präsentieren und aktiv am Kürbisfest zu beteiligen. Dafür geht die Hälfte des Erlöses an diese Gruppierung. Der andere Teil verbleibt beim Heimat- und Verschönerungsverein für die Unterhaltung des Dorfmuseums, erläuterte Gerlind Aryceus. Diesmal war die heimische Waldjugend „Horst Rosphetal“ mit von der Partie, die mitten im Hof eine Feuerstelle errichtet hatten und aus einem Topf über offener Flamme heiße Kürbissuppe verkauften. „Wir treffen uns einmal in der Woche an unserer Waldhütte und arbeiten ganz viel für Umweltschutzmaßnahmen in und um den Wald“, berichtet Paul Klein-Moddenborg über die Aktivitäten der Jugendgruppe, bei der man bis zum Alter von 27 Jahren mitmachen kann. Auch wenn nicht alle Gäste die Kürbissuppe mochten, hatten die Jugendlichen doch am Ende zwei große Töpfe davon verkauft. Gleich nebenan gab es zudem Kürbiswaffeln und frittierte Kürbisstreifen.

Etwas abseits wurde fleißig ­gebastelt. Neben Zier- und Speisekürbissen konnten die Besucher Schnitzkürbisse aus heimischem Anbau kaufen, wie Rotarierin Gerlind Aryceus betonte. Mit Messer, Löffel und anderen Gerätschaften mühten sich Kinder, Väter und Mütter, kreative Kürbisköpfe zu schnitzen, die mit einer Kerze versehen in der Dunkelheit gruselig anzuschauen sind.

Filigranes Kürbisgesicht mit dem Akkubohrer

Ein „Profipapa“ hatte gar einen Akkubohrer mitgebracht und bastelte in kurzer Zeit ein ganz filigranes Exemplar. Die 50 georderten Schnitzkürbisse von einem nahegelegenen Bauernhof waren bereits am frühen Nachmittag ausverkauft, bearbeitet oder im Kofferraum eines Autos für Heimwerker­aktivitäten verschwunden. Rosi­ Scherer erfreute zudem die Kinder mit Geschichten mit und um den Kürbis.

Zum Abschluss war die Waldjugend noch einmal bei einer Wanderung von Kürbislicht zu Kürbislicht gefragt. So endete mit Einbruch der Dämmerung ein interessanter Tag rund um den Kürbis, der - wie Elfriede Hahn vom Heimat- und Verschönerungsverein sich ausdrückte - auch finanziell noch einmal einen warmen Regen für das Dorfmuseum brachte.

von Heinz-Dieter Henkel

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